Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Ausrichter, Radsport-Weltverband, Teilnehmer und Stadt ziehen ein positives WM-Fazit. Rund 3000 Zuschauer sorgen für Gänsehautmomente.

Positives Fazit
3000 Zuschauer sorgen bei Rad-WM in Frankfurt für Gänsehaut

Hubertus Rößler / 19.08.2019, 09:36 Uhr - Aktualisiert 20.08.2019, 12:36
Frankfurt (Oder) (MOZ) Dan Radtke hat schon einige Radsport-Events organisiert. So veranstaltet der Geschäftsführer des Frankfurter Radsportclubs 90 mit seinem großen Helferteam jedes Jahr die mehrtägige Oderrundfahrt oder den Frankfurter Kreisel. Doch eine Junioren-Weltmeisterschaft hat noch einmal eine ganz andere Dimension – und für die Ausrichter gab es von allen Seiten viel Lob für ihre Arbeit. "Die WM hat unsere Erwartungen übertroffen. Sie war sehr emotional und familiär. Die Sportler, ihre Teams und die Zuschauer haben sich alle begeistert gezeigt", berichtet Radtke, der als "Head of organisation" die Gesamtleitung der fünftägigen Veranstaltung innehatte.

Die gute Stimmung auf den Rängen – mit bis zu 750 Zuschauern pro Tag war die Halle fast durchgängig ausverkauft – habe sich auch auf die Leistung der Sportler übertragen. "Dass mehrere Weltrekorde gefahren wurden, macht uns stolz und spricht für unsere Bahn", sagt Radtke. Schwere Stürze mit ernsthafteren Verletzungen habe es glücklicherweise keine gegeben, auch sonst sei bis auf Kleinigkeiten alles reibungslos verlaufen.

Zufrieden mit der Organisation zeigte sich die UCI, Dachverband der nationalen Radsport-Verbände. "Wir können nur positives sagen, das ist nicht immer so. Alles war bestens vorbereitet und hat gut funktioniert. Die Gegebenheiten in Frankfurt sind sehr gut", sagt Monia Turin, Bahn-Verantwortliche der UCI.

Dafür sorgten unter anderem die rund 100 ehrenamtlichen Helfer. Eine von ihnen ist Adina Scherzer. Die Sportschülerin kommt zwar eigentlich vom Handball, unabhängig von der Sportart wollte sie sich aber eine WM vor der Haustür nicht entgehen lassen. Als sogenannte "Chaperon" war sie für die Doping-Kontrolle eingeteilt. "Direkt nach dem Rennen muss ich mich an die Siegerin heften und darf sie bis zur Übergabe an den offiziellen Kommissar nicht mehr aus den Augen lassen", erzählt die 17-Jährige.

Begeistert von der Atmosphäre war auch Choi Kirak. Der Nationaltrainer der südkoreanischen Junioren wohnte mit seinem Team in Słubice, beim Straßentraining fuhren sie in Polen und Deutschland. "Ich bin das erste Mal hier, es ist eine tolle Erfahrung. Man merkt gar nicht, wenn man auf der Brücke die Grenze passiert."

Länderüberschreitend waren ebenso immer wieder die Ausfahrten bei den Österreichern. "Dabei hatten wir Zeit, uns Frankfurt anzuschauen. Abgesehen davon ist eine WM einfach extrem cool – das beste, was man erleben kann", sagt Nachwuchsfahrer Stefan Kovar.

Milena Manns voller Adrenalin

Die erste Weltmeisterschaft auf Frankfurter Boden war auch in der Stadt präsent. Insgesamt 39 Journalisten waren vor Ort – darunter Berichterstatter aus Kanada, Neuseeland sowie ein japanisches Fernsehteam. Während ein Großteil der Sportler in Hotels in Polen sowie in Unterkünften der Olympiastützpunktes untergebracht waren, wohnten die UCI-Offiziellen sowie viele Familien der Athleten in Frankfurter Hotels.

Als große Ehre empfand es Frankfurts Sportdezernentin Milena Manns, an zwei Tagen bei den Siegerehrungen die Blumen überreichen zu dürfen. "Da haben mir die Hände gewackelt. Die WM war wahnsinnig emotional und ich war voller Adrenalin. Und es hat sich gezeigt, dass Frankfurt bereit ist für weitere internationale Meisterschaften." Für eine WM im Erwachsenenbereich ist die Zuschauerkapazität der Oderlandhalle  zwar zu gering, eine Europameisterschaft wäre aber machbar – in vier bis fünf Jahren könnte es soweit sein.

Bei den ersten Weltmeisterschaften in Frankfurt (Oder) boten die Junioren-Bahnradsportler aus 48 Nationen starke sportliche Leistungen.
Bilderstrecke

Junioren-Weltmeisterschaften Bahnradsport Tag 3-5

Bilderstrecke öffnen

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG