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Unter dem Motto "Hundegeläut und Hörnerklang" findet am 31. August der 1. Schorfheider Wald- und Jagdtag in Groß Schönebeck statt. Nicht nur für Jäger wird etwas geboten.

Jagd
Outdoor-Mode und Wolfsdebatte

Premiere am 31. August: Jägerin Frauke Wettrau-Dehlan (v. l.), Anke Bielig, Tourismusbeauftragte der Gemeinde Schorfheide, Kerstin Kämpfe und Helmut Suter vom Jagdschloss Schorfheide sowie Revierleiter Hanjer Garbe organisieren den 1. Wald- und Jagdtag.
Premiere am 31. August: Jägerin Frauke Wettrau-Dehlan (v. l.), Anke Bielig, Tourismusbeauftragte der Gemeinde Schorfheide, Kerstin Kämpfe und Helmut Suter vom Jagdschloss Schorfheide sowie Revierleiter Hanjer Garbe organisieren den 1. Wald- und Jagdtag. © Foto: susan hasse
Susan Hasse / 08.08.2019, 08:15 Uhr
Groß Schönebeck (MOZ) Hundegeläut und Hörnerklang lautet das Motto des Wald- und Jagdtages am Jagdschloss in Groß Schönebeck, der am 31. August stattfinden soll. An diesem Sonnabend steht im Schorfheide-Dorf alles im Zeichen von Natur, Jagd und Tradition. "Das Thema Jagd und die Schorfheide sind seit Jahrhunderten miteinander verbunden", erklärt Kerstin Kämpfe, die seit jüngstem für Veranstaltungen im Jagdschloss Schorfheide zuständig ist. Mit einem Wald- und Jagdtag soll dieses Profil nun weiter geschärft werden. Das Jagdschloss in Groß Schönebeck, das mit viel Mühen und Geld von der Gemeinde Schorfheide saniert und mit Leben gefüllt wurde, soll am 31. August im Zeichen der Grünröcke stehen.

Zielgruppe des Wald und Jagdtags sind dabei nicht nur Jäger, Touristen und Ausflügler, sondern vor allem auch die Menschen von hier, so Kerstin Kämpfe. "Natur, Landliebe und Jagd liegen schließlich  im Trend", ergänzt Frauke Wettrau-Dehlan. Die passionierte Jägerin ist für die tierischen Stars des Tages verantwortlich: Sie organisiert die Jagdhundeschau. Neben zahlreichen Verkaufsständen mit Wildbratwurst, Wildschwein am Spieß, Schnaps und Schmuck wird es für die Besucher ein buntes Rahmenprogramm geben, kündigt Kerstin Kämpfe, Veranstaltungsmanagerin des Jagdschlosses an. Auch an die Kinder wurde gedacht: Die Waldschule lädt in ihre Hirscherlebniswelt und zum Basteln ein, ein Falkner zeigt seine Greifvögel und das Naturmobil wird mit Exponaten vor Ort sein.

Bracken, Terrier und Teckel

Gestartet wird der Wald- und Jagdtag um 11 Uhr mit traditionellen Jagdhörnern. Ab 12 Uhr wird eine Modenschau von jagdlicher Gebrauchsmode, die auch für Outdoor-Fans geeignet ist, gezeigt. "Wir zeigen die neusten Trends für Wald und Flur", sagt Frauke Wettrau-Dehlan. Bereits zum Barockfest gab es eine Modenschau, die großen Anklang fand, erinnert sie. Ein weiterer Höhepunkt dürfte ab 13 Uhr die Jagdhundeschau sein. Jede Menge Hundegeläut wird erwartet, denn es kommen mindestens 50 Vierbeiner. Die Jagdhundexpertin und selbst mehrfache Hundeführerin Frauke Wettrau-Dehlan hat zahlreiche Jagdhundeführer eingeladen. Es werden einzelne Hunderassen, so etwa Bracken, Teckel und Terrier, vorgestellt und erklärt, welche Eigenschaften und Fähigkeiten sie haben.

Zudem wird es ab 14.30 Uhr beim Wald- und Jagdtag in Groß Schönebeck einen Jagdhornbläser-Wettbewerb geben. Dieses bei der Jagd traditionelle Instrument ist zwar wohlklingend für die Ohren, aber auf hohem Niveau schwer zu spielen. Bislang haben sich fünf Bläsergruppen angemeldet um ihr Können miteinander zu messen, darunter die Schorfheider Jagdhornbläser aus Groß Schönebeck und die Jagdhornbläsergruppe Hubertusstock unter Leitung des Eichhorsters Lutz Hamann. Sogar eine Bläsergruppe aus dem nordhessischen Melsungen wird erwartet. Wer am besten ins Horn bläst, entscheidet dabei nicht wie üblich eine tonerprobte Jury, sondern das Publikum, erklärt Kerstin Kämpfe. "Die Eintrittskarte ist zugleich der Stimmzettel."

Gegen 17 Uhr geht es schließlich um den einstigen Vorfahren und heute größten Feind der Jagdhunde im Wald  – den Wolf. "Schießen oder schützen", fragt Moderator und Jagdrechtsexperte Florian Asche seine Mitdiskutanten. Eingeladen zum Mitreden wurden Freunde des Wolfes, aber auch Kritiker, die dem sich stark ausbreitenden Isegrim gern an den Pelz möchten. "Es ist für alle etwas dabei", verspricht Kerstin Kämpfe.

Bis Ende des Monats müssen nur noch ein paar Kleinigkeiten organisiert werden, um den Wald- und Jagdtag am Schloss zum Erfolg werden zu lassen. Wagnis bleibt allein das Wetter: Jagdgöttin Diana könnte sicher mit Pfeil und Bogen nachhelfen, wenn der Wettergott aus heiterem Himmel Wolken schickt.

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