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Die Schwedter Wobag hat ihren 60. Geburtstag groß gefeiert, bot einen emotionalen Rückblick und eine Vorschau auf neue Bauarbeiten.

Genossenschaft
Ein Fest für die Mieterfamilie

Auf der Wobag-Bühne im Park: Gemeinsam mit vielen Besuchern feierte die Schwedter Wohnungsbaugenossenschaft ihren 60. Geburtstag. Das Bühnenprogramm lud zu fröhlichen Wettbewerben ein, hier mit tiefgefrorenen T-Shirts.
Auf der Wobag-Bühne im Park: Gemeinsam mit vielen Besuchern feierte die Schwedter Wohnungsbaugenossenschaft ihren 60. Geburtstag. Das Bühnenprogramm lud zu fröhlichen Wettbewerben ein, hier mit tiefgefrorenen T-Shirts. © Foto: Stefan Csevi
Eva-Martina Weyer / 29.07.2019, 07:45 Uhr - Aktualisiert 30.07.2019, 09:55
Schwedt (MOZ) Mit ihren Mietern und vielen anderen Interessenten hat die Schwedter Wohnungsbaugenossenschaft Wobag  am Sonnabend ein großes Familienfest gefeiert. Anlass war der 60. Geburtstag des Unternehmens. Schon eine Stunde vor Festbeginn waren die ersten Besucher da und sicherten sich die besten Plätze.

Es wurde ein Sommernachmittag wie er im Buche steht: Mit einer Geburtstagstorte, die für genau 150 Stücke reichte. Mit Seifenkistenrennen, Hüpfburg und Wiesenwasserrutsche für die Kinder und Liegestühlen allerorten für die älteren Gäste.

Besonders interessiert verweilten die Besucher im Info-Zelt der Wobag. Dort reizte eine Fotoausstellung mit Bildern aus sechs Jahrzehnten Wohnungsbau zum Anschauen und weckte Erinnerungen. Rentnerin Karin Mählig war ganz gerührt. "Ich bin seit Mai 1965 Wobag-Mitglied. Wir waren so stolz, als wir unsere Wohnung am Marchlewskiring gekriegt haben. Jetzt wohne ich in der Auguststraße mit einem außenliegenden Fahrstuhl. Der ist eine feine Sache."

Mit ihren Mietern und vielen anderen Interessenten hat die Schwedter Wohnungsbaugenossenschaft Wobag ein großes Familienfest gefeiert. Anlass war der 60. Geburtstag des Unternehmens. Eine Geburtstagstorte, die für die ersten  150 Besucher reichte. Mit Seifenkistenrennen, Hüpfburg und Wiesenwasserrutsche für die Kinder und Liegestühlen allerorten für die älteren Gäste. Wer am Abend zum Jubiläumskonzert auf die Odertalbühne gekommen war, erlebte mit der Band Jolly Jumper einen spaßigen Sommerabend mit Rock und Pop und eine Feuershow.
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Ein Mann zeigte auf die ausgestellten Fotos mit Plattenbauten und Hochhäusern der Stadtteile Talsand und Waldrand: "Ich habe zu DDR-Zeiten im Betonwerk in der Eisengießerei gearbeitet und genau für diese Wohnungen Betonteile gebaut." Karla Meye lebt seit 1982 in einer Genossenschaftswohnung am Kniebusch und sagt: "Ich will da nicht weg. Schwedt hat sich so schön verändert mit frischen Farbanstrichen und so."

An dieser Veränderung hat die Wobag einen großen Anteil. 1989 hatte die Genossenschaft rund 8300 Wohnungen. So viel wie nie zuvor. Heute liegt der Wohnungsbestand bei 4500. Wie Vorstand Matthias Stammert erzählt, ist die Wobag seit 1989 auf Schrumpfungskurs. "Wir reißen ab, sanieren und bauen neu. Manchmal kleiner und feiner. Denn die Ansprüche der Mieter sind gestiegen." Aufzüge seien das klassische Thema des Nachrüstens. So habe die Wobag  2018 Häuser in der Suttnerstraße mit Aufzügen ausgestattet. Gerade würden die Bauarbeiten dafür in der Beimlerstraße 12 bis 22 und im Wolfring 1 bis 13 und 33 bis 45 laufen.

Zurzeit plant die Wobag, wie sie den Stadtumbau im Wohnkomplex Kastanienallee fortsetzt. Dort ist der Leerstand am größten. Er liegt bei 4,5 Prozent und steigt weiter, weil Bewohner sterben. "Wir haben im Stadtteil Kastanienallee 500 Wohnungen und die Mieter gefragt, wie sie ihre Zukunft im Stadtteil sehen. Wir müssen eine Mischung finden zwischen Sanierung, Umbau und Neubau", erläutert Matthias Stammert, der seit sechs Jahren Vorstand ist und ein Vierteljahrhundert bei der Genossenschaft arbeitet.

Für ihn sei es immer schön, auf Festen mit Mietern ins Gespräch zu kommen. "Die Leute wollen einfach mit uns reden. Sie fragen zum Beispiel zu Wohnungssanierungen und zu Grundrissveränderungen. Das geht auf so einem Familienfest ungezwungener als im Büro."

Wer am Abend zum Wobag-Konzert auf die Odertalbühne gekommen war, erlebte mit der Band Jolly Jumper einen spaßigen Sommerabend mit Rock und Pop.

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