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Der 22-jährige Mann verbüßt eine zehnmonatige Freiheitsstrafe in der JVA Wulkow.

Fahndung
Getürmter Häftling stellt sich der Polizei

Per Hubschrauber suchte die Polizei am Dienstag den ausgebüxten Freigänger.
Per Hubschrauber suchte die Polizei am Dienstag den ausgebüxten Freigänger. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
MOZ / 14.08.2019, 18:28 Uhr
Eberswalde (MOZ) Die Polizei konnte die Fahndung nach dem Häftling, der sich am Dienstag beim Besuch des Jobcenters Eberswalde "abgesetzt" hatte, einstellen. Der Gesuchte habe sich am Mittwoch selbst auf dem Polizeirevier Eberswalde gemeldet, heißt es. Inzwischen sei er wieder in der Justizvollzugsanstalt Wulkow (Neuruppin). Dort verbüßt der 22-jährige Mann aus dem Oberbarnim eine zehnmonatige Haftstrafe wegen eines Gewaltdelikts, so JVA-Leiter Wolf-Dieter Voigt.  Der Insasse sollte am 30. August entlassen werden. Dieser Termin werde sich nun verschieben.

Laut Voigt sei der Mann mit einer Gefährlichkeitsprognose "Äußerst gering" begutachtet worden. Wie der Anstaltsleiter weiter erklärte, befand sich der Insasse in einer Lockerung. Laut Brandenburgischem Justizvollzugsgesetz, Paragraf 50, sei die JVA verpflichtet, den Strafgefangenen "zur Vorbereitung der Eingliederung entsprechende Lockerungen zu gewähren". Im konkreten Fall ging es beim Jobcenter-Termin um die Vorbereitung der Wohnungsübergabe. Der Häftling war durch einen Betreuer begleitet worden. Dem Vernehmen nach hat der Insasse einen Moment der Abwesenheit des Betreuers genutzt, um sich aus dem Staub zu machen. Voigt zufolge sei ein solcher Vorfall "ausgesprochen selten".

Die Anstalt Wulkow gehört – wie auch die Anstalt Wriezen – zur JVA Nord-Brandenburg. In Wulkow sitzen aktuell 153 Häftlinge ein, bei 160 Plätzen.

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