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Bundeshilfe in Höhe von fast 1,4 Millionen Euro versetzen der Investition für neue Dreifelderturnhalle einen Schub.

Investitionen
Ärmel hoch in Biesenthal

Freut sich: Amtsdirektor André Nedlin (r.)
Freut sich: Amtsdirektor André Nedlin (r.) © Foto: Olav Schröder
Andrea Linne / 26.07.2019, 16:00 Uhr
Biesenthal (MOZ) Wie langwierig das Entscheidungs- und Planungsverfahren hin zu einer neuen Dreifelder-Turnhalle ist, beweist der Fall Biesenthal. Seit mehr als zwei Jahren haben sich die Stadtverordneten mit der Planung und allen Fragen um das Projekt in der Schützenstraße 44a beschäftigt. Nun endlich, teilt André Nedlin, der Direktor des Amtes Biesenthal-Barnim mit, sind die Fördermittel vom Bund eingetroffen. Für das fast fünf Millionen Euro teure Vorhaben, das in Biesenthal dringend benötigt wird, fließen aus dem Bundesprogramm Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur nun 1,4 Millionen Euro. Die Stadt ist damit der einzige Nutznießer des Landkreises Barnim aus diesem Förderprogramm.

Drei verschiedene Geldgeber

Der Landkreis gibt laut Nedlin gut 960 000 Euro dazu, den Rest trägt das Amt. Mit ungefähr fünf Millionen Euro rechnet Nedlin. Allerdings kann er mit seinen Mitarbeitern nun erst die Ärmel richtig hochkrempeln. "Am 3. September gibt es in Berlin ein Koordinierungsgespräch mit der zuständigen Bundesverwaltung zu Detailfragen", macht der Amtsdirektor klar. Bis dahin seien noch zahlreiche Fragen zu klären.

So ist unklar, was mit der alten Einfelderhalle passiert. Laut Bundesprogramm, so Nedlin, müsse die von Rechts wegen abgerissen werden. Allerdings werde sie für den Vereinssport weiterhin benötigt. Planer hatten hingegen vorgeschlagen, auf dem Platz der alten Halle weitere Stellplätze zu errichten.

Die eingeschossige Dreifeldhalle, so die letzte Beschlussfassung der Biesenthaler Stadtverordneten, weist eine Fläche von etwa 1900 Quadratmetern auf. Neben den drei Spielfeldern gibt es zahlreiche Nebengelasse für Geräte und Sanitär- sowie Umkleideräume und die Möglichkeit des Einbaus einer Tribüne für 199 Zuschauer. Diese benötigen auch Stellplätze. Aktuell sind 18 Stellplätze geplant, was von den Stadtverordneten als zu wenig angesehen wird.

Die Fassaden werden nach vorliegenden Plänen keine Fenster erhalten. Die Beleuchtung mit natürlichem Tageslicht wird durch Oberlicht erzielt. Dies senke laut Planer nicht nur die Betriebskosten. Seitenfenster würden bei niedrigen Sonnenständen zu Blendungen der Sportler führen. Sofern später der Wunsch besteht, die Halle mit Solar-Photovoltaikanlagen auszustatten, ist dies möglich.

"Diese Fragen sind allesamt noch zu besprechen", macht Nedlin deutlich. Die Baugenehmigung vom Landkreis Barnim liege bereits vor. "Wir haben drei Mittelgeber und müssen schauen, welche Gelder in welchen Teil des Projekts fließen", macht er deutlich. Mit einem Baubeginn für das Projekt rechnet der Amtsdirektor nicht vor 2020. Nun könnte die Feinplanung beginnen und damit der Weg geebnet werden. Beginnt der Bau, geht es dann ganz schnell.

Auch andere Vorhaben hat das Amt für die Gemeinden in der Pipeline. Zunächst freut sich Nedlin, dass es mit dem Radweg zwischen Wullwinkel und der Naturparkstadt vorangeht. Viel mehr bereitet ihm die Fortsetzung des Radweges Richtung Melchow Sorgen. "Wir haben eine Million Euro vom Landkreis erhalten, da es sich aber um eine Landesstraße handelt, sind viele zu hören. Wir werden wohl um ein Planfeststellungsverfahren nicht umhinkommen", beschreibt Nedlin das weitere Vorgehen. Er hofft, "dass es nicht wieder zehn Jahre dauert" wie beim Radweg von Wullwinkel. "Die Eigenmittel sind eingestellt, an uns liegt es nicht", sagt er mit Blick auf die umfassenden Verfahren. "Die Zweckbindung der Mittel gilt bis 2020", macht er klar.

Neue Pläne für neue Kita

Wenn sich am 8. August die Gemeindevertretung von Rüdnitz zusammenfindet, dann wird auch das Thema Kita eine Rolle spielen. Denn der ehrenamtliche Bürgermeister Andreas Hoffmann (WAR) will seine Pläne erörtern. Bisher sollte die neue Kita im Gebiet "Sechsrutenstücke" errichtet werden. Nun gibt es Wünsche, die Einrichtung in der Bahnhofstraße anzusiedeln . Auf alle Fälle steht damit die nächste große Investition ins Haus.

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