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Fußball
Ein schwere Last fällt von den Schultern ab

Mit Haken und Ösen: Unions Tim Häußler wird im Zweikampf von Babelsbergs Pieter-Marvin Wolf am Trikot gezogen. Der Fürstenwalder muss nach Gelb-Rot in der 87. Minute am Mittwoch bei Chemie Leipzig pausieren.
Mit Haken und Ösen: Unions Tim Häußler wird im Zweikampf von Babelsbergs Pieter-Marvin Wolf am Trikot gezogen. Der Fürstenwalder muss nach Gelb-Rot in der 87. Minute am Mittwoch bei Chemie Leipzig pausieren. © Foto: Alexander Winkler
Roland Hanke / 26.08.2019, 02:45 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Die Erleichterung war allen anzusehen – Spieler, Trainer, Betreuer und Zuschauer in der Fürstenwalder Bonava-Arena jubelten ausgelassen nach dem ersten Saisonsieg. Mit dem Dreier nach zuvor einem Remis und drei Niederlagen verbesserte sich der FSV Union zum Auftakt der englischen Woche auf den 13. Platz.

"Es ist uns eine schwere Last von den Schultern gefallen", sagt Kapitän Ingo Wunderlich, der von Beginn an rackerte, ehe er in der 85. Minute ausgewechselt wurde. "Wenn du Woche für Woche so viel ins Training investierst und dich doch nicht belohnst, dann arbeitet es schon etwas im Kopf. Doch nun haben wir uns mit dem ersten Sieg belohnt. Und das ist ganz wichtig für das Selbstbewusstsein der ganzen Mannschaft."

Ganz anders war die Stimmungslage bei den Babelsbergern. "Wir sind natürlich enttäuscht, haben nicht mal ansatzweise das auf den Platz gebracht, was wir uns vorgenommen haben. Wir lagen höchstens bei 70 Prozent. Das war sehr ängstlich", erklärt Babelsbergs Trainer Marco Vorbeck. Sein Team habe sich vom körperbetonten Spiel der Fürstenwalder einbuttern lassen, was ihm gar nicht gefiel. "Wir haben uns wie eine A-Jugend-Mannschaft angestellt. Der Sieg für die Fürstenwalder geht im Grunde in Ordnung. Sie hatten mehr Phasen, in denen sie Druck ausübten, und mehr Torchancen."

Die Null wackelt am Ende

Allerdings hätten die Gäste in der fünften Minute der Nachspielzeit fast noch den Ausgleich erzielt, doch Jake-Robert Wilton vergab aus vier Metern Torentfernung. Die Null wackelte, hatte aber Bestand. Der Ausgleich hätte nach Ansicht von Union-Trainer Matthias Maucksch das Spiel auf dem Kopf gestellt. "Das Abwehrverhalten war relativ durchdacht und überzeugend, so dass ich am Ende froh über die Null bin. Die ersten drei Punkte waren wichtig fürs ganze Team und für die Stadt." Es sei eine gewisse Verunsicherung bei den Abschlüssen zu sehen gewesen, viele hätten sich nicht getraut, selbst die Verantwortung zu übernehmen. Insgesamt freue er sich jedoch, wie sich alle fürs Team engagiert haben.

Matchwinner war am Ende der eingewechselte Kimmo Hovi. Nachdem er gerade mal zwölf Minuten auf dem Platz stand, bekam er von Nils Stettin den Ball, gewann einen Pressschlag mit einem Babelsberger Verteidiger und schob überlegt ein. Die vergebene Großchance der 03er war dann die letzte Aktion im Spiel.

Die Gastgeber hätten sich schon vorher mit Toren belohnen können. Nachdem Babelsbergs Tobias Dombrowa am Fünfmeterraum neben das Tor schoss (11.), ging ein Schuss von Kemal Atici (21.) knapp am linken Pfosten vorbei. Acht Minuten vor der Pause klärte Unions Luca Schulz einen Schuss von Yasin-Cemal Kaya zur Ecke, kurz danach schoss 03-Kapitän David Danko knapp rechts vorbei. Dreimal musste Gäste-Keeper Marvin Gladrow noch vor der Pause eingreifen – bei einem Schuss von Schulz, einem Kopfball von Stettin und einem 20-Meter-Kracher von Tim Häußler, der in der 87. Minute nach Foulspiel per Gelb-Roter Karte vom Platz flog.

Mittwoch bei Chemie Leipzig

Bereits am Mittwoch geht es für den FSV Union mit dem nächsten Punktspiel bei Chemie Leipzig weiter, wo die Babelsberger am 3. Spieltag ein 1:1 erreichten. Nach dem freien Sonntag steht für die Fürstenwalder Spieler am Montag und Dienstag zur Anstoßzeit um 17.30 Uhr wieder Training an.

Statistik

FSV Union Fürstenwalde: David Richter – Ingo Wunderlich (85. Niklas Thiel), Peter Köster, Patrick Brendel, Tim Häußler – Mateusz Ciapa, Lukas Stagge – Gian Luca Schulz, Kemal Atici (69. Kimmo Markku Hovi), Darryl Geurts (80. Paul Maurer) – Nils Wilko StettinSV Babelsberg 03: Marvin Gladrow – Onur Yesilli, Valentin Rode, Jake-Robert Wilton, Fabrice Montcheu – Leonard Koch (83. Ahmet Sagat), David Danko – Pieter-Marvin Wolf (69. Robin Müller), Yasin-Cemal Kaya (70. Moritz Kretzer), Tobias Dombrowa – Tom NattermannSchiedsrichter: Lars Albert (Leipzig) – Zuschauer: 474⇥RH

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