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Trebnitzer Bildhauer-Museum bereitet mit Unterstützung der Sparkassen Präsentation der Arbeiten von Gustav Seitz und Werner Stötzer vor.

Seitz-Museum
Zwei Meister der Figuren

Gutes Gelingen: Das wünscht Sparkassenchef Uwe Schumacher den Vorstandsmitgliedern der Gustav-Seitz-Stiftung Wolfgang van Gulijk und Darius Müller (v.l.).
Gutes Gelingen: Das wünscht Sparkassenchef Uwe Schumacher den Vorstandsmitgliedern der Gustav-Seitz-Stiftung Wolfgang van Gulijk und Darius Müller (v.l.). © Foto: Doris Steinkraus
Doris Steinkraus / 14.07.2019, 07:30 Uhr
Trebnitz (MOZ) Es hätte Werner Stötzer sehr gefreut: Zum ersten Mal werden ab September ausgewählte Skulpturen und Zeichnungen von ihm und seinem "Lehrmeister" Gustav Seitz gemeinsam in Trebnitz gezeigt. Werner Stötzer (1931-2010) war von 1954 bis 1958 Meisterschüler bei Gustav Seitz (1906-1969) an der Akademie der Künste in Berlin. Der in Altlangsow lebende Künstler gehörte zu den renommiertesten Bildhauern der Nachkriegszeit. Sprach man mit ihm über seinen Werdegang, so kam er schnell auf Seitz. Jenem Mann, der ihn immer wieder forderte, der die politischen Diskussionen der Studenten befeuerte, der mit seinem künstlerischen Anspruch Generationen von Bildhauern prägte. Wie Seitz arbeitete auch Stötzer immer figürlich. Zwischen beiden bestand lebenslang freundschaftlicher Kontakt und Austausch.

Schüler wurde selbst Meister

Das Trebnitzer Gustav Seitz Museum wird in der neuen Sonderausstellung "Gustav Seitz und Werner Stötzer. Meister der Figuren" Arbeiten der beiden Bildhauer zeigen. Die Auswahl der Steine, Bronzen und Arbeiten auf Papier von Werner Stötzer erfolgt in Zusammenarbeit mit der Bildhauerin Silvia Hagen. Die Altlangsowerin verwaltet den Nachlass ihres Mannes. Kuratiert wird die Sonderschau von Annette Purfürst.

Nie hätte sich Stötzer wohl träumen lassen, dass in seiner einstigen unmittelbaren Lebens- und Arbeitsnähe einmal in einer gemeinsamen Ausstellung seine Arbeiten und die seines künstlerischen Vorbildes gezeigt würden. Stötzer lehrte später selbst viele Meisterschüler an der Akademie. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Texten verschiedener Autoren, Abbildungen und Dokumenten.

Um all das finanzieren zu können, hat die Ostdeutsche Sparkassenstiftung der Seitz-Stiftung eine Zuwendung bewilligt. Die Sparkasse Märkisch-Oderland stockte die Summe um 6400 Euro auf. "Werner Stötzer war ein sehr anerkannter Bildhauer", begründete Sparkassen-Chef Uwe Schumacher bei der Übergabe der Zuwendung. Dass es in Trebnitz  das einzige Bildhauermuseum des Landes gibt, sei ein großer Gewinn für die Region. Deshalb unterstütze die Sparkasse das Vorhaben.

Im Sinne von Seitz werden ab Montag zwei Wochen lang Bildhauer der Gegenwart vor Ort wirken. Die Gustav-Seitz-Stiftung hat sieben Bildhauerinnen und Bildhauer aus Deutschland und Polen eingeladen, um an Plastiken zum Thema "Begegnung" zu arbeiten. Eine Plastik "Begegnung" schuf übrigens auch Werner Stötzer. Sie hat seit Jahren ihren Platz auf dem Anger in Neuhardenberg.

Zum Abschluss des Pleinairs wird am 28. Juli zum fünften Mal der Gustav Seitz-Preis verliehen. Mit ihm möchte die Stiftung Künstler würdigen, die mit ihren Werken  Seitzs Tradition der figürlichen Plastik weiterführen.

Ausstellung Seitz-Stötzer ab 15. September, Eröffnung 15 Uhr, Infos unter www.gustav-seitz-museum.de

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