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Eberswaldes Ausschuss für Stadtentwicklung, Wohnen und Umwelt billigt die Entwurfsplanung und den Baubeschluss für die 2,14 Millionen Euro teure Investition.

Neubau
Fahrradparkhaus am Eberswalder Bahnhof rückt näher

Freie Kapazitäten Fehlanzeige: Der Fahrrad-Abstellplatz unter der Bahnhofsbrücke wird angenommen. Auch eine Machbarkeitsstudie bestätigt den Bedarf für ein Parkhaus.
Freie Kapazitäten Fehlanzeige: Der Fahrrad-Abstellplatz unter der Bahnhofsbrücke wird angenommen. Auch eine Machbarkeitsstudie bestätigt den Bedarf für ein Parkhaus. © Foto: Thomas Burckhardt
Sven Klamann / 11.09.2019, 21:26 Uhr - Aktualisiert 12.09.2019, 08:31
Eberswalde (MOZ) Im Vorfeld der Ausschusssitzung hatte das Bündnis Eberswalde in einer Umfrage auf Facebook noch nach dem Sinn des Projektes gefragt und um Vorschläge dafür gebeten, wofür das Geld sinnvoller ausgeben werden könnte. Eine deutliche Mehrheit der mehr als 500 Abstimmenden war dagegen gewesen, dass in Bahnhofsnähe ein Fahrradparkhaus errichtet wird. Doch der Ausschuss für Stadtentwicklung, Wohnen und Umwelt ließ sich am Dienstagabend nicht beirren. Für die Vorlage der Rathausspitze gab es eine fast einmütige Zustimmung, Nur Viktor Jede, der Fraktionsvorsitzende vom Bündnis Eberswalde, hat sich enthalten. "Die Umfrage war und ist für unsere interne Meinungsbildung wichtig", erklärte er am Mittwochmorgen. Die Fraktion werde am Montag abschließend über das Thema beraten und sich bei Bedarf auf der Stadtverordnetenversammlung am 29. September positionieren.

Im Ausschuss hatte Eberswaldes Baudezernentin Anne Fellner in die Debatte eingeführt. Sie verwies darauf, dass sich die Stadtpolitik bereits seit April 2017 intensiv mit der Mobilitätsdrehscheibe Bahnhof beschäftigt und eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben habe, die dann im September 2018 vorgestellt worden sei. Deren Fazit: An der Zufahrt zum Bahnhof sollte ein Fahrradparkhaus mit mehr als 500 Stellplätzen errichtet werden. Im gleichen Monat habe das Stadtparlament auf Vorschlag von CDU, SPD und Unabhängigem Wählerbündnis den Grundsatzbeschluss für die Investition gefasst, die deswegen auch in die Haushaltssatzung für 2019 aufgenommen wurde. "Und im April dieses Jahres hat der Hauptausschuss die Planungsleistungen vergeben, die uns bisher 132 000 Euro gekostet haben", sagte die Dezernentin.

Das Fahrradparkhaus soll bis 2020 entstehen. Die Stadt hofft darauf, die 2,14 Millionen Euro teure Investition zu 80 Prozent gefördert zu bekommen. Der von der Leitplan GmbH in Berlin gefertigte Entwurf sieht ein zweistöckiges Bauwerk vor, dessen Dach-, Fassaden- und Trägerkonstruktion aus sibirischer Lärche gezimmert wird. Zur Eigenstromversorgung dienen 18 Photovoltaik-Module auf dem Dach. Zirka 800 der 1000 Quadratmeter großen Dachfläche werden mit einem bienenweidefreundlichen Substrat begrünt. Das Wichtigste: Im und am Parkhaus am Bahnhofsring können 604 Fahrräder abgestellt werden.

Kritik an Schnörkel-Schrift

Auf Antrag von Volker Passoke (Linke) wird die Zahl der E-Ladesäulen erhöht. Die Mehrkosten dafür gab Carsten Schwiering, Geschäftsführer der Leitplan GmbH, im Ausschuss mit "kaum ins Gewicht fallend" an.

Und die Kritik von Götz Herrmann (SPD/Bürger für Eberswalde) an den Schnörkelbuchstaben, die bei der Computervisualisierung für die Bezeichnung "Fahrradparkhaus Eberswalde" gewählt worden waren, nannten Planer und Dezernentin nachvollziehbar. Der Wunsch des Stadtverordneten nach einem moderneren Schrifttyp werde erfüllt.

Die offene Holzkonstruktion, die das Gebäude von allen Seiten einsehbar macht, und eine Videoüberwachung sollen Diebstahl und Vandalismus vorbeugen.

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