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Vor zwei Jahren hat Henriette Bauer die Aufgabe als Klimaschutzmanagerin übernommen. Die Stelle kann weiter gefördert werden.

Fortführung
Auf den Schutz kommt es an

Hält die Infrastruktur für Elektroautos für wichtig: Hartmut Buchwald aus Berlin an der Ladesäule am Parkplatz in der Tornower Straße in Bad Freienwalde
Hält die Infrastruktur für Elektroautos für wichtig: Hartmut Buchwald aus Berlin an der Ladesäule am Parkplatz in der Tornower Straße in Bad Freienwalde © Foto: Wolfgang Rakitin
Anett Zimmermann / 17.07.2019, 09:15 Uhr
Bad Freienwalde/Wriezen (MOZ) Braucht die Region einen Klimaschutzmanager oder eine -managerin? Mit dieser Frage beschäftigen sich zurzeit die (Fach)Gremien in den Städten Bad Freienwalde und Wriezen sowie im Amt Barnim-Oderbruch. Henriette Bauer, seit zwei Jahren in dieser Funktion tätig, antwortet darauf mit einem klaren Ja und freut sich, dass die Zuständigen in den Verwaltungen diese Ansicht teilen und den Vorschlag über die Weiterführung der Planstelle unterbreitet haben. Diese könne, so Henriette Bauer, für zwei Jahre neu besetzt werden – bei einer Förderung der Personalkosten in Höhe von 40 Prozent.

Sie selbst will sich nach zwei Jahren beruflich verändern, sagt die studierte Biologin. Wohin es genau gehen wird, lässt sie offen. Nur eines steht fest: "Ich bleibe in der Region." Schließlich ist sie hier aufgewachsen und war nach ihrem Studium in Rostock zurückgekehrt. Abgesehen davon, sei sie – nur unterbrochen von ein paar Tagen Urlaub – ja noch bis zum 30. September als Ansprechpartnerin für Privatleute, Einrichtungen, Unternehmen und Verwaltungen über die Verwaltung des Amtes Barnim-Oderbruch in Wriezen zu erreichen.

Elektroauto für Verwaltung

Der 27-Jährigen ist bei ihrer Tätigkeit vor allem der Bestandteil "Schutz" wichtig. "Wie soll ich denn das Klima oder gar den Klimawandel managen?", fragt sie und verweist auf aus ihrer Sicht unzulässige Bezeichnungen wie Klima- oder gar Klimawandelmanagerin. Für den Klimaschutz aber könne jeder etwas im Rahmen seiner Möglichkeiten tun. Und so nennt sie unter anderem einen für sie noch anstehenden Höhepunkt: die Eröffnung des Stadtradelns am 24. August in Wriezen.

Voraussichtlich im September erhalte die Verwaltung des Amtes Barnim-Oderbruch dann ihr erstes Elektroauto. "Das wäre natürlich ein schöner Abschluss für mich", sagt Henriette Bauer. Für den VW Golf müsse in einer Garage auch noch eine sogenannte Wallbox zum Aufladen installiert werden. Öffentliche Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten seien im vergangenen Herbst am Parkplatz gegenüber der Sparkasse in Wriezen (Frankfurter Straße) sowie am Parklatz nahe dem Stadtzentrum in der Tornower Straße in Bad Freienwalde übergeben worden. Die von der Amtsverwaltung favorisierte Säule in Zollbrücke sei, so die Klimaschutzmanagerin, zurzeit kein Thema. Das hänge mit der noch nicht zu Ende diskutierten Parkplatzerweiterung, aber auch mit der zuletzt ablehnenden Haltung der Gemeindevertreter in Oderaue zusammen.

Zwei weitere Anträge gestellt

Gestellt seien unterdessen Förderanträge für je eine Ladesäule am Bad Freienwalder Bahnhof sowie am Friedensplatz in Höhe der Oberschule in Neutrebbin.

Die Anfragen von Privatleuten seien überschaubar gewesen, zieht Henriette Bauer schon einmal ein bisschen Bilanz. "Da ging es vor allem um Sanierungsmöglichkeiten und die Frage, was in Bezug auf Fenster, Dämmung oder Dacherneuerung Sinn macht." Unternehmen hätten Photovoltaikanlagen oder Blockheizkraftwerke im Blick gehabt.

Im Flur der Wriezener Amtsverwaltung verweist ein Zertifikat übrigens darauf, dass es neue Technik im Serverraum gibt. "Sie sollte eine höhere Leistung als die alte haben und trotzdem Energie sparen. Das war gar nicht so einfach", so die Klimaschutzmanagerin.

Kontakt: Telefon 033456 39955, E-Mail bauer@barnim-oderbruch.de. Weitere Informationen im Internet unter www.oder-klimaschutz.de und www.stadtradeln.de.

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