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Fußball
Am Ende nochmal knapp

Drei Neuzugänge unter sich: Marvin Lewin von Union Klosterfelde (links) und Florian Kallweit (rechts) nehmen den Bernauer Henri Saah Gomez Amsatu in die Zange.
Drei Neuzugänge unter sich: Marvin Lewin von Union Klosterfelde (links) und Florian Kallweit (rechts) nehmen den Bernauer Henri Saah Gomez Amsatu in die Zange. © Foto: Dirk Schaal/MOZ
Dirk Schaal / 19.08.2019, 09:32 Uhr
Klosterfelde (MOZ) Verwunderung gab es es vor dem Anpfiff darüber, dass der Klosterfelder William Dittrich auf dem Spielbogen der Startelf angehörte, sich aber nicht mit der Mannschaft warmmachte. "Wir haben es bis zuletzt versucht, aber es geht nicht. Er hatte Anfang der Woche hohes Fieber und fühlt sich nicht fit genug", war auf Klosterfelder Seite zu hören. Erstaunlich gut waren die Ersatzbänke gefüllt. Bernau mit fünf Spielern und einem Torhüter, bei Union war es sogar noch ein Feldspieler mehr.

Ziemlich richtungslos ging es nach dem Anpfiff los. "Wir brauchten zehn Minuten, um überhaupt in das Spiel zu kommen. Wir haben uns mächtig schwer getan", sagte später Einheit-Trainer Nico Thoma-schewski. Schwer machten es die Klosterfelder, die diszipliniert in der Defensive standen, kaum etwas zuließen und bei Ballbesitz schnell nach vorn spielten. "Da muss ich meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. Sie haben genau das umgesetzt, was wir besprochen hatten", verriet der Klosterfelder Trainer Gerd Pröger nach Spielschluss.

Bernau hatte in der ersten Hälfte mehr Ballbesitz, doch auch die Gastgeber blieben mit schnellem Konterspiel stets gefährlich. Nach einem Freistoß vom Bernauer Tom Schneider ging Lukas Bianchini zu Boden. Er hatte den Ball aus nächster Nähe an den Kopf bekommen (25.). Zwar zeigte er an, dass es weitergeht, doch schränkte es den Torjäger sehr ein. "Bereits zur Halbzeit hatten wir überlegt, ihn runter zu nehmen. Dann hat er aber nur noch alles durch einen Schleier gesehen, da mussten wir reagieren", sagte Pröger zu Bianchinis Auswechslung in der 69. Minute aufgrund des Vorfalls.

Lufthoheit bei Union

Oft gesucht wurde in der Bernauer Spitze Neuzugang Henri Saah Gomez Amsatu. Dass er am Ball was kann, war sichtbar, aber meist waren seine Klosterfelder Bewacher, die beiden Innenverteidiger Dennis Aerts und Florian Kallweit die Sieger. Gerade der 1,98-Meter-Neuzugang Kallweit hatte meist die Lufthoheit bei hohen Anspielen. In der 32. Minute konnte sich der Bernauer aber entscheidend durchsetzen, eine Balleroberung im Mittelfeld vom emsigen Timm Gromelski und ein schönes Zuspiel von Florian Klose waren dem vorausgegangen. Doch Amsatus Schuss aus zehn Metern klatschte nur gegen den Pfosten. Auf Klosterfelder Seite wurde Steven Nowark auf dem rechten Flügel immer aktiver. Eine Hereingabe zu Bianchini und die Gastgeber führten 1:0 (39.).

Nach dem Wechsel dann die nächste kalte Dusche für Einheit. Ein schneller Gegenzug lief über Bianchini, der sah rechtzeitig den anstürmenden Nowark, der aus zehn Metern halbrechter Position den Ball am Einheit-Torwart Niklaas Seifahrth zum 2:0 vorbei spitzelte (47.). "Da sah Seife nicht gut aus", lautete ein Kommentar von der Klosterfelder Bank.

Beide haben Möglichkeiten

Chancen boten sich auf beiden Seiten, jedoch verpasste Jerome Ehweiner nach guter Vorarbeit von Nowark volley das Tor aus fünf Metern (68.), wie auch fast aus selber Position auf der Gegenseite Amsatu am schnell reagierenden Union-Torhüter Dennis Tietz (70.) scheiterte.

Mehr Hektik zog in die Partie ein. Gerade auch, nachdem Dennis Karmin nach Vorarbeit von Martin Lange aus Nahdistanz den Anschlusstreffer erzielte (86.). Doch am Ende reichte es zum Saisonauftaktsieg für die Klosterfelder, die dieses Ereignis mit einem Freudentanz auf dem Platz feierten.

"Die Mannschaft hat das taktische Konzept gut umgesetzt. Wir haben verpasst, das dritte Tor zu machen und dadurch wurde es am Ende nochmal unnötig knapp", resümierte Gerd Pröger.

"Wir waren über weite Phasen des Spiels die bessere Mannschaft, haben jedoch keine Tore gemacht. Eine unglückliche Niederlage, wie so oft auch gerade in der vorigen Saison", sagte Nico Thomaschewaski.

Klosterfelde: Dennis Tietz – Tim Borchert, Florian Kallweit, Dennis Aerts, Alexander Kraatz – Morten Jechow – Steven Nowark, Marvin Lewin, Jerome Ehweiner, Tobias Marz – Lukas Bianchini (68. Mamoudou Camara),

Bernau: Niklaas Seifarth – Tom Schneider, Julian Graf, Fritz Söllner, Maximilian Walter – Max Gerhard, Martin Lange, Timm Gromelski, Florian Klose (68. Dennis Kamin) – Henri Gomez Amsatu, Jörn Wemmer

Stimmen zum Spiel

Dennis Kamin (Bernau): "Das war eineunnötige Niederlage. Über mein Tor freue ich mich trotzdem und hoffe, dass es nicht mein letztes in dieser Saison war."Martin Lange (Bernau): Wir haben zuungeduldig gespielt und dabei völlig unnötige Tore durch leichtfertige Ballverluste kassiert. Am Ende hatten wir noch den Ausgleich auf den Füßen, aber es sollte heute nicht klappen."

Marvin Lewin (Klosterfelde): "Das war heute ein klasse Auftakt. So kann es von mir aus weitergehen. (lacht) Ich denke, der Sieg war auch verdient. Mit meiner Leistung bin ich zufrieden."

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