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Sommercamp
Spaß bei der Beratung

Mara Kaemmel / 18.08.2019, 23:30 Uhr
Erkner Organisiert wurde die dreitägige Veranstaltung mit dem Kürzel SPLOS auf dem Gelände des Jugendclubs "Haus am See" von Sozialarbeitern aus Erkner, Gosen-Neu Zittau, Grünheide, Woltersdorf, Schöneiche und Fürstenwalde. Das Ziel: in lockerer Atmosphäre mit den 12- bis 16-jährigen Teilnehmern Sport  treiben und über Themen wie Sucht, Mobbing, Sexualität und Berufswahl informieren.  "Wir hatten 75 Kinder und Jugendliche erwartet, es sind am Ende nur rund 40 angereist", sagte Veronika Schulz vom Jugendclub Erkner etwas enttäuscht. Doch die waren mit Spaß bei der Sache. "Wir haben Bock auf Campen und wir haben Bock auf Sport", erklärte Simba Hauff (13) aus Grünheide.

Gleich die erste Herausforderung war am Freitagnachmittag das Aufstellen der Zelte. Martin Wiegold, Jugendkoordinator aus Grünheide, sagte: "Für manche Kinder war es das erste Mal, aber sie haben das alle gut gemacht."

Erfolgreiches Kennenlernen

Dann starteten die Kids in ein Wochenende voller Action, das gleich mit einem Kennenlernspiel in der Erkneraner City begann. Die Kinder hatten die Aufgabe, fremde Menschen anzusprechen, einen Apfel gegen einen anderen Gegenstand zum Tausch anzubieten und dabei mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Kai-Uwe Strohbach, Sozialarbeiter aus Fürstenwalde, sagte:  "Die Jugendlichen müssen lernen, sich so auszudrücken, dass sie von Erwachsenen verstanden werden."  Denn ein vielbeklagtes Problem besteht darin, dass die Jugend sich nicht gehört und verstanden fühlt.  Das überraschende Ergebnis der Übung: "Die Begegnungen waren durchweg super." Nur am Abend gab es den üblichen Ärger. Der Jugendclub hatte die Genehmigung für  Open-Air-Musik bis 24 Uhr - und die Anwohner mit Briefen darüber informiert. Dennoch gab es eine Lärmbeschwerde bei der Polizei. Veronika Schulz sagt: "Also haben wir die Lautstärke heruntergeregelt."

Am Sonnabend waren ab 13 Uhr alle Interessierten zu einem Familientag eingeladen – mit kostenlosem Bungee-Jumping, Rodeo-Reiten und vielen Informationsständen. Unter anderem mit dabei: der  Jugendbeirat, die Schuldnerberatung der Gefas, die Jugendgerichtshilfe, das Jobcenter  und  der Landesjugendring mit einem "Schöner Wohnen ohne Nazis"-Stand. Martin Bellack, Leiter des Jugendklubs Gosen-Neu Zittau, erklärte: "Die Jugendlichen lernen hier Ansprechpartner kennen und wissen dann, an wen sie sich bei einem Problem wenden können."

Sport, Spaß und Informationen

Auch der Erkneraner Bürgermeister Henryk Pilz war unter den Besuchern und ständig im Gespräch. Ihn bewegt vor allem die Frage, wie sich Vandalismus verhindern lässt. Das Sommercamp unterstütze die Stadt gern, erklärte er. "Hier wird präventiv und überregional agiert." Weiter ging es im Programm mit Fußball, einem Dreierturnier aus Dart, Kicker und Billard, Zauberworkshop, Breakdance, Siegerehrung und noch mal Party. Veronika Schulz dankte ausdrücklich den Partnern bei der  Stadt, den vielen ehrenamtlichen Helfern und den Kollegen. "Ohne sie wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich."

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