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Handball
Entscheidung in letzter Sekunde

Perfekte Flugeinlage: Johann Bergk war mit fünf Treffern einer der erfolgreichsten Finowfurter Schützen, einen Treffer mehr landete sein Teamkollege Patrick Kirschner.
Perfekte Flugeinlage: Johann Bergk war mit fünf Treffern einer der erfolgreichsten Finowfurter Schützen, einen Treffer mehr landete sein Teamkollege Patrick Kirschner. © Foto: Thomas Burckhardt
Hartmut Miersch / 18.09.2019, 02:15 Uhr - Aktualisiert 18.09.2019, 08:52
Finowfurt Gutklassige Handballkost, spannend allemal, absolut fair und dennoch hoch dramatisch bis zum Schlusspfiff – es war ein Derby nach Maß zwischen den beiden alten Kontrahenten, Gastgeber Finowfurter SV und den Bernauer Bären. Am Ende entschied das Glück und dieses hatten nicht unverdient die Oberbarnimer auf ihrer Seite, als sie zwei Sekunden vor Schluss per Freiwurf-Kombination zum umjubelten 19:18-Siegtreffer kamen.

Es kommt auf jeden Treffer an

Nach gegenseitigem Abtasten und ausgeglichenem Spielverlauf (4:4) waren die Gäste dominanter und legten auf zwei Treffer Unterschied vor (6:8; 7:9). Schon zu diesem Zeitpunkt wurde deutlich, dass es eine eher torarme Begegnung wird und jeder Treffer von großer Bedeutung sein würde. Beide Teams setzten auf Gewinnen über die Abwehr und offenbarten dabei Schwächen im Spielaufbau, vor allem aus dem Rückraum. Das 8:10 bei Halbzeit ließ für beide weiter alles offen.

Mit Wiederanpfiff kamen die Schorfheider schnell zum 10:10, gerieten danach aber erstmals in dieser Partie mit drei Treffern in Rückstand (10:13). Doch die Moral im FSV-Team stimmte und auch mit der Unterstützung ihrer zahlreichen Fans fanden die FSV-er trotz Rückstand immer wieder in die Partie zurück.

Keeper Kroll in Top-Form

Beim 14:14 war der Ausgleich wieder hergestellt und beim 16:15 (50.) führten erstmals wieder die Finowfurter. FSV-Keeper Enrico Kroll geriet zunehmend in den Blickpunkt und bewahrte sein Team vor dem vorzeitigen K.o.

Aufregende Schlussminuten begannen, die Halle kochte. Beide Teams zeigten Nerven und ließen jeweils einen Strafwurf liegen. Finowfurt legte vor, Bernau glich aus. So blieb es bis zum 18:18 eine halbe Minute vor dem Ende und Ballbesitz für Finowfurt.

Plan in der Auszeit

Trainer Toni Renz nahm seine Auszeit. Seine Ansage: "Den Ball sicher durchspielen und keinen Bernauer Gegenangriff mehr zulassen. Den Punkt festhalten und alles daran setzen, dass wir Sekunden vor Schluss noch einen Freiwurf bekommen".

Die Schorfheider hielten sich an diese Taktik und bekamen tatsächlich auch noch diesen so sehr erhofften Freiwurf vier Sekunden vor dem Ende. Aus einer gut gestellten Kombination heraus blieb es dann Patrick Kirschner vorbehalten, den Ball unhaltbar im Bernauer Gehäuse zu versenken.

Faire Verlierer

Nach diesem glücklichen 19:18-Siegtreffer kannte der Jubel im Finowfurter Lager keine Grenzen mehr. Die Bernauer erwiesen sich trotz Enttäuschung als faire Verlierer. Ein sichtlich gezeichneter FSV-Trainer Toni Renz meinte nach der Begegnung: "Über eine Punkteteilung hätte sich heute niemand beschweren dürfen. Respekt an Bernau, aber auch an meine Mannschaft, die sich nie aufgegeben hat und bis zur allerletzten Sekunde für diesen glücklichen Sieg hart gearbeitet hat."

Finowfurt:  Oliver Schulze, Enrico Kroll, Ronny Krell (1), Tino Mai, Mario Weise, Johann Bergk (5), Marcel Voigt, Dennis Bonin,  Benjamin Altrock (1), Christopher Thiele, Patrick Kirschner (6), Patrick Möbius, Robert Fronicke (1),Marco Derbolowsky (5/3)

Bernau: Jens Mucha, Holger Findeisen, Philip Schönau, Dennis Bohne (4), Jens Schönstädt, Max Skladny (4), Krischan Gunawan (3), Rene Haecke (1), Theo-Hagen Hildebrand (1), Marwin Damrich (5), Markus Lenz, Jan-Eric Hübner, Ferdinand Prüfer

So geht es für beide Teams weiter:

Die nächsten Begegnungen der beiden Teams:

Finowfurter SV:21: September: HC Pritzwalk (H)28. September: HC Angermünde (A)26. Oktober: Eberswalde II (A)

Bernauer Bären:21. September: Mot. Hennigsdorf II (A)19. Oktober: Oranienburger HC III (A)27. Oktober: Bad Freienwalde II (H)

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