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Domumfeld
Längsparken als Lärmschutz

Manja Wilde / 15.08.2019, 22:45 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Gesperrte Straßen und Parkplätze, Lärm und Schmutz – damit soll es rund um den Dom bald vorbei sein. "Bei den Bauarbeiten ist ein Ende in Sicht", teilte Christfried Tschepe, der den Bereich Stadtentwicklung im Fürstenwalder Rathaus leitet, im Fachausschuss mit. Die Einmündung der Schulstraße in die Reinheimer Straße ist nur noch bis Ende der Woche gesperrt. Ab Montag stehe der Gehweg an der Seniorenresidenz wieder zur Verfügung.

Autos bleibt die Fahrt durch die Schulstraße bis Ende August verwehrt. "Das liegt am besonders belasteten Be- und Entladebereich, dort muss der Beton vier Wochen aushärten", erklärte Tschepe. Die Schulstraße ist jetzt etwas breiter als vorher. Das solle in der Einbahnstraße auch Radverkehr in Gegenrichtung erlauben. Zudem werde geprüft, ob die Parkplätze am Rathauscenter längs statt schräg zur Fahrbahn angeordnet werden. Bislang weisen die Markierungen zwölf Stellflächen aus, sagte Tschepe. Könnten Pkw auf beiden Seiten der Straße längs parken, fänden bis zu 16 Autos Platz. Weitere Vorteile: Die "Schnauzen" von kleinen Lieferfahrzeugen ragen nicht mehr auf den Gehweg, das Areal sähe wie eine Stadtstraße und weniger wie ein Parkplatz aus.

Auch für die Erdgeschoss-Bewohner des angrenzenden Casa-Reha-Pflegeheims "Haus am Dom" brächte das Längsparken deutlich weniger Lärmbelastung, wenn der fließende Verkehr durch den Parkstreifen vom Haus abrückt, sagte Tschepe.

Was die Neuordnung denn kosten würde, fragte Petra Schumann (FDP). Lediglich für das Abfräsen der Markierung müsse ein vierstelliger Betrag aus dem Topf der Straßenunterhaltungsmittel entnommen werden, erklärte der Fachbereichsleiter. Ob sich Casa Reha an der Finanzierung des Straßenbaus beteiligen müsse, erkundigte sich der sachkundige Einwohner Heinz Almes. Das sei nicht der Fall, informierte Tschepe. Die Maßnahme werde aus Stadtumbaumitteln gezahlt und dafür hätten alle Grundstückseigentümer bereits Ablösebeiträge gezahlt. Außerdem wurden die Straßenausbaubeiträge abgeschafft. Und Jens-Olaf Zänker (Grüne) regte an, Lkw vom Parken auf diesen Flächen auszuschließen. Allgemeines Kopfnicken im Gremium signalisierte Zustimmung. Tschepe versprach, diesen Punkt noch aufzunehmen.

Rosen als i-Tüpfelchen

Ferner darf am Domplatz künftig nicht mehr in der sogenannten Schleppkurve geparkt werden, wodurch der Blick auf Platz und Bauwerk frei bleibe. In der Domstraße und am Domplatz müsse der Zweckverband zudem noch den Regenwasserschacht sanieren, bevor das restliche Großpflaster vervollständigt werden könne.

Als i-Tüpfelchen erhält der Platz noch einige Pflanzen. Mitten in die neue Rundbank kommt noch eine Roßkastanie. Und in die kniehohe Umfriedung, die die Umrisse des ehemaligen Kapitelhauses markiert, sollen weiße und gelbe Rosen gepflanzt werden, stellte Tschepe in Aussicht.

Alles in allem haben die Arbeiten an Schulstraße, Parade- und Domplatz 545 000 Euro gekostet.

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Patrick Maziul 19.08.2019 - 00:09:45

Keine Parkplätze ..

sondern nur eine Lieferzone und aus den 16 Parkplätzen lassen sich 160 ! Fahrradparkplätze herstellen. und das mit sehr wenig Geld und Aufwand. Lärm und Abgase gleich Null, Problem wäre damit viel besser gelöst.

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