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Supershow zum Abschied von Ubs-Intendant Reinhard Simon

Eva-Martina Weyer / 25.08.2019, 19:49 Uhr - Aktualisiert 25.08.2019, 22:19
Schwedt (MOZ) Ein Finale mit so mancher Träne von Kollegen und minutenlangem stehenden Beifall hat den Schlusspunkt unter die Sommerausgabe der "MachBar" gesetzt. 600 Zuschauer saßen auf den Rängen der Odertalbühne, um das Hauptthema des Abends zu verfolgen: Die Verabschiedung von Reinhard Simon in den Ruhestand.

Simon als Gründungsintendant der Uckermärkischen Bühnen Schwedt wurde musikalisch und anekdotenreich kräftig gefeiert. Er hat das Haus 29 Jahre geleitet und mit seinen Ideen vorangetrieben. Manche bezeichnen ihn nicht nur als dienstältesten Intendanten Brandenburgs, sondern von ganz Deutschland. So jedenfalls wusste es "MachBar"-Erfinder und Moderator Daniel Heinz.

MachBar – Der Sommergarten: Auf der Odertalbühne wurde es zum Ende der Theater Late Night Show noch einmal richtig emotional, als Intendant Reinhard Simon von seinen langjährigen Mitstreitern „verabschiedet“ wurde.
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ubs-Intendant Reinhard Simon in den Ruhestand verabschiedet

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Beste Unterhaltung

Daniel Heinz zeigte sich in Bestform. Er war aufmerksamer Gastgeber für Simon selbst, der schon mit stehendem Beifall vom Publikum empfangen wurde, sowie für Wegbegleiter wie den ehemaligen Schauspieldirektor Gösta Knothe, Gastschauspielerin Carla Knie-stedt und den Macher von Tanzschau und Buntem Weihnachtsteller Peter Fabers. Daniel Heinz schlug eine freundliche Brücke zu den Sängerinnen Dagmar Frederic und Eva Maria Pieckert sowie zu allen Mitwirkenden der Show.

Die "MachBar" kam witzig und mit Situationskomik daher. So bekannte Carla Kniestedt: "Mit Reinhard Simon würde ich gerne mal so viel Rotwein trinken, bis er Schluss sagt." Es gab Fotorückblicke auf der großen Leinwand. In einem Video verrieten Schwedter, was sie Reinhard Simon im Ruhestand wünschen (unter anderem Abnehmen). Kollegen von einst erzählten Anekdoten. Schauspieler und Sänger, die Reinhard Simon entdeckt und gefördert hat, sangen und scherzten. Simon wurde zum Ehrenmitglied der Uckermärkischen Bühnen ernannt und mit einem Ölgemälde fürs Theater beglückt. Bei allem Abschied als Intendant wird er dem Haus weiter treu bleiben. Er ist nicht nur Regisseur für das neue Rockmusical "Till Ulenspiegel" (Premiere 5. Oktober), sondern wird als Koordinator für deutsch-polnische Zusammenarbeit arbeiten. Simon wird manche Schauspielrolle übernehmen und im kommenden Jahr das Musical "Linie 1" auf die Bühne bringen. Hier schließt sich der Kreis. Denn nach der Premiere von "Linie 1" am 19. Oktober 1990 hatte Simon die Gründung der Uckermärkischen Bühnen Schwedt verkündet. Schon damals war die Band takayo mit dabei. Sie hat jetzt in der "MachBar" den mal rockigen, mal sanften Klangteppich für die Sänger gewebt.

Ein Abend der großen Gefühle

Dazu gehörte nicht nur der Song "Battaillon d’Amour" von Saskia Dreyer und das "Ich bereue nichts" von Klara Gmiter. Emotional wurde es auf der Odertalbühne mit "Gabriellas Lied" aus der Erfolgsinszenierung "Wie im Himmel". Hier hat ReinhardSimon 2017 Regie geführt. Jetzt stand plötzlich der ganze Chor auf der Bühne. Als dann auch noch alle Mitarbeiter mit einer Blume nach vorne strömten um ihrem Chef Tschüss zu sagen, konnte Simon nur noch flüstern: "Danke, mehr braucht man nicht." – Ein Abend für große Gefühle und große Kunst.

Höhepunkte in fast 30 Jahren Intendanz

1990verkündet Reinhard Simon die Gründung der Uckermärkischen Bühnen Schwedt (Ubs.), ein Zusammenschluss von Kulturhaus und Theater der Stadt Schwedt. 1992 gründet sich der Verein der Freunde und Förderer der Ubs. 2003 wird das Veranstaltungs- und Tagungshaus eröffnet. Es verbindet das große Haus mit dem intimen theater und schafft die neue Spielstätte Kleiner Saal. Das kostet 5,3 Millionen Euro, Geld kommt von der EU, dem Land und der Stadt Schwedt. 2010 wird die Odertalbühne eröffnet, als Schwedt Gastgeber des Brandenburgtages ist. 2017 werden die Ubs. zum Landestheater ernannt. 2018 richten die Ubs erstmals die Messe Inkontakt aus.  ⇥emw

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Falko Mundt 30.08.2019 - 13:06:23

War die Autorin in der selben Show?

Ich will mich nicht an jedem Detail aufhängen, aber einige der Ausführungen im Artikel entsprechen einfach nicht dem Verlauf des Abends. Das Detail mit dem dienstältesten Intendanten Deutschlands wurde in der Show schon selbst negiert, hier im Artikel steht es einfach so da. Daniel Heinz in Bestform, hat Fragen vom Blatt abgelesen, das Gespräch einfach plätschern lassen und als der Ton Probleme bei einem Gaststück hatte einfach dagesessen und zugesehen .. Bestform. "Schauspieler und Sänger, die Reinhard Simon entdeckt und gefördert hat, sangen und scherzten" Wann war das denn? An der Überdimensionierten Tafel saßen nur die oben erwähnten Gäste und gescherzt hat da keiner. Letztendlich wurde das Format Machbar benutzt um Publikum für ein kritikfreies und unreflektiertes Hochlebenlassen von Herrn Simon zahlen zu lassen. Wobei bei allem Pathos nicht vergessen wurde zu erwähnen, dass er selbstverständlich noch 100 andere Aufgaben im und ums Haus übernehmen wird, der Staffelläufer der bei der Übergabe einfach am Stab hängenbleibt, sympathisch.

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