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Inklusion
Gemeinsam Sport treiben als Motto

Jörg Matthies / 21.08.2019, 04:00 Uhr
Schwedt (MOZ) Ob 30-Meter-Lauf, Rollstuhl-Slalom, Gummistiefelweitwurf oder Seilspringen – diese und etliche weitere Disziplinen einte, dass sie auf dem Dreiklang-Sportgelände Teil der 2. Schwedt-Olympics, des Inklusionssportfestes in der Oderstadt waren. Die Interessengemeinschaft Sport, die Stadt und zahlreiche Partner aus Vereinen hatten dazu eingeladen und Betätigungsfelder als Mit- mach-Stationen vorbereitet.

"Wir sind gut im Breiten-, aber auch im Leistungssport", rief Bürgermeister Jürgen Polzehl den Teilnehmern zu. Und er nannte die erst im Frühjahr in Abu Dhabi so erfolgreichen Special-Olympics-Starter im Kanurennsport Leona Johs, Jan Eichler (beide aktiv beim Sportfest mit dabei) sowie Thomas Brockmann vom Verein Lebenshilfe als tolle Beispiele gerade in Sachen Inklusion, also dem Miteinander von behinderten und nichtbehinderten Athleten. "Ich freue mich, dass ihr wieder in großer Anzahl hier seid und wünsche euch bestes Gelingen", gab das Stadtoberhaupt allen mit auf den Weg.

Bereits zuvor waren das Kegelpendel und auch der Imbissstand durch erste Teilnehmer bevölkert. Starter kamen aus der Oderstadt, waren aber auch aus Prenzlau und Templin sowie dem polnischen Szczecin angereist. Sie versammelten sich zunächst auf dem Rasen, um unter Anleitung von Haryth Bowitzky (Wassersport PCK) bei bestem Wetter die gemeinsame Erwärmung für die Muskulatur zu absolvieren.

Die Stimmung war bereits jetzt prächtig. Schon ertönte im Lautsprecher die Ansage, dass 15 Meter als erste Bestweite beim Stiefelweitwurf notiert sind. Nebenan wurden erste 100-m-Sprints absolviert, die nötig waren, um das Deutsche Sportabzeichen zu meistern. Am Ende sollten dafür rund 20 Teilnehmer, darunter etwa die Hälfte mit Behinderung, die Bedingungen geschafft haben.

Insgesamt zählten die Veranstalter rund 180 Mädchen und Jungen, Frauen und Männer, die aktiv mit von der Partie waren, bestätigte Romy Gräfe von der IG Sport. Die hatte sich bewusst die Nachmittagsstunden für die zweite Olympics-Auflage ausgewählt, um auch Familien die Teilnahme besser zu ermöglichen. Das nutzten zumindest einige – den Wunsch, noch mehr Nichtbehinderte bei diesem Nachfolger des früheren Schwedter Behindertensportfestes begrüßen zu können, bleibt dennoch für die nächsten Jahre erhalten.

Bald waren alle Stationen gut besucht – die einen legten sich am Ruderergometer ins Zeug, andere versuchten beim Pistole- oder Bogenschießen gut zu zielen oder im Kugelstoßring eine gute Weite zu erreichen. Für jeden, der schließlich mindestens fünf Stationen absolviert hatte, gab es am Ende eine Urkunde und eine Medaille. Das Wichtigste aber blieb: Alle hatten sich getroffen, um gemeinsam in Bewegung zu kommen oder zu bleiben.

Bedingungen für das Sportabzeichen

In die Kategorien Koordination, Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit sind die Disziplinen unterteilt, die zum Ablegen des Deutschen Sportabzeichens zu absolvieren sind.- In Sachen Ausdauer ist eine Mittelstrecke (800 m Nachwuchs/3000 m Erwachsene) zu laufen, Kraftdisziplinen sind Ballwurf oder Kugelstoßen, Standweitsprung und Medizinballstoßen, die Schnelligkeit wird über Strecken von 30, 50 oder 100 m (je nach Altersklasse) geprüft. Und in Sachen Koordination gilt es, die Disziplinen Seilspringen und Weitsprung zu meistern.⇥jm

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