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"Bunt statt Braun"
Die Eichen wackelten wieder beim Biesenthaler Nachwuchsband-Festival

Rocken den Jugendclub: Die Gruppe Fearless Mind spielte am  Samstag im Kulti Biesenthal. Ein überwiegend junges Publikum  feierte lokale Nachwuchsbands.
Rocken den Jugendclub: Die Gruppe Fearless Mind spielte am Samstag im Kulti Biesenthal. Ein überwiegend junges Publikum feierte lokale Nachwuchsbands. © Foto: Sergej Scheibe
Kerstin Ewald / 06.08.2019, 11:13 Uhr
Biesenthal (MOZ) Die "Rockende Eiche" ist erwachsen geworden. Das Nachwuchsbandfestival, das sich das Motto "Bunt statt Braun" auf die Fahnen geschrieben hat, rockte am Samstag zum 18. Mal Biesenthal. Zehn Bands spielten Punk sowie Hardcore-Musik und lockten 450 zumeist junge Zuschauer an. Diese ließen sich vom anfänglichen Regen nicht den Spaß verderben.

"Wir freuen uns besonders, dass wir dieses Mal auch zwei polnische Hardcore-Bands im Programm hatten", berichtete Sebastian Hennig vom Jugendzentrum Kulti in Biesenthal. Die Triola Band war eigens aus der polnischen Stadt Nowy Tomyls angereist, um das Publikum mit harten Klängen zum Pogen zu bringen. Mit Nowy Tomyls verbindet Biesenthal eine 20-jährige Städtepartnerschaft. Die zweite polnische Band kam aus Danzig: "Die Gruppe Hellvoid wollen wir unbedingt auch im Auge behalten", schwärmte Sebastian Hennig, "ich bin mir sicher, dass sie sich gut entwickeln wird." Er hofft, dass die Danziger Jungs nicht zum letzten Mal in Biesenthal waren. Daneben feierte das überwiegend junge Publikum die Nachwuchsbands aus der Region, darunter The Future Died Last Night, Dead Phoenix, Empire of Giants, Delta Alpha  und MrsGoat.

Festival soll vielfältiger werden

Auch Bürgermeister Carsten Bruch (CDU) machte ein Stippvisite und begrüßte die Gäste. Pogo Tanzen hat ihn zwar niemand gesehen, dafür lobte er das Engagement der Musiker und der Festival-Organisatoren, die teilweise schon seit zwanzig Jahren bei der Vorbereitung mithelfen – alle ohne Bezahlung. Auch zum Motto "Bunt statt Braun" positionierte er sich: "Wir sind gegen Ausgrenzung und gegen Nazis", so Bruch. Unterstützt wurde das Festival auch von den Biesenthaler Firmen TZMO und Märkisch Grün, von der Sparkasse Barnim und der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal. Nächstes Mal will Sebastian Hennig vom Kulti das Line-Up noch etwas vielfältiger gestalten. "Nicht jeder steht auf Hardcore und Metal", gibt er zu, "zum 20-jährigen Jubiläum der Rockenden Eiche geben wir uns Mühe, noch andere Musikstile anzubieten." Vielleicht kommen dann auch die Leute aus Biesenthal, die bisher noch einen Bogen um das Konzert machten.

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