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Tatverdächtiger gestellt
Rollstuhlfahrer aus Libyen in Chemnitz angegriffen

Ein Streifenwagen der Polizei mit eingeschaltetem Blaulicht.
Ein Streifenwagen der Polizei mit eingeschaltetem Blaulicht. © Foto: Carsten Rehder/dpa
DPA / 17.09.2019, 09:01 Uhr
Chemnitz (dpa) Ein 31-jähriger Rollstuhlfahrer aus Libyen ist in Chemnitz von einem mutmaßlichen Rechtsradikalen geschlagen und rassistisch beleidigt worden.

Der 22-jährige Tatverdächtige hat den den Mann nach ersten Ermittlungen in der Nacht zum Sonntag aus dem Rollstuhl gestoßen und attackiert, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Der genaue Tathergang werde aber noch ermittelt. Zunächst hatte die "Bild"-Zeitung am Montag berichtet.

Der Tatverdächtige, der nahe dem Tatort gestellt wurde, ist der Polizei wegen rechtsmotivierten Straftaten und Körperverletzungsdelikten bekannt. Gegen ihn wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung ermittelt.

Der Rollstuhlfahrer erlitt leichte Verletzungen und wurde ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Eine 29-jährige hatte die Auseinandersetzung gehört und die Polizei gerufen. Das Dezernat Staatsschutz der Chemnitzer Polizei führt die Ermittlungen in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft.

Der "Bild"-Zeitung sagte das Opfer, mehrere Männer seien auf ihn zugekommen und hätten ihn als "Scheiß-Araber" beschimpft. Kurz darauf habe einer ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen. "Immer wieder, bis ich aus dem Rollstuhl fiel", sagte der Libyer. "Als ich am Boden lag, hat er weiter mit den Füßen auf mich eingetreten."

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Leserforum

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Anton Hoflreicher 19.09.2019 - 12:06:41

@Crampmeyer

Wie sie feststellen werden, war es keine "Erkenntnis", sondern am Fragezeichen erkennbar, eine Frage. Ich hinterfragte dabei nur ihr Statement: "Das passt doch was nicht so recht zusammen".

C. Crampmeyer 18.09.2019 - 23:20:49

@A. Hoflreicher

Woher nehmen sie die Erkenntnis, dass ich einen möglichen Zeugen der Tat hätte?

Anton Hoflreicher 18.09.2019 - 13:58:09

@C. Crampmeyer

Wir habe also einen möglichen "Zeugen" der Tat? Dann bitte entsprechend bei der Polizei melden. Ansonsten sind es auch nur Mutmaßungen und verhalten sich so, wie sie es anprangern. Fakt scheint ja: getreten und geschlagen, verletzt (Ärztl.Behandlung), die "Härte" spielt allein beim Strafmaß möglicherweise eine Rolle, aber die Tat klein reden oder verschweige hilft nicht.

C. Crampmeyer 18.09.2019 - 12:57:18

Nachtrag zur "Friedens"schule in Guben

wer den erwähnten Brandbrief nachlesen möchte, der findet ihm hier: https://www.niederlausitz-aktuell.de/spree-neisse/guben/79205/nach-brandbrief-stadt-im-gespraech-mit-eltern-an-gubener-friedensschule.html Denn im Gegensatz zu den Relotius-Verehrern kann ich mit Quellen aufwarten. ;-)

C. Crampmeyer 18.09.2019 - 11:39:16

Konjunktiv? Fehlanzeige

Der "Journalistenanwärter" der obigen Text verursacht hat, hat in seiner Journalistenschule vermutlich immer Freitags den Jura- Unterricht verpasst, sonst wüsste er uber die Bedeutung des Konjunktiv bei der Beschreibung eines Sachverhaltes mit Tatbeschuldigten.

C. Crampmeyer 18.09.2019 - 11:20:25

Finde den Fehler! bzw. Lässt Sebnitz grüßen?

Opfer: "mehrere Männer seien auf ihn zugekommen und hätten ihn als "Scheiß-Araber" beschimpft. Kurz darauf habe einer ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen. "Immer wieder, bis ich aus dem Rollstuhl fiel", sagte der Libyer. "Als ich am Boden lag, hat er weiter mit den Füßen auf mich eingetreten." Arzt: "Der Rollstuhlfahrer erlitt leichte Verletzungen und wurde ambulant in einem Krankenhaus behandelt". Das passt doch was nicht so recht zusammen. Weit interessanter und mit mehr Brisanz ist da doch diese Meldung, die es bisher nur in die lokale Presse schaffte: https://m.lr-online.de/lausitz/guben/guben-die-friedensschule-als-brennpunkt_aid-45651411?pgnr=1

Piefke Saga 17.09.2019 - 18:15:35

Ist bei den Rechten die Tollwut ausgebrochen?

Fehlt nur noch der Schaum vorm Mund, dann wäre man wenigstens gewarnt.

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