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Entwarnung in Rathenow: Kein Bombenfund im Rathaus

Ein Fahrzeug der Polizei steht in der Nähe des Rathenower Rathaus vor einer Absperrung.
Ein Fahrzeug der Polizei steht in der Nähe des Rathenower Rathaus vor einer Absperrung. © Foto: Christian Pörschmann/dpa/ZB
dpa / 16.07.2019, 15:27 Uhr - Aktualisiert 16.07.2019, 18:36
Rathenow (dpa) Die Aufregung zog sich über Stunden: Nach einer Bombendrohung im Rathaus der Stadt Rathenow (Havelland) am Dienstagmorgen hat die Polizei einige Stunden später Entwarnung gegeben. Es seien keine verdächtigen oder gefährlichen Gegenstände gefunden worden, hieß es in einer Mitteilung. Die Sperrmaßnahmen wurden aufgehoben.

Ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung hatte einen Zettel im Briefkasten gefunden, auf dem von einem Sprengsatz in dem Gebäude die Rede war. Daraufhin wurde das Rathaus geräumt und für den gesamten Tag geschlossen. In dem Gebäude befinden sich neben der Stadtverwaltung auch die Verbraucherzentrale und das Jobcenter. Auch die Bewohner eines angrenzenden Gebäudes mussten ihre Wohnungen verlassen. Teilabschnitte der Berliner Straße zwischen Puschkin- und Friedrich-Engels-Straße wurden für den Fahrzeugverkehr gesperrt.

Mehrere Sprengstoffsuchhunde der Polizei suchten über Stunden das mehrstöckige Gebäude und die Umgebung ab. Zwischendurch seien die Hunde so erschöpft gewesen, dass noch ein weiterer Hund mit dem Hubschrauber eingeflogen worden sei, sagte Polizeisprecher Heiko Schmidt der Deutschen Presse-Agentur. Gegen 17 Uhr konnte dann Entwarnung gegeben werden. Gegen den bislang noch unbekannten Verfasser des Zettels wird nun ermittelt. Die Polizei sucht nach Hinweisen zu Menschen, die in der Zeit von Montagabend bis Dienstagvormittag am Briefkasten des Rathauses gesehen wurden.

Immer wieder wurden Rathäuser in Deutschland in der Vergangenheit zu Zielen von Bombendrohungen: Erst Ende Juni waren derartige Schreiben bei den Behörden einiger deutscher Städte eingegangen. In Erfurt, Zwickau und Pforzheim in Baden-Württemberg wurden die Gebäude evakuiert. Auch in Düsseldorf mussten Teile des Rathauses geräumt werden. In allen Fällen konnte jedoch nach der Durchsuchung der Gebäude Entwarnung gegeben werden.

Zuvor waren im März Augsburg, Göttingen, Kaiserslautern, Chemnitz, Neunkirchen im Saarland und Rendsburg in Schleswig-Holstein von Bombendrohungen betroffen. Auch in diesen Fällen waren die Einrichtungen über mehrere Stunden lahmgelegt, gefunden wurde nichts.

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