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Radsport
"Leisetreter" wagen sich an Paris-Brest-Paris

Freuen sich auf ihre dritte Teilnahme in Frankreich: Hagen Obstück, Karl-Heinz Drobeck und Thomas Gablenz (von links) gehen gut vorbereitet auf die Strecke.
Freuen sich auf ihre dritte Teilnahme in Frankreich: Hagen Obstück, Karl-Heinz Drobeck und Thomas Gablenz (von links) gehen gut vorbereitet auf die Strecke. © Foto: Britta Gallrein
Britta Gallrein / 17.08.2019, 03:30 Uhr
Bernau Auf dem Fahrrad von Paris nach Brest und zurück in nur 90 Stunden. Das ist eine Herausforderung, die sich gewaschen hat. Bewältigen wollen die jetzt drei Bernauer. Die drei "Leisetreter" Hagen Obstück (55), Karl-Heinz Drobeck (59) und Thomas Gablenz (59) machen sich am Samstag auf den Weg in den Pariser Vorort Rambouillet, von wo aus es am Sonntag auf die 1230 Kilometer lange Strecke geht.

Bravo-Rufe für die Fahrer

6000 Teilnehmer aus 39 Nationen sind bei dem Rennen dabei. Die Bernauer wissen, worauf sie sich einlassen. Für alle ist es bereits der dritte Start auf der Tour.

"Das Besondere bei Paris-Brest-Paris ist die Atmosphäre und die Unterstützung durch die Anwohner. In vielen Dörfern und Städtchen stehen die Bewohner Tag und Nacht mit Tischen, auf denen sie Wasser, Kaffee und Kekse anbieten", schwärmt Thomas Gablenz. "Immer wieder hört man Bravo-Rufe oder sieht Namen von Mitstreitern in großen Lettern auf die Straße geschrieben."

Qualifikation erforderlich

Wer teilnehmen will, muss einige Qualifikationen, sogenannte Brevets, erfolgreich absolvieren. Die Distanzen betragen 200, 300, 400 und 600 Kilometer, die die Anwärter in einer bestimmten Zeit absolvieren müssen. Die Bernauer führten ihre Brevets unter anderem zur Ostsee, auf den Brocken oder in den Harz.

In den letzten Wochen vor dem Start haben sich die drei passionierten Radfahrer durch zusätzliche Trainingseinheiten fit gehalten. "Leider bleibt berufsbedingt nur an den Wochenende Zeit für etwas längere Touren. Aber so etwa 200 bis 250 Kilometer haben wir pro Woche absolviert", verrät Thomas Gablenz.

Wie sie sich die Strecke einteilen und wann eine kurze Pause eingelegt wird, entscheiden die drei auf der Strecke. Schlafen kann man in verschiedenen Kontrollpunkten, aber mehr als ein zwei Stunden-Nickerchen ist nicht drin, schließlich sind die 90 Stunden knapp bemessen.

Um die 76 Stunden geplant

Die drei, die möglichst die ganze Tour gemeinsam fahren wollen, haben sich keine bestimmte Zielzeit vorgenommen. "Aber bei der letzten Tour 2015 haben wir 76:29 Stunden gebraucht. Wäre schon toll, wenn wir diesmal ein bisschen schneller wären", verrät Gablenz.

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