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22000 Euro Mehrkosten
Hersteller soll für Pflasterstein-Posse in der Magistrale zahlen

Anfang September wurde die östliche Fahrbahn an der neuen Kombi-Haltestelle in der Magistrale wieder gesperrt, das Pflaster kam raus, stattdessen Asphalt drauf.
Anfang September wurde die östliche Fahrbahn an der neuen Kombi-Haltestelle in der Magistrale wieder gesperrt, das Pflaster kam raus, stattdessen Asphalt drauf. © Foto: Jan-Henrik Hnida
Thomas Gutke / 28.09.2019, 06:45 Uhr
Frankfurt (Oder) 22 000 Euro hat die neue Fahrbahndecke aus Asphalt für die Kombihaltestelle in der Magistrale gekostet. Der Hersteller der Pflastersteine – die an der östlichen Fahrbahn bereits verlegt waren, absackten und nun wieder herausgenommen wurden – soll jetzt dafür aufkommen. Das kündigte Dezernent Claus Junghanns (CDU) am Mittwoch im Stadtentwicklungsausschuss an. Die AfD hatte zu dem Thema eine Anfrage gestellt. Ein Sachverständiger für Pflasterdecken hat demnach zur Schuldfrage bereits ein Gutachten vorgelegt. Ein Ergebnis: "Die Steine hatte nicht die Fähigkeiten, die sie hätten haben sollten", so Junghanns. Bereits in der Stadtverordnetenversammlung vor zwei Wochen hatte Baudezernent Jörg Gleisenstein (Grüne) auf Nachfrage der Linken-Fraktion klar gestellt: "Die Stadt, das beauftragte Ingenieurbüro und die Baufirma gehen davon aus, dass kein Planungsfehler vorliegt". Alle Regelwerke seien eingehalten worden.

Am 24. Juli hatte die Stadt die damals frisch gepflasterte Fahrbahn in Fahrtrichtung Norden zunächst freigegeben. Doch nur wenige Tage später wurden bereits erste Gebrauchspuren sichtbar, an einigen Stellen sackten die Steine ab. Anfang September musste die Stadt die Straße deshalb wieder sperren lassen, um das Pflaster gegen Asphalt auszutauschen. Inzwischen ist die Fahrbahn wieder frei. Die Spur Richtung Süden soll laut Claus Junghanns spätestens Mitte Oktober wieder befahrbar sein.

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