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Schnelles Internet
"Anschluss kein Selbstläufer"

Symbolbild schnelles Internet
Symbolbild schnelles Internet © Foto: Sina Schuldt/dpa
MOZ / 18.08.2019, 07:00 Uhr
Falkenberg Die Breitbandversorgung in Falkenberg hat die Bürger verunsichert. Den Zuschlag für das Baulos habe die edis-com erhalten, berichtet Amtsdirektor Holger Horneffer. Sie erledigt auch die Erschließung. Das Internet, also die Versorgung und die damit verbundene Organisation, kommt über die Stadtwerke Schwedt. Dies gehe nun mit großen Schritten los. "Leider kommen auch in Falkenberg nicht alle Bürger in den Genuss eines neuen Glasfaseranschlusses", so der Verwaltungschef. Das liege zum einen an der bereits vorhandenen Versorgung, aber auch an der Erklärung der Telekom zur Eigenerschließung. Alle Grundstücke, die bereits einen Anschluss von 30 Mbits/s haben und fallen damit raus. Es lohnt sich aber in jedem Fall, das für sich zu prüfen.

Post als Werbung bewertet

Viele Bürger haben in den vergangenen Wochen Post von den Stadtwerken Schwedt bekommen. "Aus unseren Gesprächen sind diese aber wohl oft als Werbung missverstanden worden", so Horneffer. Jetzt seien neue Briefe versandt worden.

"Aus meiner Notiz vom Dienstag haben mindestens 583 Grundstücke die Option auf einen Anschluss. Es wäre fatal, die Chance nicht wahrzunehmen", warnt der Amtsdirektor und fügt hinzu: "Der Anschluss ist kein Selbstläufer." Es bedürfe eines schriftlichen Antrages. Von Interesse sei aber, dass die Möglichkeit besteht, den Hausanschluss kostenlos zu bekommen. Das ist zeitlich begrenzt, aber noch bis spätestens 14. September  möglich. "Die Ersparnis liegt demnach bei 1495 Euro", fügt er hinzu.

In den nächsten Tagen werden  auch Ansprechpartner der Stadtwerke Schwedt unterwegs sein. Das ist so mit der Gemeinde Falkenberg abgestimmt.  Zusätzlich habe das Amt in allen drei Ortsteilen jeweils zwei Termine für Beratungsgespräche organisiert. Die Termine sind auch veröffentlicht.

Aus den Nachfragen in Kruge sei auch deutlich geworden, dass es eine Verunsicherung in Bezug auf die bestehenden Verträge gibt. Es wurde klargestellt, dass sich die Stadtwerke um alles kümmern und auch die Telefonnummern weiterbestehen bleiben können. Es werde keine Doppelverträge geben, versicherte er..

Einige Bürger fragten, warum sie keinen Vertrag mit einem anderen Anbieter abschließen können.  Auch hier gelten die Regeln des freien Zugangs. Mitbewerber können die Infrastruktur nutzen, werden dann aber dazu einen Vertrag mit der edis-com abschließen müssen. Das wird sicher dann nicht preiswerter. Aber die Anschlüsse der Telekom werden auch nicht angefasst. Es gibt so erstmals die Möglichkeit, Glasfaser bis ins Haus verlegt zu bekommen. Die Telekom nutzt derzeit  vom Verteiler bis zum Haus die Kupferkabel. In jedem Fall lohnt es sich, im Vergleich auch die Angebote anzusehen.

Wer hat heute schon einen Anschluss mit mindestens 100 Mbits und die Möglichkeit, Telefon, Internet und Fernsehen im Gesamtpaket auch parallel zu nutzen?  Laut der Produktübersicht ist eine Erhöhung bis auf 1000 Mbits  möglich.  Auch dort wird sich der Markt in den nächsten Jahren weiterentwickeln.

Telekom-Erschießung Problem

Aus Sicht der Gemeinde ist gerade  Eigenerschließung der Telekom ein Problem. Dort besteht dringender Klärungsbedarf. Wichtig ist der Abgleich, ob öffentliche Gebäude auch berücksichtigt sind. Für die E-dis ist die Grobplanung abgeschlossen. Die Genehmigungen laufen. Sie benötigen nun die konkreten Anträge für den jeweiligen Hausanschluss. Als Zielsetzung für die ersten Freischaltungen wurde Ende 2020 benannt. "Das ist schon eine sportliche Zeitschiene",  sagt Holger Horneffer.

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