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Opernkurs in Beeskow startet

Bühnenaufbau für die Zauberflöte: Max Schaulies, Auszubildender der Messe- und Veranstaltungs GmbH aus Frankfurt (Oder) montiert auf der Burg Beeskow die ersten Scheinwerfer.
Bühnenaufbau für die Zauberflöte: Max Schaulies, Auszubildender der Messe- und Veranstaltungs GmbH aus Frankfurt (Oder) montiert auf der Burg Beeskow die ersten Scheinwerfer. © Foto: Jörn Tornow
Olaf Gardt / 15.07.2019, 22:45 Uhr
Beeskow (MOZ) Mit den ersten Gesangsproben der Teilnehmer des Internationalen Opernkurses und dem Bühnenaufbau für die Zauberflöte am Donnerstag und Freitag meistert das Projekt "Oper Oder-Spree" gerade den Umzug vom Kloster Neuzelle auf die Beeskower Burg. Es ist sozusagen Halbzeit des Classic-Open-Air-Projekts. Das Zwischenfazit fällt sehr gut aus. "Alle Vorstellungen in Neuzelle waren ausverkauft", berichtet Tilman Schladebach von der Stiftung Stift Neuzelle am Montag auf der Burg. Für die folgenden Beeskower Veranstaltungen gibt es noch einige Tickets. Aber: "Wir haben jetzt schon mehr Karten im Vorverkauf ausgegeben, als im vergangenen Jahr insgesamt", sagt Burgdirektor Arnold Bischinger. Er und Schladebach haben gemeinsam die Gesamtleitung für das Projekt übernommen.

Die nun folgende zweite Hälfte von Oper Oder-Spree unterscheidet sich dabei erheblich vom Auftakt in Neuzelle. Zwar wird die Zauberflöte am Donnerstag und Freitag auf dem Burghof gezeigt, kann man in dem Ensemble auch Felix Rumpf als Papageno erleben. Er hat in Neuzelle den vom Publikum vergebenen Walter-Ederer-Gedächtnis-Preis gewonnen. Ederer war viele Jahre des Gesicht von Oper-Oder-Spree. Mit dem Preis soll künftig in jedem Jahr an den im März verstorbenen Kulturchef der Stiftung Stift Neuzelle erinnert werden.

Im Mittelpunkt stehen in Beeskow aber vor allem ganz junge Sänger. 15 Frauen und Männer aus neun Ländern sind als Teilnehmer des Internationalen Opernkurses ausgewählt worden. Drei Wochen nehmen sie nun an einer sehr praxisorientierten Sommerschule teil. Dem hochkarätig besetzten Team steht seit mehr als zehn Jahren Nena Brzakovic vor. Die Stimmbildnerin an der Berliner Staatsoper ist von dem Format begeistert. Der Grund: Den jungen Sängern werden nicht nur intensive Gesangsunterrichtsstunden geboten, sondern sie kommen auch auf die große Bühne. Drei sehr unterschiedliche Formate haben sie dabei zu meistern.

Am Anfang steht der Liederabend im Konzertsaal der Burg. Das deutsche Liedgut des 18. bis 20. Jahrhunderts bildet dabei den Schwerpunkt. Ganz praktische Tipps als Kollege wird dabei Bernhard Hansky vermitteln. Für den gebürtigen Eisenhüttenstädter ist es eine Rückkehr zur Oper Oder-Spree. 2005 und 2006 war er selbst Teilnehmer des Meisterkurses, 2007 gab es in Neuzelle sein Bühnendebüt in "Der Barbier von Sevilla". Heute ist Hansky Ensemblemitglied der Semperoper in Dresden. Und nun eben Dozent in Beeskow. "Er ist ein Vorbild für die jungen Sänger", ist Nena Brzakovic überzeugt. Vielleicht auch für Paul Purps. Denn bei aller Internationalität ist Oper Oder-Spree außerdem regional. Purps stammt aus Fürstenwalde.

Eine knappe Woche nach dem Liederabend folgen drei Vorstellungen von "Oper in der Scheune" in der Ragower Mühle. Für diese szenischen Aufführungen ist Prof. Mathias Behrends, Leiter des Schweizer Opernstudios, zuständig. Das genaue Programm für Ragow entsteht erst in den kommenden Tagen. Den Abschluss bildet traditionell die Operngala. Am 3. August werden dabei im festlichen Rahmen auf dem Burghof Preise und Stipendien an die besten jungen Sänger verliehen. Ihr Programm präsentieren sie dann einen Tag später noch einmal in Neuzelle.

Programmdetails unter www.operoderspree.de, Tickets für alle Vorstellungen gibt es auf der Burg Beeskow. Das Oder-Spree-Journal verlost für die Premiere der Zauberflöte am Donnerstag ab 20 Uhr auf dem Burghof zwei Freikarten unter allen, die bis 12 Uhr eine E-Mail mit dem Stichwort Zauberflöte an beeskow-red@moz.de schicken.

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