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Streit
Punkfestival: Keine Einigung vor Gericht

Im vergangenen Jahr herrschte beim Punkfestival in Kremmen gute Stimmung.
Im vergangenen Jahr herrschte beim Punkfestival in Kremmen gute Stimmung. © Foto: Burkhard Keeve
Burkhard Keeve / 16.07.2019, 18:16 Uhr
Kremmen (MOZ) Dem Punkfestival "Resist to Exist" in Kremmen droht endgültig das Aus. Vor dem Verwaltungsgericht in Potsdam kam es am Dienstag bei einer nichtöffentlichen Anhörung zu keiner Einigung zwischen dem Landkreis Oberhavel und den Veranstaltern des Festivals.

Der Landkreis hatte dem Veranstalter über eine Ordnungsverfügung untersagt, Zelte aufzustellen, Verkaufsstände zu errichten und das Festivalgelände auf einer landwirtschaftlichen Fläche des Kremmeners Christoph Brunners einzufrieden.

Für den Landkreis hat der Erörterungstermin am Dienstag ergeben, "dass das Verwaltungsgericht die Rechtsauffassung des Landkreises Oberhavel zur Baugenehmigungspflicht und Rechtmäßigkeit der Nutzungsuntersagung bestätigt." Für die Durchführung des Festivals sei eine Baugenehmigung nötig. Der Pressesprecher des Festivals, Wolfgang Kunwald, kommt zu einer völlig anderen Einschätzung. "Ich teile diese Sichtweise nicht. Von einer Pflicht und einen Bestätigung war nicht die Rede bei dem Termin." Vielmehr sei ein anderer Weg aufgezeigt worden, der das Festival auch in diesem Jahr möglich macht.

Die Bauordnungsbehörde des Landkreises will allerdings einen Gerichtsbeschluss, "um für beide Sichtweisen Rechtssicherheit zu schaffen", so die Kreisverwaltung. "Ein alternativer Vergleich erscheint nicht als geeignete Lösung, da er dem Verfahrensstand vom Frühjahr 2018 entsprechen würde."

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Emke Lesslauer 17.07.2019 - 16:40:06

Empört euch!

Ich muss sagen, ich bin zutiefst empört über die Querelen um das Festival „Resist to Exist“! Ich gehöre nicht zur klassischen Zielgruppe des Festivals, habe als Kremmener Bürger (bei deswegen freiem Eintritt übrigens!) in 2018 das Festival zum ersten Mal einen ganzen Tag lang besucht. Es ist meiner Meinung nach ein Juwel in der überkommerzialisierten Festivalwelt. Ein derart diszipliniertes Miteinander habe ich sehr, sehr selten bei einem Festival erlebt. Das ist alles extrem gut strukturiert und organisiert. Nicht zu vergessen das große ehrenamtliche und freiwillige Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger, das zum Gelingen beiträgt. Vor allem auch von Herrn Brunner und seinen Leuten. Verspricht man nicht immer etwas gegen die Abwanderung der jungen Bevölkerung zu tun? Hier droht eine Riesenchance vertan zu werden. Herr Grützmacher hat meiner Meinung nach absolut kein Fingerspitzengefühl. Diese grandiose Inkompetenz gepaart mit dem anscheinend nicht vorhandenen Rückgrat von Bürgermeister Busse hinterlässt absolutes Unverständnis und lässt riesengroßen Zweifel aufkommen, ob sie die richtigen Vertreter sind. Was will man denn mehr als eine friedliche Veranstaltung ohne Kommerz, die Kremmen in ein sympathisches Licht taucht und für eine bunte Vielfalt wirbt?

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