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Der Sietzinger Kirchturm ist nach der fachgerechten Erneuerung des Gebälks wieder mit Haube und Glocken komplett.

Sanierung
Richtfest am Sietzinger Kirchlein

Ulf Grieger / 31.07.2019, 07:30 Uhr - Aktualisiert 31.07.2019, 15:26
Sietzing (MOZ) Der große Drehkran der Firma Kranservice Jäke aus Fürstenwalde war am Dienstagmorgen schon von weitem zu sehen. Darin folgte Kranführer Karsten Frohloff den Anweisungen des Zimmerers Klaus Ritschel. Der erfahrene Handwerker stand hoch oben auf dem Sietzinger Kirchturmgebälk, und nahm mit seinem Kollegen Silvio Richter die einzelnen Bauelemente für den Glockenstuhl in Empfang.

Etwa ab 8 Uhr hatten die Zimmerer der Firma Jürgen Friedrich aus Frankfurt damit begonnen, das restaurierte Gebälk für den Glockenschauer und den Turm zu montieren. Am 10. Mai hatten sie das morsche Gebälk demontiert und auf die Erde bugsiert.  In der Zwischenzeit haben sie die maroden Teile durch unbehandeltes Kiefernstammholz ersetzt.

Am 30. Juli  gab es eine spannende Phase der Sanierung der Kirche Sietzing. Die erfolgt aktuell für 600 000 Euro. Etwa ab 8 Uhr begannen die Zimmerer der Firma Jürgen Friedrich aus Frankfurt damit, das restaurierte Gebälk für den Glockenschauer und den Turm zu montieren. Am 10. Mai hatten die Handwerker das morsche Gebälk demontiert und auf die Erde bugsiert. Nun kam auch die Turmhaube wieder an ihren Platz. Dann können die Biberschwänze rauf.
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Turmsanierung mit Richtfest Sietzing

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Nach dem Glockenstuhl wurden die beiden Glocken, die die Aufschrift BVG tragen und mit reichlich Patina überzogen sind,  wieder eingehängt. Dank der guten Einweisung und dem genauen Arbeiten des Kranführers klappte das wie am Schnürchen. Es sind zwei Stahlgussglocken des Bochumer Vereins für Bergbau und Gußstahlfabrikation (BVG) aus dem Turmbaujahr 1883. Nun kam auch die Turmhaube wieder an ihren Platz. Die stand neben dem Fachwerkgerippe und wurde von Karl-Heinz Sommerfeld zunächst noch mit einer Richtkrone bestückt. Eichenlaub soll dabei für Beständigkeit stehen, erklärte der Kirchenälteste. Die Schaulustigen, zu denen auch Letschins Bürgermeister Michael Böttcher und Sietzings Ortsvorsteherin Ines Zochert-Köhn gehörten, beobachteten, wie die Turmhaube vorsichtig emporgehoben und  passgenau auf den Turm gesetzt wurde. Ein historischer Moment für das kleine Dorf und sein 1803 erbautes Kirchlein. Die Dorfjugend war, anders als bei der Abnahme der Turmelemente im Mai, diesmal nicht mit von der Partie. Die Kita hat Ferienpause.

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Die Kirche kann nach der 600 000 Euro teuren Sanierung, für die EU-Mittel in Höhe von 450 000 Euro fließen, mit Tee­küche und Sanitärräumen auch für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden. Schon als "Schaustelle" ist sie ein beliebter Veranstaltungs- und Treffpunkt. So war am Sonnabend auch der CDU-Spitzenkandidat Ingo Senftleben dort, berichtete Ines Zochert-Köhn: "Wir haben ihm natürlich auch unsere Sorgen mit auf den Weg gegeben wie den Wunsch nach einem Halt der Bahn am Bahnhof, der für unsere Schulkinder so wichtig wäre."

Karl-Heinz Sommerfeld ist gespannt, wie der Turm aussieht, wenn er Lärchenholzbretter als Verblendung hat. Sie werden nicht behandelt. Am Nachmittag gaben die Sietzinger für die Bauleute ein kleines Richtfest.

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