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Aktionstag
Unfallkasse wirbt in Neuruppin für Fahrradsicherheit

Informiert: Volker Langmann, der bei der Ostprignitz-Ruppiner Polizeidirektion in der Präventionsabteilung arbeitet, sprach mit Schülerinnen und Schülern des Evangelischen Gymnasiums auf dem Hof der Hauptwache der Neuruppiner Feuerwehr.
Informiert: Volker Langmann, der bei der Ostprignitz-Ruppiner Polizeidirektion in der Präventionsabteilung arbeitet, sprach mit Schülerinnen und Schülern des Evangelischen Gymnasiums auf dem Hof der Hauptwache der Neuruppiner Feuerwehr. © Foto: Siegmar Trenkler
Siegmar Trenkler / 14.08.2019, 19:15 Uhr
Neuruppin (MOZ) Wenige Zentimeter Hartschaum oder Kunststoff – sie machen bei einem Unfall mit dem Fahrrad oft einen entscheidenden Unterschied. Denn dicker sind moderne Fahrradhelme nicht, die im Ernstfall den Kopf schützen sollen. Bei Kindern wird schon oft hinreichend darauf geachtet, dass sie durch die Kopfbedeckungen geschützt sind.  Doch gerade die älteren Semester tun sich bislang noch schwer, weiß Frank Müller vom Alt Ruppiner Radhaus Müller. Nur etwa 20 Prozent der Kunden, die ein normales Rad kaufen, schaffen sich gleich einen Helm mit an. Bei E-Bike-Fahrern sind es immerhin schon die Hälfte der Nutzer. "Das Verständnis dafür, dass sie sinnvoll sind, nimmt zu", konstatiert Müller.

Um auch diejenigen zu erreichen, die bislang noch ohne Helm unterwegs sind, muss Aufklärung betrieben werden. Das passierte am Mittwoch auf dem Hof der Neuruppiner Feuerwache an der Schinkelstraße. Zusammen mit den Brandbekämpfern, der Polizei und der Verkehrswacht, warb dort die Unfallkasse Brandenburg für die Helme.

Viele Radler ohne Helme

Die Notwendigkeit für den Aktionstag wurde den Mitarbeitern der Unfallkasse schon bei der Anfahrt deutlich vor Augen geführt, wie Manuela Hille berichtet, die einen der Infostände der Kasse betreute. "Es gibt hier sehr viele Radfahrer. Wir haben heute aber noch keinen mit einem Helm gesehen", bedauerte sie. Um diesen Missstand unabhängig vom Alter zu ändern, waren sowohl Mitarbeiter der Stadtverwaltung als auch Klassen der weiterführenden Schulen der Stadt zu dem Tag eingeladen. Bei einer Tombola gab es dort beispielsweise Stadthelme zu gewinnen – vollwertige Radhelme, die ansonsten rund 90 Euro kosten würden. "Wenn ich einen gewinnen sollte, würde ich den auch aufsetzen", erklärte Naja Kunze, die im Evangelischen Gymnasium die zwölfte Klasse besucht und bislang ohne Helm unterwegs ist. Spätestens nach der Vorführung der Feuerwehr zum toten Winkel der großen Einsatzfahrzeuge war ihr und auch den anderen Besuchern der Veranstaltung klar, dass jedes bisschen Schutz im Verkehr genutzt werden sollte. "Wenn man das so sieht, macht man sich schon Gedanken", lautete das Fazit.

Nicht nur Fahrradhelme wurden bei dem Aktionstag thematisiert. Besucher konnten sich auch mit Warnwesten eindecken, wurden mit Infomaterial zum holländischen Griff versorgt, hatten die Chance, ihre Reaktionszeit im Fahrsicherheitstraining der Verkehrswacht auf die Probe zu stellen und die anderen Präventionsangebote der Akteure des Tages auszuprobieren.

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Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf.

Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf. Und am Ende steht ein Kürzel.⇥kürzel

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