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36 Vorschläge haben den Prüfungen der Kämmerei stand gehalten. Gewählt wird wieder beim Altstadtfest.

Bürgerbudget
36 Ideen stehen zur Wahl

Symbolfoto
Symbolfoto © Foto: pixabay
Steffen Göttmann / 20.08.2019, 09:00 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) Wir haben das Niveau halten können", freut sich Dennis Ferch vom Bürgerforum Kurstadt-Dialog und Initiator des Bürgerbudgets, über die eingegangenen Vorschläge.  Sechs von 52 Vorschlägen sind von der Kämmerei zugelassen worden. Die nicht zugelassenen Vorschläge waren entweder doppelt, finanziell oder technisch nicht umsetzbar. So wurde ein Sprungturm und eine Steganlage am Großen Krebssee gewünscht. Dies ist nicht umsetzbar, da der See nicht im Eigentum der Stadt ist.

Schließlich dürfen pro Vorschlag höchstens 5000 Euro ausgegeben werden. Die Gesamthöhe beträgt 25 000 Euro pro Haushaltsjahr.

"Weil die Vereine in den ersten Jahren dominierten, haben Vorschläge von Einzelpersonen jetzt mehr Chancen", sagte Dennis Ferch. Wer Geld bekommen hat, darf sich drei Jahre nicht mehr am Bürgerbudget beteiligen. Vereine haben zudem größere Chancen, da sie ihre Mitglieder mobilisieren können. "Ich bin gespannt, was passiert", so Ferch. Denn einzelne Initiativen könnten nun mit Faltblättern oder durch eigenes Engagement an einem Stand für ihren Vorschlag werben.

Es gibt allerdings auch Vorschläge, die zwar zugelassen wurden, wo der Antragsteller, der aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht genannt wird, noch nacharbeiten muss. So werden Schilder gewünscht, die in der Stadt besser auf Wanderwege hinweisen. "Für die genauere Kostenermittlung muss der Umfang klar sein", heißt es in den Bemerkungen der Prüfer. Ansonsten sind die Vorschläge so bunt wie die Stadt. So sollen die Wege im Altglietzener Park erneuert werden. Weitere Vorschläge sehen unter anderem eine Sitzgruppe am Platz der Jugend, der Ausbau der Spielplatzes am Hohensaater Park, W-LAN-Hotspots in der Stadt, Pflasterarbeiten auf dem Bürgersteig vor der Treppe bis zur Tornower Straße 8 sowie mehr Abfallbehälter vor.

Die die Freienwalder Karnevalsgesellschaft (FKG) wünscht sich Bühnenteile für Innen und Außen im Wert von 2500 Euro. Interessant ist, dass ein Antragsteller über das Bürgerbudget einen Modellversuch finanzieren möchte, dass für einen bestimmten Zeitraum Sicherheitskräfte in der Innenstadt Recht und Ordnung sicher stellen. Der Antragsteller fordert ein Jahr, die Stadt geht davon aus, dass die 5000 Euro nicht reichen werden. Ein weiterer Vorschlag sieht Wassertrinkbrunnen für Schüler der Fontane-Grundschule, der Insel-Grundschule Neuenhagen und in der Kretschmann-Oberschule vor. Dagegen lehnt die Stadt einen Vorschlag ab, der Trinkwasserspender in der Stadt vorsieht. Die Begründung ist, dass der sich nicht sauber halten lässt.

Widersprüchliche Entscheidung

"Es gibt Vorschläge wie dieser, wobei ich nicht verstehe, warum er abgelehnt wurde", sagt Dennis Ferch. Weitere  Vorschläge sind ein Rastplatz am Teufelssee, ein Hundespielplatz, ein Kinderstadtplan mit Anlaufstellen für Kinder, die Pflanzung von Bäumen. Um Unterstützung bitten Vereine und Institutionen wie die Feuerwehr Hohenwutzen, der Reit- und Fahrverein Altglietzen für ein Schulpferd, die Wirtschaftsgemeinschaft für Blumenampeln sowie der Verein NaturschutzFreunde Oberbarnim-Oderland. Alle Vorschläge sind auf der Internetseite der Stadt.

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