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Aktion
Neuruppiner blicken in die digitale Welt

Beliebt: Beim Games-Camp konnten Jugendliche ihre eigenen Spiele entwickeln. Die zweite Auflage ist längst ausgebucht, die Warteliste lang.
Beliebt: Beim Games-Camp konnten Jugendliche ihre eigenen Spiele entwickeln. Die zweite Auflage ist längst ausgebucht, die Warteliste lang. © Foto: Judith Melzer-Voigt
Judith Melzer-Voigt / 16.07.2019, 18:25 Uhr - Aktualisiert 16.07.2019, 18:28
Neuruppin (MOZ) Nach dem Camp ist vor dem Camp – und vor dem Festival. Das gilt im Fall der Neuruppiner Aktion "Word & Play" auf jeden Fall. Dabei kommen Jugendliche für ein paar Tage zusammen und entwickeln aus Fontanes Lebenslauf und aus seinem Werk Spiele, unter anderem für den Computer. Das erste Camp ist nun Vergangenheit. Doch Organisatorin Irena Trivonoff Ilieff steckt schon mitten in der Vorbereitung für die nächsten Veranstaltungen.

Bevor in 19 Tagen das zweite Camp beginnt, startet erst einmal ein dreitägiges, kostenfreies Festival. Vom 1. bis zum 3. August  gibt es im JFZ zahlreiche Workshops, Spiele-Präsentationen, Gespräche und Vorträge, die einen Einblick in die Welt der Computerspiele, Handy-Games und Unterhaltungsprojekte liefern. Darüber hinaus werden Ansätze vermittelt, wie Literatur ins Digitale transferiert werden kann.

Das Festival beginnt laut Irena Trivonoff Ilieff mit einem sogenannten Education-Day. Dieser ist für Lehrer, Eltern und andere Interessierte gedacht. Erstere können sich einen Besuch als Fortbildung anrechnen lassen. An diesem Tag dreht sich alles um die digitale Vermittlung. Den ersten Vortrag des Festivals wird Dr. Felix Gers halten. Er spricht über "Ernste Spiele für kleine Kinder" – ein Thema, das auch Eltern interessieren könnte. Schließlich lernt der Nachwuchs heutzutage immer früher die digitale Welt kennen.

Diskussionen und Vorträge

Danach geht es Schlag auf Schlag: Wie literarisches Lernen mit Computerspielen funktioniert, erfahren Besucher ebenso wie den besten Weg, "Games Design" zu studieren. Eine Diskussion zwischen Leon Balmes und Tobias Krejtschi – Illustrator versus Character Designer – findet am 2. August statt. Talea Siekmann und Aileen Auerbach präsentieren ihr Spiel "Ernas Unheil", der Brite Alistair Aitcheson sein Game "The Book Ritual" und Christoph Plewe "Abteilung F". Darüber hinaus lernen Besucher, wie Charaktere, Soundtracks und auch die Umgebung in den Spielen am besten gestaltet werden.

Das Festival – vor allem der erste Education-Tag – soll nicht nur die Möglichkeiten von Computerspielen aufzeigen, sondern auch ihre Grenzen. "Es ist nicht so, dass wir jetzt sagen: Alles Mögliche an Computerspielen soll rein in die Schule", versichert Irena Trivinoff Ilieff. "Es ist natürlich eine bewusste Auswahl, ein bewusster Einsatz. Und darüber wollen wir sprechen."

Das Festival endet am 3. August mit Besuchen des Live-Escape-Rooms. Drei Durchgänge sind geplant. Los geht es um 15 Uhr. Der Eintritt zum Festival ist frei. Um Anmeldungen für die Lehrerfortbildungen und die Workshops wird gebeten. Möglich ist das bis zum 22. Juli per E-Mail an die Adresse irena.trivonoff@fontane-200.de.

Das Programm – ein Auszug

1. August: Vortrag von Dr. Felix Gers über "Ernste Spiele für kleine Kinder" (10 Uhr), Referat von Professor Dr. Jan Boelmann über "Games als Schlüssel moderner Literaturvermittlung" (11.30 Uhr), Vortrag Sieglinde Sumper übers "Mitmachmuseum digital" (um 16.45 Uhr)

2. August:Präsentation "Ernas Unheil" von Talea Siekmann und Aileen Auerbach (10 Uhr), Präsentation Alistair Aitcheson "The Book Ritual" (12.30 Uhr), Workshops zu "Character Design" (14.30 Uhr) und "Environment Design" (16.45 Uhr)

3. August: Vortrag Eric Jannot "Political Games" (11 Uhr), Präsentation Christoph Plewe "Abteilung F" (15.30 Uhr), Präsentation Tilo Alpermann "Games-Soundtracks" (ab 19 Uhr)

Das Programm gibt es unter www.word-and-play.de.⇥jvo

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