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Chance für Langzeitarbeitslose
SAM e.V. eröffnet Sozialwirtschaftsbetrieb in der Großen Gartenstraße

Projektleiter Carsten Tarrach im Werkbüro des Sozialwirtschaftsbetriebes in der Großen Gartenstraße 38. Im Hintergrund die restaurierten Spinde, neben ihm die Idee zum Upcycling-Hochkomposter.
Projektleiter Carsten Tarrach im Werkbüro des Sozialwirtschaftsbetriebes in der Großen Gartenstraße 38. Im Hintergrund die restaurierten Spinde, neben ihm die Idee zum Upcycling-Hochkomposter. © Foto: Linckus
Anja Linckus / 07.09.2019, 09:59 Uhr
Brandenburg (MOZ) Langzeitarbeitslosen Mittelmärkern bietet sich seit Mai in der Havelstadt eine neue Gelegenheit, den Sprung zurück auf den ersten Arbeitsmarkt zu schaffen. Möglich macht das der aus Bad Belzig (Ortsteil Kuhlowitz) stammende Verein "Soziale Arbeit Mittelmark e.V." (SAM), der in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofes in der Großen Gartenstraße 38 einen zweiten Standort gründete und dort nun einen Sozialwirtschaftsbetrieb ins Leben gerufen hat. "Mit unseren derzeit drei Mitarbeitern bieten wir Helfertätigkeiten im Haus, im Garten, in der Werkstatt oder auch auf der Baustelle für Privatpersonen, öffentliche Institutionen aber auch Handwerksbetriebe in Brandenburg an der Havel und Umgebung an", so Carten Tarrach, der die Projektleitung des Sozialwirtschaftsbetriebes übernommen hat. Ihm zur Seite steht Maik Wieland, der sich für die Betriebsleitung verantwortlich zeichnet. "Mit unserem Erstsitz in Kuhlowitz können wir auf über 25 Jahre Erfahrung in der Arbeitsförderung bauen. In Zusammenarbeit mit dem Jobcenter MAIA konnten in dieser Zeit viele Arbeitslose wieder in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden. Wir legen dabei großen Wert auf fachliche Anleitung und sozialpädagogische Hilfen", so Carsten Tarrach. Der nun ins Leben gerufene Sozialwirtschaftsbetrieb ist ebenfalls eine vom Jobcenter MAIA geförderte Maßnahme für jeweils maximal zwei Jahre pro Teilnehmer. Ziel ist auch hier die Rückkehr in den regulären Arbeitsmarkt mit einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Wer den Sozialwirtschaftsbetrieb und seine Angebote persönlich kennenlernen möchte, ist immer montags, mittwochs und freitags von 8 bis 15 Uhr herzlich dazu eingeladen im Werkbüro in der Großen Gartenstraße 38 vorbeizuschauen. Dort bietet sich zugleich auch die Gelegenheit sich von der Qualität der Arbeit der Projektteilnehmer zu überzeugen. Denn sie haben nicht nur das Büro selbst renoviert. Auch die Einrichtungsgegenstände wie Spinde, Tisch, Bürosessel, Blumenschale und Hocker wurden in Eigenarbeit aufgearbeitet oder neu zusammengesetzt - und sind zu verkaufen. "Wir haben noch viele weitere Ideen, die wir gern umsetzen würden. Derzeit bin ich zum Beispiel dabei den Prototypen eines Hochkomposters aus alten Förderbändern zu entwickeln, der dann im Winter von unseren Teilnehmern nachgebaut werden kann. Dafür und für viele weitere Ideen sowie unsere Arbeitsgeräte brauchen wir allerdings noch eine Werkstatt nach der wir derzeit schon auf der Suche sind", so Carsten Tarrach über den geplanten Projektfortgang. Er hofft, dass das Projekt in der Havelstadt gut angenommen wird und lädt Interessierte ausdrücklich dazu ein, sich ein Bild vom Sozialbetrieb und seinen Angeboten zu machen. Erreichbar ist Carsten Tarrach unter tarrach@samev.de. Für konkrete Nachfragen zu den Helfertätigkeiten ist Maik Wieland unter 0152/31766393 oder wieland@samev.de zu erreichen. Weitere Informationen: www.soziale-arbeit-mittelmark.de

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