Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Fußball
Platzpremiere für Einheit

Zweikampfauswertung: Der Klosterfelder Lukas Biachnchini und Martin Lange von Einheit Bernau (r.) im freundschaftlichen Gespräch nach einer Schiedsrichterentscheidung im Derby.
Zweikampfauswertung: Der Klosterfelder Lukas Biachnchini und Martin Lange von Einheit Bernau (r.) im freundschaftlichen Gespräch nach einer Schiedsrichterentscheidung im Derby. © Foto: Dirk Schaal/MOZ
Dirk Schaal / 23.08.2019, 02:15 Uhr
Eberswalde (MOZ) Wunden lecken und auf ein Neues, so dürfte das Motto für drei der vier Brandenburgligisten vor dem 2. Spieltag lauten. Bis auf Union Klosterfelde, die zum Saisonauftakt das Barnim-Derby gegen Einheit Brandenburg mit 2:1 gewinnen konnten, waren nur 1:2-Niederlagen zu verzeichnen.

Den Spieltag-Auftakt macht heute Abend die Partie SV Altlüdersdorf gegen den FSV Bernau. Ein mindestens genauso harter Brocken wie zum Saisonauftakt der MSV Neuruppin. "Ich denke, trotz der 1:2-Niederlage am 1. Spieltag haben wir uns in dem Spiel Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geholt. Denn so schlecht sahen wir gegen einen Meisterschaftskandidaten nicht aus", sagte Tom Heidemeier, Trainer des FSV. Ob er dieselbe Mannschaft wie gegen den MSV auf den Platz schicken kann, das steht noch in den Sternen. "Wir haben einige Verletzte. Da weiß ich erst nach dem Abschlusstraining, wer fit genug ist."

Altlüdersdorf ist kein unbekanntes Terrain für Heidemeier. "Trainer Steffen Borkowski ist ein guter Freund von mir. Wir haben zusammen bei Vorwärts Dessau gespielt und der Kontakt ist immer erhalten geblieben. Im letzten Jahr, da hat Altlüdersdorf noch Oberliga gespielt, war ich an einem Training zum Hospitieren dort. Aber natürlich hat sich das Gesicht der Mannschaft nach dem Abstieg in dieser Saison maßgeblich verändert", erklärte Heidemeier.

Für den FSV-Trainer gehört Altlüdersdorf mit zu den Meisterschaftskandidaten. "Die spielen sicher weiter auf hohem Niveau, es wird kein leichtes Unterfangen für uns." Auf die Frage, ob er im Vorfeld einem 0:0 zustimmen würde, folgte lautes Lachen. "Wahrscheinlich ja, ein Punkt wäre schon ein Erfolg. Aber lieber ein 5:5, dann hätten wenigstens die Zuschauer mehr davon."

Spiel auf ungewohntem Terrain

Auch wenn der FSV am Freitagabend auswärts spielen muss, stehen die Bernauer Fußballfans am Sonnabend nicht vor verschlossenen Türen in Rehberge. "So weit ich mich erinnern kann, haben wir noch nie dort ein Punktspiel ausgetragen. Es wird also eine Premiere", sagte Mannschaftsleiter Danny Groß vorm Spiel gegen den RSV Eintracht auf  Rehberger Kunstrasen.

Aufgrund der Sperrung des Platzes am Wasserturm muss Einheit auf den Platz des Ligakontrahenten ausweichen. Die erste Überlegung, alle Heimrechte so lange zu tauschen, verwarfen die Bernauer auch auf Druck des Landesverbandes, der durchblicken ließ, dass es wettbewerbsverzerrend sein könnte. So nimmt die Einheit den FSV-Platz ein.

Auch wenn der RSV Eintracht ein Aufsteiger der Brandenburgliga ist, wird er von vielen als Geheimfavorit auf den Meistertitel gesehen. "Die haben eine junge Mannschaft mit vielen guten Spielern. Das wird ein hartes Stück Arbeit", sagte Groß zum kommenden Gegner.

Ein regelmäßiges Aufeinandertreffen ist die Partie Oranienburger FC Eintracht gegen Preussen Eberswalde. Seit der Saison stehen sich beide mindestens zweimal im Jahr in der Brandenburgliga gegenüber. Im letzten Jahr hatte Preussen an selber Stelle mit 3:1 die Nase vorn.

Harter Brocken für Preussen

"Eine Mammutaufgabe, nach dem Saisonstart erst recht", sagte Preussen-Trainer Frank Schwager zum OFC. Gleich darauf stellte er aber klar, dass man den Auftakt gegen Eisenhüttenstadt nicht hätte verlieren müssen. "Man hat gemerkt, dass wir noch einige Zeit brauchen, bis wir da sind, wo wir stehen könnten und müssen." Gleichzeitig bemängelte er die Leistungsdichte im Kader, sieht da jedoch kurzfristig keine Abhilfe. "Wir sind noch mit Spielern in Kontakt, aber bisher hat sich nichts getan." Nicht nur aus Mangel von Alternativen wird er nahezu die gleiche Mannschaft auf den Platz schicken, wie gegen Eisenhüttenstadt.

Der FC Eisenhüttenstadt ist der nächste Gegner des Auftaktgewinners Union Klosterfelde. Union-Trainer Gerd Pröger hat keinen sportlichen Grund, sein Team gegenüber dem Barnim-Derby zu verändern. So wäre dann auch der zweite Saisonsieg durchaus möglich.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG