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zum Urteil von Chemnitz
Der Fall Chemnitz: Lob der Zivilgesellschaft

André Bochow
André Bochow © Foto: Thomas Köhler/photothek.net
Meinung
André Bochow / 22.08.2019, 20:40 Uhr
Berlin (freier Autor) Nun gibt es also ein Urteil. Vor einem Jahr wurde in Chemnitz ein 35-jähriger Deutscher durch Messerstiche getötet.

Das Landgericht Chemnitz  hat den Syrer Alaa S. der Tat für schuldig befunden und verurteilt. Juristisch ist der Fall nicht abgeschlossen. Der Verurteilte wird das Urteil überprüfen lassen. Das ist sein Recht, auch wenn das nicht alle so sehen.

Jenen, die den Tod eines Menschen für nationalistische und rassistische Hetze missbrauchen, wird das Urteil zu milde sein. Aber um das Recht geht es ihnen ohnehin nicht. Wer denkt, dass das eigene Volk in irgendeiner Weise mehr wert ist als andere Völker, dem ist auch die Gleichheit vor dem Gesetz egal.

Aber die Nationalisten und Verächter des Rechtsstaates sind in der Minderheit, auch in Chemnitz. In der aufgewühlten Stadt hat die Zivilgesellschaft immer wieder gezeigt, dass sie sich nicht das Leben von rechten Hooligans und Nazis zerstören lassen will. Dass das Bekenntnis zu Demokratie und Humanität in Deutschland tatsächlich Mut erfordert, ist besorgniserregend. Dass es immer wieder erneuert wird, ist dagegen großartig.

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Paul Müller 23.08.2019 - 00:05:34

„Lob von der Zivilgesellschaft“ macht das Opfer auch nicht lebendiger ...

... im übrigen scheint Herr Bochow zu übersehen, dass sich Nazis um einen Halbkubaner wenig scheren würden. Offensichtlich muss hinter den Protesten mehr stecken. Gedanken, welche die extrem linkslastige Filterblase nicht zulassen, Schade eigentlich ...

kay-uwe granz 22.08.2019 - 21:34:53

Mal sehen,

ob das Urteil, nach den Wahlen, in der Berufungsverhandlung, nicht wieder kassiert wird.

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