Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Von der geplanten Zweigleisigkeit der Bahnstrecke Berlin-Stettin erhofft sich Angermünde als Verkehrsknotenpunkt noch mehr Vorteile für Pendler.

Verkehr
Halbstündlich nach Berlin

Bahnhof Angermünde: Pendler am RE 3
Bahnhof Angermünde: Pendler am RE 3 © Foto: Oliver Voigt
Daniela Windolff / 16.07.2019, 06:45 Uhr
Angermünde (MOZ) Im Halbstundentakt nach Berlin, das ist eine Vision, die ab 2025 mit dem geplanten Ausbau der Bahnstrecke Berlin-Stettin für Angermünder wahr werden könnte. Bürgermeister Frederik Bewer ist darüber in einer Arbeitsgruppe mit den Verantwortlichen persönlich im Gespräch und hat Angermünde als Treffpunkt aller Beteiligten angeboten. Die Bahn als Schlagader der Stadt gewinne damit noch mehr an Bedeutung für Angermünde als Mittelzentrum und mache es für Pendler aus und in die Metropolregionen Berlin und Stettin noch interessanter. Auch angesichts der Wohnungs- und Baulandknappheit und steigender Wohnkosten in den Großstädten samt Speckgürtel konnte Angermünde für Zuzügler mit einer noch besseren Bahnanbindung interessanter werden. Deshalb will die Stadt den Bahnausbau auch als Chance nutzen, das Umfeld des Bahnhofes attraktiver zu gestalten. "Wir wollen  das Bahnhofsareal schon jetzt in die Planungen mit einbeziehen", betont der Bürgermeister. Das gesamte Bahnhofsviertel einschließlich der Heinrichstraße, des ehemaligen Gaswerkes und des Geländes hinter dem Gymnasium soll für eine künftige Entwicklung betrachtet werden. Dabei geht es auch um neue Standorte für Eigenheim-Bauland und für einen Grundschulneubau für die Puschkinschule. Bei den Überlegungen soll gemeinsam mit den Stadtverordneten und den Bürgern alles abgewogen werden, ohne Tabus in den Ideen und Gedanken.

Neue Parkplätze sehr wichtig

Ein Schwerpunkt der Entwicklung rund um den Bahnhof ist zunächst die Schaffung weiterer Parkplätze, bevorzugt auf Flächen der Deutschen Bahn, schließlich baue man die Parkplätze nicht nur für die Stadt, sondern in erster Linie für Kunden der Bahn, so Frederik Bewer. Deshalb erwarte die Stadt eine Beteiligung der Bahn. Sogar den Neubau eines Parkhauses könne man sich vorstellen. Außerdem soll über eine Variante zur Entlastung der Bahnunterführung durch einen zweiten direkten Ausgang vom Bahnhof in Richtung Finanzamt und Weststadt nachgedacht werden. "Wir möchten mit den Vertretern der Bahn sprechen und erwarten auch deren Vorschläge", sagt der Bürgermeister. Sinn der gemeinsamen Arbeitsgruppe ist es, frühzeitig  alle Möglichkeiten zu bedenken und die Planungen gemeinsam zu koordinieren.

Als erste Maßnahme des Bahnausbaus ist der Bau eines neuen Umspannwerkes an der B 198-Umgehung für die Elektrifizierung einer zweigleisigen Strecke nach Stettin. Dafür ist ein Flächentausch der Bahn mit der Stadt vorgesehen.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG