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Visionen
Stadt denkt über Abriss der Pagode nach

Die Himmelspagode ist weit über die Stadtgrenzen von Hohen Neuendorf bekannt. Oft wird "Honeu" beschrieben als die Stadt mit der Pagode. Das eigentliche Wahrzeichen ist der denkmalgeschützte Wasserturm.
Die Himmelspagode ist weit über die Stadtgrenzen von Hohen Neuendorf bekannt. Oft wird "Honeu" beschrieben als die Stadt mit der Pagode. Das eigentliche Wahrzeichen ist der denkmalgeschützte Wasserturm. © Foto: Jürgen Liebezeit
Jürgen Liebezeit / 11.09.2019, 06:30 Uhr - Aktualisiert 11.09.2019, 17:53
Hohen Neuendorf (MOZ) Um dem Mangel an bezahlbaren Wohnungen langfristig zu begegnen, bereitet die Hohen Neuendorfer Stadtverwaltung eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme beidseitig der B 96 nördlich der Bahntrasse vor.

Geplant ist auf der zirka 35 Hektar großen Gesamtfläche der Bau von 750 bis 910 Wohnungen für 1 600 bis 2 070 Einwohner in unterschiedlichen Wohnformen. Vorgesehen sind der Bau von Doppel- und Reihenhäusern, aber auch von Mehrgeschossern mit bis zu vier Stockwerken. Diese Gebäude sollen überwiegend entlang der Bundesstraße und der Bahnlinie entstehen und auch als Lärmschutz dienen. Geplant sind auch ein durchgehender Grünzug sowie eine neue Kita.

In diesem Zusammenhang wird auch über den Abriss der Himmelpagode laut nachgedacht. "Es gibt keine Denkverbote", sagte Bauamtsleiter Michael Oleck am Dienstagabend auf dem Ausschuss für Stadtentwicklung. Es habe darüber bereits Gespräche mit dem Eigentümer gegeben, informierte der Bauamtsleiter weiter. "Ein klares Nein habe ich nicht gehört", sagte Oleck. Der Eigentümer, der entschädigt werden könnte, müsse sich auf seinem Grundstück dann mit einer anderen Nutzung wie Wohnungsbau beschäftigen. "Wir müssen uns bei den Überlegungen auch mit der Frage beschäftigen, ob die Pagode die Stadt heute noch weiterbringt", sagte Oleck. Er wies aber ausdrücklich darauf hin, dass es sich zurzeit nur um grundsätzliche Überlegungen handelt. "Wir denken über einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren."

Das markante Bauwerk, das dem Himmelstempel in Peking nachempfundene ist und für rund 6,5 Millionen Euro kurz nach der Jahrtausendwende errichtet wurde, steht im Prinzip der Erschließung eines neuen Wohngebietes auf der heutigen Kleingartenanlage hinter dem chinesischen Restaurant im Wege. Die Kleingärtner lehnen die Pläne ab.

Die Himmelspagode gilt als heimliches Wahrzeichen der Stadt, über das Auswärtige oft die Stadt definieren. Sie ist auch Teil des Images-Emblems der Hohen Neuendorfer Stadtverwaltung.

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