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Neue Heidekönigin
Madita Wendte repräsentiert die Döberitzer Heide

Silvia Passow / 17.09.2019, 13:56 Uhr - Aktualisiert 17.09.2019, 20:23
Dallgow-Döberitz (Silvia Passow) Zum zweiten Mal wurde am Sonntag das Heidefest in der Döberitzer Heide in der Nähe des Obelisken gefeiert. Mit allen Sinnen genießen, hieß es im Schatten des geschichtsträchtigen Steins. Sonne auf der Haut, Wind im Haar, der Duft der Heide in der Nase und auf die Ohren gab es Musik von den Pausiner Jagdhornbläsern. Und natürlich das Königinnentreffen, sozusagen royale Wachablösung bei der Repräsentanz des Regionalparks Osthavelland-Spandau. Im Mittelpunkt stand die Natur und jene, die für das kommende Jahr als Botschafterin für die Artenvielfalt unterwegs sein wird: die neue Heidekönigin Madita Wendte.

Mähnen flogen im Wind, man spürte ihren Hufschlag unter den Fußsohlen, wie er rhythmisch den Sand aufwirbelte. Der traditionelle Leonardiritt wurde angeführt von Brigade-General Andreas Henne. Die Pferde wurden, ebenso wie die Schafe und die zahlreich vertretenden Hunde, von Pfarrer Maechler aus Wansdorf gesegnet. Denn Leonard ist der Schutzpatron der Haus- und Nutztiere, erklärte der Pfarrer in seiner Ansprache. Und Mensch und Tier seien voneinander abhängig, erinnert er. Die Pausiner Jagdhornbläser beendeten die Messe auf dem Feld und wurden dabei von den Hunden unterstützt.

Dallgows Bürgermeister Jürgen Hemberger (Freie Wähler) würdigte die Leistung der 1. Heidekönigin Lena Hoffmeister, die ein Jahr lang den Regionalpark Osthavelland-Spandau vertreten hatte. So zum Beispiel für die Sielmann-Stiftung, die ebenfalls Mitglied im Regionalpark ist oder auf der "Grünen Woche" in Berlin. Die Gemeinde Dallgow-Döberitz ist ebenfalls Mitglied im Regionalpark, der sich, wie Hemberger sagt, bereits seit 2013 für den Klimaschutz einsetzt. Für Bodo Oehme (CDU), Bürgermeister aus Schönwalde-Glien und erster Vorsitzender im Regionalpark, wird: "Lena immer die erste Heidekönigin bleiben."

In der Döberitzer Heide wurde am Sonntag das Heidefest gefeiert. Dabei wurde auch eine neue Heidekönigin gekrönt. Es gab einen Leonardi-Ritt und die Sielmann-Stiftung stellte ihre tierischen Mitarbeiter, die Schafe vor, und lud zu Exkursionen ein.
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Den Naturschutz stärken, kulturelle Schätze entdecken, erleben, über Grenzen hinweg teilen, das ist die Idee der Regionalparks. Neben dem Regionalpark Osthavelland-Spandau gibt es noch sieben weitere rund um Berlin. Sie alle haben das Ziel Berlin und Brandenburg zu verbinden. Mitglieder können Städte und Gemeinden, Vereine, Stiftungen, Museen und Privatpersonen werden. Einmal mehr erwähnte Oehme, dass Falkensee nicht Mitglied im Regionalpark sei.

Für Lena Hoffmeister ging eine spannende und aufregende Zeit zu Ende. Sie legte ihrer Nachfolgerin die Schärpe an. Madita Wendte heißt die neue Heidekönigin. Die 29-Jährige lebt in Dallgow-Dorf und ist Pferdewirtschaftsmeisterin. Sie ist damit auch Botschafterin der Artenvielfalt. Diese wurde auch beim Fest gezeigt. Die Bundeswehr war angerückt und zeigte ihre Beiträge zum Naturschutz, mit Schwerpunkt in der Heide. Im Fährtenlesen konnte man sich üben, mit einem Robur-Bus auf Safari gehen oder das Ganze auch zu Fuß machen und mit Dr. Hannes Petrischak auf Heuschrecken-Suche gehen.

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