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Stadtfest zieht aus aktuellem Anlass um

Der Namenszug Werner-Seelenbinder-Schule bleibt als Zugeständnis an den Denkmalschutz an der Fassade erhalten.
Der Namenszug Werner-Seelenbinder-Schule bleibt als Zugeständnis an den Denkmalschutz an der Fassade erhalten. © Foto: Volkmar Ernst
Volkmar Ernst / 20.08.2019, 08:00 Uhr - Aktualisiert 20.08.2019, 11:07
Liebenwalde (MOZ) Es ist Tradition in Liebenwalde, dass das Stadtfest immer unter einem bestimmten Motto gefeiert wird. Schließlich kann die Stadt auf eine lange und abwechslungsreiche Geschichte zurückblicken. In diesem Jahr haben sich die Organisatoren als Thema die Schule ausgesucht.

Das bietet sich an, da das ehemalige Oberschulgebäude an der Zehdenicker Straße gerade umfangreich saniert wird, damit dort die Grundschule einziehen kann. Eigentlich sollte das schon zum Schuljahreswechsel der Fall sein, was aber nicht geklappt hat. Das lag jedoch nicht an den Planungen der Stadt, sondern an der Fülle der Arbeiten, die zu koordinieren waren. Dazu gehören unter anderem die "durchaus schwierigen" Absprachen mit dem Denkmalschutz, aber ebenso Probleme mit den Ausschreibungen. Denn manchmal hat sich für einen Auftrag entweder nur eine oder keine Firma  beworben.

Doch inzwischen konnte der größte Teil der Arbeiten erledigt werden. Das Dach ist dicht, die Fassaden sind verputzt, Fenster und Türen sind eingebaut, am Fahrstuhl wird gearbeitet. Damit die Schüler beste Unterrichtsmöglichkeiten vorfinden, wurden sogar die Grundrisse der Unterrichtsräume verändert und den geltenden Standards angepasst. Dennoch ist Bürgermeister  Jörn Lehmann (parteilos) zuversichtlich, dass der Bau noch in diesem Jahr fertiggestellt und abgenommen werden kann. Einzig die Außenanlagen werden erst im kommenden neu gestaltet.

Baustellenführungen

Wie es im Gebäude aussieht und wie es später aussehen soll, das können sich die Besucher des Stadtfestes am Sonnabend, 24. August, bei einem Rundgang ansehen. Eröffnet wird das Fest um 14 Uhr vom Bürgermeister und der Schulleitung. Danach startet, um 14.15 Uhr, das von den Schülern vorbereitete Programm in der frisch hergerichteten Aula. Eine erste Führung durch das Gebäude schließt sich gegen 14.45 Uhr an, eine zweite ist für 16.30 Uhr geplant. Sollte der Andrang unerwartet groß sein, so sei das kein Problem, so Lehmann: "Wir können auch zusätzliche Führungen anbieten."

Sportlich geht es um 15 Uhr weiter, wenn die F-Jugend zum Präsentationsspiel aufläuft. Wer will, kann seine Stärke und Geschicklichkeit auch beim Torwandschießen, dem "Hau den Lukas" oder Darts unter Beweis stellen und auch gegen einen Boxchampion antreten. Die Siegerehrung erfolgt gegen 17 Uhr.

Eine besondere Überraschung versprechen die Organisatoren um 15.30 Uhr. Da können die Kinder in der Aula in See stechen und sich im Kampf mit Piraten messen, während zum Kaffeeklatsch eine ganz besondere Schulstunde angeboten wird.

Ausklingen wird das Stadtfest um 19 Uhr mit der 1970er- und 1980er-Jahreparty in der Weinberghalle. Der Einlass beginnt um 18.30 Uhr. Das Ende der Party wird mit einem Feuerwerk angekündigt. Das findet selbst bei strömenden Regen statt, weil es in der Halle abgefeuert wird, so der Hinweis der Organisatoren.

Informationenzum Schulstandort

Das Ensemble der ehemaligen Werner-Seelenbinder-Schule steht als typischer Zweckbau aus DDR-Zeiten unter Denkmalschutz. Er besteht aus drei separaten Gebäudeteilen: dem Hauptgebäude mit den Klassen- und Fachräumen, der Aula und der Turnhalle. Das Besondere daran ist, dass sie miteinander verbunden sind.

Die Bildungseinrichtung war nach der Wende aufgrund sinkender Schüler aufgegeben worden. Eine Umgestaltung zu einem Bürgerzentrum war geplant.

Da inzwischen die Zahl der Einwohner und damit auch die Zahl der Kitakinder und Schüler wieder steigen, hatten sich die Stadtverordneten für eine Reaktivierung des Gebäudes ausgesprochen. Die Grundschule soll dort einziehen.⇥veb

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