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Mieten
Leerstand steigt in der Fläche weiter

Putz bröckelt von der Fassade eines verfallenen Hauses in der Innenstadt von Brandenburg an der Havel.
Putz bröckelt von der Fassade eines verfallenen Hauses in der Innenstadt von Brandenburg an der Havel. © Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild
dpa / 17.07.2019, 19:45 Uhr - Aktualisiert 17.07.2019, 19:57
Potsdam (dpa) In Brandenburger Städten außerhalb des Metropolenraumes rund um Berlin steigt der Leerstand für Wohnungen des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) weiter an.

"Wir sehen die Entwicklung mit großer Sorge", sagte Maren Kern, BBU-Vorstand, am Mittwoch in Potsdam. Fast 27 000 Wohnungen stünden landesweit leer – das entspreche einer Stadt mit 60 000 Einwohnern wie etwa Frankfurt (Oder). Am höchsten ist nach den Angaben der Leerstand derzeit in Lauchhammer (Oberspreewald-Lausitz) mit 30,2 Prozent und in Forst (Spree-Neiße) mit 27,8 Prozent. In Wildau (Dahme-Spreewald) und Bernau (Barnim) stehen im Gegensatz nur 0,7 Prozent der Wohnungen leer, in Falkensee (Havelland) 1,9 und in Potsdam 2,7 Prozent.

Mieten steigen nicht überall

Die Durchschnittswarmmiete lag Ende vergangenen Jahres für Wohnungen des Verbandes bei 7,50 pro Monat und Quadratmeter – 1,4 Prozent mehr als im Vergleich zu 2017. Die Bruttowarmmiete betrug für eine 60-Quadratmeter-Wohnung in Fürstenberg (Oberhavel) bei 374 Euro monatlich, in Elsterwerda (Elbe-Elster) bei 390 Euro und in Potsdam bei bis zu 510 Euro. In Berlin fallen in Unterkünften des Verbandes etwa 534 Euro monatlich an. Nach den Angaben ist das Wohnen im weiteren Metropolenraum gut 21 Prozent günstiger als in Berlin. In einigen Landesteilen seien die Mieten nicht weiter gestiegen, betonte Kern. Das könne sich langfristig auf weitere Investitionen der Unternehmen für Neubau, Sanierungen und Modernisierungen auswirken.

Der Zuzug von Mietern aus Berlin und anderen Bundesländern, als auch von Rückkehrern sei vorhanden – jedoch nicht so hoch wie erhofft. Es hielte sich meist nur die Waage mit Wegzüglern, sagte Kern. Wohnungen, die keiner haben wolle, müssten vom Markt genommen werden.

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