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Eisenhüttenstadt hat weniger als 25 000 Einwohner

Blick auf den Wohnkomplex 4 in Eisenhüttenstadt. Die Einwohnerzahl in der Stadt sinkt.
Blick auf den Wohnkomplex 4 in Eisenhüttenstadt. Die Einwohnerzahl in der Stadt sinkt. © Foto: Bernd Geller
Stefan Lötsch / 12.08.2019, 06:45 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Eisenhüttenstadt hatte laut der offiziellen Statistik des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg Ende des vergangenen Jahres 24 633 Einwohner. Das geht aus Daten hervor, die jüngst veröffentlichen wurden. Das sind 424 Einwohner weniger, als noch ein Jahr zuvor. Damit verliert keine andere Kommune im Landkreis Oder-Spree nicht nur in absoluten Zahlen so viele Einwohner wie die Stahlstadt. Im Landkreis Oder-Spree hat die Einwohnerzahl vor allem in den randberliner Gemeinden zugenommen.  Laut der eigenen Zählung der Stadt lag die Zahl der wohnberechtigten Bevölkerung dagegen Ende des vergangenen Jahres bei 26 144 Einwohnern. Bei der offiziellen Zahl fließen die Ergebnisse der Zensus-Bevölkerungs-Zählung mit ein, die die Stadt anzweifelt.

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Werner Matzat 13.08.2019 - 10:45:01

Einwohnerschwund = Mietsteigerungen = Weniger Mieter bezahlen Mehr - Wie so oft liegt die "Wahrheit" oder die "Wahrheiten" irgendwo in der Statistik!

Sehr geehrter Redakteur, Stefan Lötsch, Sehr geehrte LeserInnen, Manchmal liefern unsere "Qualitätsmedien" dem Leser doch die richtigen Nachrichten. Sie haben es vollkommen richtig erkannt, wenn sie in ihrem Kommentar, der Montagsausgabe der Märkischen Oderzeitung, vom 12.08.2019, auf Seite 13, zum Rückgang der Einwohnerzahl schreiben: "Ein Stadtfest reicht sicherlich nicht, um den deutlichen Abwanderungstrend zu stoppen. Vielmehr steigt der Leerstand an den Wohnungen in der Stadt wieder." (ENDE) Zahlen lügen nicht. Die Zahlen, des Amtes für Statistik Berlin - Brandenburg, weisen weiterhin Richtung Einwohnerschwund. Darauf hätte die Stadt schon vor Jahren reagieren müssen. Doch in Eisenhüttenstadt regiert jetzt ein (SPD) "Mehr miteinander" in der Vorfreude auf das 20. Eisenhüttenstädter Stadtfest. Dieser Zustand ist nämlich der einzig wahre Grund, bei unseren beiden Großvermietern, der Eisenhüttenstädter Gebäudewirtschaft (GeWi) und der Eisenhüttenstädter Wohnungsbaugenossenschaft (EWG), die Mieten für den Rest - Bewohner steigen zu lassen. Denn weniger Einwohner heißt, weniger Mieter bezahlen mehr und der Allerletzte, in dieser Stadt, zahlt seine Kosten dann im Millionenbereich (wenn Er/Sie kann, oder etwa nicht?). Doch die Wahrheit liegt unter der Oberfläche. Die Kehrseite sind jedoch jahrelang ausgebliebene Investitionen in Straßen, Gehwege, Streckennetze, schlecht bezahlte Jobs, Kinder – Altersarmut, bezahlbare Mieten, Bahnhof - Ausstattung, Schulgebäude, Lehrer, Kita - Erzieher, Top Kulturangebote, Ärzteversorgung, Breitbandnetz, Tankstellennetz für Elektroautos (wer es braucht?), 1 A Gebäudesanierungen zum Klimaschutz mit Energieeinspareffekt und Mangelfrei für Mieter, vernünftige Mindestrenten und die flächendeckende Ausstattung mit Hochgeschwindigkeits - Internet. Um nur ein paar Beispiele zu nennen. Das wirkliche Leben geht an der Eisenhüttenstädter Bevölkerungsschicht vollständig vorbei. Einwohnerschwund hin, oder Stadtfest Feierei her. Selbst der DGB Niedersachsen schreibt dazu, am 08.08.2019, Mietpreisexplosion trifft ältere Generation besonders hart! Die Altersarmut liegt in Niedersachsen bei 21 Prozent. Immer mehr Rentnerinnen und Rentner können sich die überhöhten Mieten kaum noch leisten. Sie sehen, diese Probleme berühren Ost wie West, Niedersachsen und Eisenhüttenstadt in Brandenburg. Quelle: https://niedersachsen.dgb.de/themen/++co++bfc3e2de-b39e-11e9-958e-52540088cada --- Eine Erkenntnis gilt aber bundesweit. Die Infrastruktur ist in unterschiedlichen Bereichen in einem schlechten Zustand. Im Osten kommt die prekäre Arbeits - und Verdienstsituation noch hinzu. Führung bedeutet, ob Bund, Land, Kommunal, - Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung für Werte, Menschen, Organisationen oder gar, wie hier, einer Stadt. Jeder, der Teil einer Führung ist, muss das wissen und sich dieser Aufgabe und dieser Verantwortung stellen. So weit die Theorie. Man kann es nur immer und immer wieder wiederholen, in der Praxis, herrscht bedauerlicherweise die organisierte Verantwortungslosigkeit. Jahrelanges Nichtstun und die Macht aller verantwortlichen Bund, Land und Stadt - Politiker ist nach wie vor eine der größten Gefahren für die hier lebenden Einwohner und letztendlich der Demokratie. Die anstehenden Landtagswahlen, am 01. September, in Brandenburg, werden somit bei manchen Parteifreunden für Entsetzen sorgen. Da ist es schon fast wieder egal, dass Ministerpräsident Woidke (SPD), nebst Gefolgschaft, keine Lösungen für Brandenburg bieten kann. Er demonstriert nicht Verantwortungsbewusstsein, sondern Mutlosigkeit, Ratlosigkeit und Führungslosigkeit. Das einzige bisher erkennbare Ergebnis ist ein immer offener zutage tretendes Machtvakuum, gepaart mit Orientierungs - und Richtungslosigkeit. Das heißt im Fazit: Unterm Strich rufen alle wählbaren Kandidaten ganz laut nach einem weiter so. Solange aber narzisstische Politiker, auf Bundes - Landes - oder kommunaler Regierungsebene und dazu ein entfesselter, neoliberaler Kapitalismus herrschen werden unsere Probleme nicht lösbar sein. Sehr geehrte Eisenhüttenstädter LeserInnen und Bürger; Noch weitere Fragen dazu? Zu Risiken und Nebenwirkungen beim Verlust von Einwohnern und ihrer Lebenssituation in Eisenhüttenstadt fragen sie am besten ihren derzeitigen aktuellen Bürgermeister oder andere Verantwortliche aus der Stadt - Landes - oder Bundes Politik.

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