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Parteilose setzt sich in Rüdersdorf durch.

Wahl
Sabine Löser wird Bürgermeisterin in Rüdersdorf

Wird neue Rüdersdorfer Bürgermeisterin: Wahlsiegerin Sabine Löser
Wird neue Rüdersdorfer Bürgermeisterin: Wahlsiegerin Sabine Löser © Foto: Gerd Markert
Uwe Spranger / 03.09.2019, 06:00 Uhr - Aktualisiert 03.09.2019, 11:23
Rüdersdorf (MOZ) Sabine Löser wird in den nächsten Jahren den Chefposten im Rüdersdorfer Rathaus besetzen. Die von mehreren Parteien und Gruppen unterstützte Alt-Rüdersdorferin, die zuletzt  Abteilungsleiterin der Bauverwaltung in Altlandsberg war, hat sich am Sonntagabend klar durchgesetzt. Sie holte in allen 14 Stimmbezirken der Gemeinde eine deutliche Mehrheit. In mehr als der Hälfte konnte sie über 80 Prozent überzeugen, nur in einem Hennickendorf Wahllokal lag die Zustimmung unter 70 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 50 Prozent. Dass auf der Internetseite der Gemeinde für die zeitgleiche Landtagswahl zehn Punkte weniger ausgewiesen wurden, lag offenbar daran, dass dort die Briefwähler nicht eingerechnet waren. Beim Landeswahlleiter wurden hingegen ebenfalls rund 50 Prozent vermerkt.

Der derzeitige Amtsinhaber André Schaller (CDU) sprach von einem "nicht unerwarteten Resultat", da die Kandidatin überparteiliche Unterstützung genoss. Zudem sollte das eindeutige Ergebnis ihr den Start im Rathaus erleichtern, glaubt er und zollte ihr Respekt, denn andere in der Gemeinde hätten sich die Aufgabe ja offenbar nicht zugetraut.

Sabine Löser selbst gab zu, nach der großen Unterstützung im Vorfeld habe sie sich schon über 50 Prozent ausgerechnet, aber nicht mit solch einem klaren Vorsprung gerechnet. Offenbar hätten die Wähler zu würdigen gewusst, dass sie schon lange in Rüdersdorf engagiert  sei und Verwaltungserfahrung habe, sagte sie. Zudem seien ja auch in ihrem Wahlprogramm Ziele des Kontrahenten aufgetaucht.

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Interview: Sabine Löser ist neue Bürgermeisterin von Rüdersdorf

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Der Unterlegene, Christian Götze (B 90/Grüne), war mit seinem Abschneiden nicht unzufrieden. "Ich bin als absolut Unbekannter in den Wahlkampf eingestiegen, dafür ist es ein gutes Ergebnis", kommentierte er seine insgesamt 18,6 Prozent. Immerhin habe fast jeder Fünfte ihn gewählt, habe er mehr Stimmen holen können als die Grünen bei der Landtagswahl. Im direkten Umfeld seines Wohnsitzes in Hennickendorf hatte er sogar ein Drittel der Wählerschaft überzeugen können. "Es war eigentlich klar, dass ich gegen eine Kandidatin, die von CDU, SPD und Linken unterstützt wird, nicht den Hauch einer  Chance habe", sagte Götze, der sich als fairer Verliere zeigte. Er gratulierte seiner Kontrahentin noch am Sonntagabend zu ihrem Sieg.

Wahlausschuss heute Abend

Am Dienstagabend wird der Wahlausschuss über die Gültigkeit der Wahl entscheiden.  Bei der Gelegenheit werde seine potenzielle Nachfolgerin auch die Annahme der Wahl erklären können, kündigte Schaller an, der über die CDU-Liste in den Landtag zieht. Denn der Übergang wird nicht, wie im Normalfall üblich, zum Jahreswechsel erfolgen, sondern bereits früher. Sobald der Landeswahlausschuss in der nächsten Woche die Ergebnisse für gültig und Schaller die Annahme seines Mandats in Potsdam erklärt hat, muss er seinen Posten in der Verwaltung räumen. Bereits in den nächsten Tagen werde er sich mit Sabine Löser im Rathaus zusammensetzen und die Übergabe koordinieren, um ihr den Einstieg zu erleichtern.

Als einen der ersten Schritte will die Neu-Bürgermeisterin die Personallücken in der Verwaltung schließen und Gespräche mit den Beschäftigten führen. Sie sei durch Teilnahme an Sitzungen und zahlreiche Gespräche gut vorbereitet, glaubt sie.

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