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Praxisübergabe
Zehdenick bekommt eine neue Hautärztin

Gespräche über Ärztemangel: Dr. Jutta Franz-Reichel empfing am Donnerstag Gesundheits-Staatssekretär Andreas Büttner (Die Linke) in ihrer Praxis.
Gespräche über Ärztemangel: Dr. Jutta Franz-Reichel empfing am Donnerstag Gesundheits-Staatssekretär Andreas Büttner (Die Linke) in ihrer Praxis. © Foto: Martin Risken
Martin Risken / 29.08.2019, 23:15 Uhr
Zehdenick (MOZ) Die jahrelange Suche nach einem neuen Hautarzt hat sich gelohnt. Zum 1. Januar 2020 übernimmt die in Oranienburg lebende Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Dr. Kathrin Mildenberger, die Praxis von Dr. Jutta Franz-Reichel. Das teilte Franz-Reichel am Donnerstag anlässlich eines Besuches von Gesundheits-Staatssekretär Andreas Büttner (Die Linke) mit, der ihr nachträglich mit einem Strauß Lilien zum 65. Geburtstag gratulierte.

Eine Anzeige im Mitteilungsblatt der Ärzte- und Apothekerbank brachte letztlich den Erfolg, worauf sich Dr. Mildenberger in Zehdenick meldete, um ihr Interesse an der Praxisübernahme zu bekunden. Die 42-Jährige, die sich zurzeit in Elternzeit befindet, wollte sich berufliche verändert. Zuletzt arbeitete sie als angestellte Ärztin im Medizinischen Dienstleitungszentrum in Nauen. Bereits zum 1. Oktober dieses Jahres werde sie von Franz-Reichel als Assistenzärztin eingestellt und bis zum Jahresende beschäftigt. Mildenberger übernehme die Sprechstunden am Vormittag, sie selbst die am Nachmittag, so Franz-Reichel.

Die Praxisübernahme, die bereits durch die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg genehmigt worden sei, erfolge dann zum Jahreswechsel. "Dann werde ich bei ihr angestellt sein, womit ich kein Problem haben werde", sagte Franz-Reichel. Viel wichtiger sei es doch, überhaupt eine Nachfolgerin gefunden zu haben. Nach all den Jahren, in denen zahlreiche Anzeigen in verschiedenen Fachblättern geschaltet worden seien, die alle nicht zum Erfolg führten, sei das ein Erfolg. Seitdem es in Templin keinen Hautarzt mehr gibt, versorgt Franz-Reichel, die seit 1989 in Zehdenick als Ärztin praktiziert, als einzige Dermatologin in einem Versorgungsgebiet zwischen Liebenwalde und Prenzlau mit rund 120 000 Menschen. Das seien viermal mehr als es der Versorgungsschlüssel für Fachärzte vorsehe. An dieser prekären Versorgungslage dürfte sich nichts ändern.

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