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Radsport
Von nachts 3 Uhr bis abends um Sechs

Acht der neun Radsport-Marathonis: Mehr als 350 Kilometer legten sie am Wochenende mit nur drei halbstündigen Verpflegungspausen auf dem Weg von der Uckermark an den Rand des Spreewalds und wieder nach Angermünde zurück.
Acht der neun Radsport-Marathonis: Mehr als 350 Kilometer legten sie am Wochenende mit nur drei halbstündigen Verpflegungspausen auf dem Weg von der Uckermark an den Rand des Spreewalds und wieder nach Angermünde zurück. © Foto: Wolfgang Baumüller
Wolfgang Baumüller / 14.08.2019, 02:15 Uhr
Greiffenberg Die uckermärkischen Radsportler, die sich insbesondere in den Trainingsgruppen des TSV Blau-Weiß Schwedt rekrutieren, sind auch in diesem Sommer wieder äußerst aktiv: Am zurückliegenden Sonnabend stand ein weiterer Ultramarathon im TSV-Veranstaltungskalender.

Diese jährliche Fahrt wird seit 2014 – in den ersten Jahren noch als Spendentour für die Angermünder Lebenshilfe – absolviert. Anfänglich über mehr als 400 km, misst sie seit 2018 verkürzt noch etwa 350 km. In diesem Jahr nahmen zwei Frauen und sieben Männer die anspruchsvolle Fahrt zum Spreewald und zurück auf sich.

Der Start bei Dunkelheit und verhangenem Himmel um 3 Uhr nachts in Angermünde ließ in Anbetracht des Wetterberichtes nichts Gutes erahnen. Von Kilometer zu Kilometer hofften die Sportler auf ein Einsehen von Petrus. Es sollte alles gut werden. Es blieb trocken, aber dafür war es sehr windig. Die Fahrt ging über Oderberg ins Oderbruch, weiter über Seelow nach Müllrose. 113 km waren geschafft – es gab die erste Verpflegung. Die Besatzung des Begleitfahrzeuges – Monika Baumüller und Hans-Jürgen "Fiete" Fiedler – hatte sich schon liebevoll um den Aufbau des Buffets gekümmert.

Vorbei ging’s am Senft-Museum

Nach 30 Minuten ging es weiter: Friedland, Lieberose und Lübben waren Stationen. Auf Grund einer Baustelle (die Rennradfahrer konnten einen "Schleichweg" benutzen) gab es zeitweise keinen Sichtkontakt zum Begleitfahrzeug. "Fiete" musste sich anstrengen, um die Pedaleure bis zur nächsten Verpflegung in Leibsch (km 205) einzuholen.

Tisch decken, den Hunger stillen und vor allem trinken waren angesagt. Die Garderobe musste gewechselt werden, denn die Sonne über den Wolken wärmte doch ordentlich.

Nach 35 Minuten ging es weiter; auf nicht ganz so stark befahrenen und teilweise herrlich bewaldeten Straßen Richtung Norden. In Storkow wurde das Museum von Didi Senft – allen Radsportfans als Tourteufel bekannt – passiert. Vor zwei Jahren hatte ein Eintagestraining die TSV-Radsportler zu dieser Sehenswürdigkeit geführt. Der Rest der Strecke betrug noch 115 km.

Ein Kilometer vor Strausberg gab es die dritte Verpflegung.  Das Auto fuhr 10 km vorher voraus, um alles vorzubereiten. Der Zeitplan sah in Anbetracht des Rückenwindes recht gut aus, sodass die Pause auf 40 Minuten ausgedehnt wurde. Die letzten 75km wurden dann auch wegen der nachlassenden Kräfte ein ganz klein wenig ruhiger gefahren.

Kilometer 310: Es zischte! Reifenpanne bei Gaby Stäudten. Schnell wurde der Schlauch gewechselt. Weiter ging‘s, das Ziel war fast schon in Rufnähe. Aber es mussten nach dem Schiffshebewerk, Oderberg und Neuendorf noch ein paar Anstiege gemeistert werden. Noch weniger als 20 km. Die taten richtig weh.

Angermünde kam in Sichtweite. Ziel. Foto, umziehen, Material in den Fahrzeugen verstauen und kleine Zielfeier im Kaffee "Seeblick" am Mündesee (Danke den Betreibern für den liebevollen Empfang). Alles lief wie am Schnürchen. Was blieb? Große Anerkennung für die Betreuer Monika Baumüller und Hans-Jürgen Fiedler, Anerkennung und echter Respekt den beiden mitfahrenden Frauen! Und: Gratulation an alle, die größtenteils wiederholt an der sehr anspruchsvollen Fahrt teilgenommen haben.

Mehr als zwölf Stunden aktive Radfahrzeit

Technische Daten:Gesamtstrecke: 353 Kilometer; unterwegs insgesamt etwa 15 Stunden, davon aktive Fahrzeit auf dem Rad 12:30 h; Durchschnittsgeschwindigkeit 28,2 km/h bei 1125 überwundenen Höhenmetern auf der Gesamtstrecke

Die Teilnehmer: Martina Löhrs, Gaby Stäudten, Axel Dittmar, Eckhart Kurth, Uwe Koch, Sven Prehn, Bodo Bittner, Martin Schröder und Eddy Baumüller⇥bau

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