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Landtagswahl
Heute-Show folgt Woidke und Baerbock nach Oberhavel

Jürgen Liebezeit / 14.08.2019, 14:47 Uhr - Aktualisiert 14.08.2019, 15:29
Borgsdorf/Hohen Neuendorf. (MOZ) Wenn es nach der Gunst der interessierten Wähler geht, dann haben die Bündnisgrünen in Hohen Neuendorf die Nase vor der SPD vorn. Zumindest am Dienstagabend: Während der Wahlkampfauftritt von SPD-Landesschef Dietmar Woidke in Borgsdorf von gut 100 Menschen besucht wurde, füllten am Dienstagabend etwa 150 Personen die Mensa der Grundschule in der Niederheide, wo sich Annalena Baerbock, die Bundesvorsitzende der Bündnisgrünen, den Fragen des Publikums stellte. Dabei musste die SPD richtig trommeln, damit der Biergarten vom "Weißen Hirsch" voll wird. Denn ein Team der "Heute-Show" hatte sich angekündigt. Das Satire-Magazin sollte keine leeren Tische zeigen, wenn es die märkischen Sozialdemokraten durch den Kakao zieht. Das ist gelungen. Artig klatschten die Genossen, wenn SPD-Landtagskandidatin Inka Gossmann-Reetz und Woidke ihre klassischen Themen wie Innere Sicherheit, Familie, Pflegereform und Ehrenamt präsentierten. Motto: Wir haben viel erreicht und wollen weitermachen, um noch mehr zu erreichen.

Nur weiterzumachen wie bisher geht aus Sicht der Bündnisgrünen gar nicht. Annalena Baerbock warf der rot-roten Landesregierung vor, viel zu wenig für Klimaschutz und Verkehrswende zu tun. Dabei räumte sie aber auch ein, dass es nicht so schnell gehe, weil alles viel zu komplex sei. Gut eine Stunde beantwortete sie routiniert und faktenreich die Fragen, darunter auch kritische aus den Reihen bekennender Grünengegner. Moderiert wurde die Runde von der bündnisgrünen Direktkandidatin Julia Schmidt. Doch davon bekam das Team der "Heute-Show", das auch in Hohen Neuendorf recherchierte, gar nichts mehr mit. Es hatte seine Szenen schon im Kasten und zählte auf dem Parkplatz der Grundschule die Autos. Es gab am Abend keine Lücke mehr. Allerdings waren auch die Fahrradständer gut gefüllt.

Der Wahlkampf-Beitrag der Fernsehteams wird nach Angaben von Redakteur Lutz van der Horst voraussichtlich am Freitag vor der Wahl online gestellt. Eine TV-Sendung gibt es in der Sommerpause nicht.

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Paul Müller 14.08.2019 - 16:10:47

Wow, wenn sich selbst das ZDF ...

... in ostdeutsche Niederungen begibt, dann muss es dramatisch um unsere „Volksparteien“ stehen :) ...

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