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Bildung
Allererste Stunde in der Schulbank

Kerstin Ewald / 05.08.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 06.08.2019, 11:50
Bernau (MOZ) Herzlich Willkommen in der 1a" steht an der Tafel. Horterzieherin Ilona Hohmann und Klassenleiterin Heike Hertel haben den Raum für die erste kurze Schulstunde liebevoll vorbereitet. Auf jeder Schulbank stehen Namenskarten –  Pia, Linus, Oskar, Talea, Pepe, Moritz und wie sie alle heißen – und sind zwei kleine Zuckertüten dekoriert. Bis alle 22 Kinder ihren Platz gefunden haben und die Mappen an den Schulbänken hängen, dauert es eine Weile. Die 1a ist eine Regelklasse an der Georg-Rollenhagen-Grundschule in Bernau. Dort sind die Schulanfänger unter sich. Die anderen 27 Abc-Schützen, die Schulleiterin Elke Pätz auch am Samstag offiziell in die Rollenhagen-Schule aufnahm, lernen in "Flexklassen". Dort werden Erst- und Zweitklässler gemeinsam unterrichtet.

Sachte Eingewöhnung

"So liebe Klasse 1a", sagt Lehrerin Hertel in deutlicher und lebhafter Aussprache, "heute sind wir noch zu aufgeregt, um zu lernen. Wir gucken uns jetzt erst einmal  zusammen den Klassenraum an." An der grünen Wandtafel hängen 22 Kärtchen. "Bitte, wer erkennt seinen Namen dort?" Viele Kinder melden sich. Ein Mädchen redet dazwischen. Heike Hertel hält ein laminiertes Blatt hoch, auf dem ein Kind aufgemalt ist, das den Arm hebt. "Bitte meldet euch, wenn ihr etwas sagen wollt", erklärt sie geduldig.

Jetzt sollen alle in ihren Schulranzen schauen. "Habt ihr eine gelbe Postmappe dabei?" Manche Kinder gucken verwirrt. "Dort legt bitte diesen Brief an eure Eltern hinein", fordert sie die Kinder auf. Manche Kinder finden den passenden Hefter nicht. Frau Hertel hilft. Die Postmappe eines Mädchens ist nicht gelb sondern durchsichtig. "Macht nichts", tröstet die Lehrerin. Das Kind fasst Vertrauen und wird gesprächig: "Meine Schwester ist auch schon in der Schule…",

Ein Platz gleich vorne bei der Lehrerin ist noch frei. "Überlegt mal", fordert Heike Hertel die Kinder auf. "Wer könnte denn da sitzen?" Klassischerweise ist das der Platz, auf den unruhige Schüler zur speziellen Beobachtung gesetzt werden, aber das können die Anfänger noch nicht wissen. Sie rätseln, keiner kommt drauf. "Na Mimi, das Klassenmaskottchen, sitzt da!", klärt Heike Hertel und drapiert ein gelb gestreiftes Plüschkätzchen auf die freie Bank.

Katze Mimi bekam jede erste Klasse von Schulleiterin Elke Pätz bei der großen Einschulungsfeier in der Turnhalle überreicht. Sie fand bereits am Morgen vor der ersten Schulstunde statt. Dort hatten die älteren Schüler mit ihrer Musiklehrerin Gitta  Bormann für die Schulanfänger und vor rund 300 Gästen die "Königin der Farben" aufgeführt – mit gut einstudierten Einlagen der Tanz AG, die Nicole Bollmann leitet.

Talea, die heute auch ihren ersten Tag an der Rollenhagen-Schule hatte, gefiel es ganz gut, sie will gerne wieder herkommen. Ihre Kindergartenfreundin Anni wurde am gleichen Tag in Schönow eingeschult. Im Garten bei Anni zu Hause feiern die beiden heute mit Eltern, Großeltern und Freunden weiter. Viele Erstklässler erleben ihren großen Tag so oder so ähnlich.

Bootstour zur Einschulung

Etwas anders lief am Sonnabend es für die Schulanfänger in Zerpenschleuse  ab. Sie durften heute auf einem Kahn den Finowkanal hinab schippern und wurden dabei mit Eis und über dem Wasser hängenden Zuckertüten überrascht. Initiert hatte das kleine Defilee Vater Birger Witt. Begleitet wurde der Kinderkahn vom Rettungsboot der Zerpenschleuser Feuerwehr. Die Angehörigen winkten von Brücke.

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