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Tour de MOZ
Radeln macht in Gemeinschaft mehr Spaß

Claudia Duda / 17.08.2019, 17:30 Uhr - Aktualisiert 17.08.2019, 19:42
Oranienburg (MOZ) Ein fröhliches "Hallo" schallt über den Bahnhofsvorplatz von Oranienburg. Fast hundert Teilnehmer der Tour de MOZ haben sich am Samstagvormittag vor dem Postgebäude versammelt, um gemeinsam ins Kremmener Scheunenviertel zu radeln. Adelheid Martin begrüßt fast jeden persönlich. Die Oranienburgerin engagiert sich seit vielen Jahren im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) und hat zahlreiche Touren dieser Zeitung organisiert. Und auch wenn sie nun nicht mehr als Tourführerin agiert, ist es für Adelheid Martin Ehrensache, dabei zu sein. Zehn Mitstreiter vom ADFC sorgen in ihren gelben Westen für die Sicherheit an der Strecke.

"Wir bewegen viele, es ist toll, dass sich die Tour de MOZ auch in Oberhavel etabliert hat", erklärt sie. "Es gibt viele Wiederholungstäter – erfreulicherweise", sagt sie und schüttelt die nächsten Hände zur Begrüßung. Seit 2011 gehören die Oberhavel-Touren zum Programm und zahlreiche Fahrradfans aus ganz Brandenburg kommen mit dem Zug oder dem Auto angereist. Die weiteste Anfahrt hatte vermutlich eine Frau mit ihren beiden Töchtern aus England, die zurzeit ihren Onkel in Trampe besucht und mitradelt.

Tour de MOZ, von Oranienburg nach Kremmen und zurück
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Birgit und Bernhard Pflöger sind zum ersten Mal dabei. Die Berliner haben in einer Broschüre des ADFC über die Tour gelesen und wollen ausprobieren, ob das Radeln in Gemeinschaft nach ihrem Geschmack ist. Das Ehepaar steht ein wenig eingeschüchtert im Pulk der Radler – eine solch große Gruppe hatten die beiden nicht erwartet. Dagegen bewegt sich Gerd Stahnke aus Schildow sicher durch die Massen. Der 66-Jährige hat in der Zeitung über die Fahrt gelesen. Er fährt Rad, um fit zu bleiben und freut sich, dabei zu sein.

Als auf dem Bahnhofsvorplatz um zehn Uhr die Sirene ertönt, ist das das Zeichen für Tourführer Sven Dehler, die Gruppe zu begrüßen. Der 54-Jährige ist passionierter Radfahrer und bei der Stadt Oranienburg für die Verkehrsplanung zuständig. Er hat die Strecke, die insgesamt 55 Kilometer über Leegebruch, Bärenklau, Schwante bis nach Kremmen führt, geplant.

In Schwante schließt sich Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) der Tour an. Auch er hat seinen Drahtesel dabei und vorschriftsmäßig einen Helm auf dem Kopf. Er lässt es sich nicht nehmen, die Gruppe zu begrüßen und durch seine Stadt zu führen. Ein Höhepunkt ist natürlich ein Stopp im traditionellen Scheunenviertel. In der Innenstadt machen die Radfreunde noch einen kleinen Abstecher zum Fest "Fontane zwischen Dampf und Biedermeier", das rund um die Kremmener Kirche stattfindet. Zwischen preußischen Gendarmen und Gauklern nutzen die Teilnehmer die Möglichkeit, an den Ständen zu stöbern oder in der Bücherstube zu schmökern, bis es dann wieder nach Oranienburg zurück geht.

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