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Segeln
Spannende Regatta auf Langstrecke

Roland Hanke / 26.08.2019, 02:15 Uhr
Bad Saarow (MOZ) Des Dichters Wort "Solch ein Gewimmel möcht ich sehn" – Johann Wolfgang von Goethe im "Osterspaziergang" (Faust9 – fand am Sonnabend durchaus auf die Langstrecken-Regatta und die Feier des 70. Vereinsgeburtstages der SG Scharmützelsee seine Anwendung. 92 Boote waren auf dem Wasser, zirka 600 Gäste bei der Feier.

"Das war ein prima Rahmen für unser Wasserscharmützel mit einer spannenden Regatta und einer sehr schönen Feier mit einem großen Feuerwerk als Höhepunkt", sagt Christian Spiering, der Vereinsvorsitzende der SGS, die mit mehr als 200 Mitgliedern der größte Segelverein Brandenburgs ist. "Wir freuen uns, dass alle Vereine aus dem Revier Scharmützelsee, unser Partner vom Berliner Yacht-Club und viele weitere Segler aus der Region Brandenburg-Berlin bei uns waren – und bedanken uns für die vielen Geschenke."

Letztere gab es für den Gesamtsieger der Langstrecken-Regatta zwar nicht, dafür aber einen riesigen Wanderpokal. Und Tobias Strube wird nach dem Erfolg im Contender nun bereits zum zweiten Mal auf der Trophäe verewigt, denn 2008 hatte er zusammen mit seinem Bruder Sebastian im 505er den Pokal ebenfalls gewonnen.

"Das ist natürlich ein schöner Erfolg", sagt der 37-Jährige, der mit Frau und Kind zur SGS angereist war und seit seinem fünften Lebensjahr segelt. "Für mein eher leichtes Einmann-Boot waren einige starke Windböen ganz gut. Es war eine schöne Regatta."

Das fand auch Axel Roth vom SV Ciconia Storkow, dessen Verein gleich mit acht Booten zum Nachbarsee gekommen war. Mit seiner O-Jolle wurde der Storkower, der schon mehrmals auf dem Scharmützelsee gewann, diesmal Dritter in der Yardstick-Gruppe bis 113. "Es war eine schwere Regatta wegen der vielen Boote, aber es hat auch großen Spaß gemacht – genauso wie die Geburtstagsfeier der SGS."

Wettfahrtleiter Thilo Beuster von der SG Scharmützelsee sieht das genauso. "Wir hatten ideale Bedingungen mit durchschnittlicher Windstärke zwei sowie drei bis vier in Böen und einen rund 20 Kilometer langen Kurs, der für Spannung sorgte", erklärt der 56-Jährige. "Und mit den 92 Booten hatten wir seit Jahren mal wieder eine Top-Besetzung, etwa ein Viertel mehr als sonst."

Anspruchsvoller Kurs

Der Optiker, der selbst aktiver Segler ist, hat es den Teilnehmern nicht einfach gemacht. "Wir haben schon das Ziel, uns einen anspruchsvollen Kurs zu erarbeiten, mit dem der See aus verschiedenen Richtungen gesegelt werden muss", sagt Beuster. "Aber alle sind den Anforderungen gerecht geworden."

Der diesmal zum achten Mal als Wettfahrtleiter fungierende Beuster ist zugleich einer der erfolgreichsten Segler der SGS. Zusammen mit seiner Crew Wolfgang Karg und Frank Weinert wurde er auf dem Bodensee im vorigen Jahr Deutscher Meister der H-Boote. "Das war erst der zweite nationale Titel für unseren Verein. Zuvor hatte es 1974 mal den Gewinn einer DDR-Meisterschaft gegeben", erklärt der 56-Jährige. Bei der diesjährigen DM Anfang Oktober wollen die Bad Saarower auf dem Ammersee in Bayern ihren Titel verteidigen.

2021 DM in Bad Saarow

Und auf ein Ereignis freuen sich nicht nur die H-Boote-Besatzungen, sondern alle in der SG Scharmützelsee. "Im Jahr 2021 richten wir in dieser Bootklasse die deutschen Meisterschaften aus. Die Vorbereitungen dafür beginnen bereits jetzt", weiß Beuster, der in diesem Jahr zum zweiten Mal die Ranglistenregatta um den Alpenpokal am Gardasee gewonnen hat. "Bis zur DM gibt es noch viel Arbeit. Zum Glück haben wir einen engagierten Vorstand, der dies mit ermöglicht."

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