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Für Pendler die von und nach Berlin wollen, ist das Maß voll. Grund: Ersatzverkehr, Baustellen, Sperrungen.

Ersatzverkehr
Die Nerven der Pendler in Zepernick liegen blank

Sabine Rakitin / 04.10.2019, 20:32 Uhr - Aktualisiert 05.10.2019, 11:07
Zepernick (MOZ, Jannes Schulze) Bereits nach fünf Tagen Sperrung der Schönower Straße auch für Fußgänger und Radfahrer ist die Geduld der Passanten in Zepernick bereits aufgebraucht. Zwar hat die Deutsche Bahn nach erbosten Beschwerden vieler Berufspendler am Dienstag dieser Woche das Wasser auf dem Umleitungsweg entlang des Bahndamms abgepumpt und in dem Tunnel, der auf die andere Seite in Richtung Norma-Parkplatz führt, eine Beleuchtung angebracht. Doch ein Pumpsumpf, der dafür sorgen sollte, dass Niederschlagswasser fortan nicht in der Senke steht, sondern abgepumpt wird, funktioniert nicht wirklich. An nahezu allen Tagen waren noch Wasserrückstände und matschige Erde übrig, die den Weg beschwerlich machen.

"Die Bahn hatte versprochen,  den Weg manuell zu reinigen, aber scheinbar gibt es diesbezüglich noch einiges zu tun", stellt Panketals Bürgermeister Maximilian Wonke (SPD) fest, der vor Ort den Zustand der Umleitung mehrmals in Augenschein nahm. Auch Anwohner der Schönower Straße auf der Seite des Rathauses, die zum Einkauf oder zum Arzt auf die andere Seite des Bahndamms müssen oder Eltern, deren Kindern die Umleitungsstrecke zugleich als Schulweg dient, sind bedient. "Wir Erwachsene versuchen, die Pfützen und den Matsch vorsichtig zu umgehen. Die Kinder doch aber nicht", stellt beispielsweise die Zepernickerin Renate Bachnick fest. "Wenn die in der Schule ankommen, sind sie von Kopf bis Fuß mit Schlammspritzern bedeckt", stellt die Großmutter eines Enkels im Grundschulalter fest.

Erschwerend zu der gesperrten Schönower Straße kommt nun auch noch hinzu, dass wegen der Arbeiten an der Bahnbrücke zwischen Blankenburg beziehungsweise Buch und Bernau keine S-Bahnen mehr fahren. Wieder einmal ist Schienenersatzverkehr angesagt. Wer die 500 Meter Umleitungsstrecke zu Fuß mit vielen Mühen hinter sich gebracht hat, wartet an der Haltestelle in der Poststraße auf den Bus. Bis zu 50 Minuten mussten Berufspendler beispielsweise am Mittwochmorgen länger warten, ehe sie in Richtung Berlin fahren konnten. Der weitere Anschluss mit S-Bahn, Bus oder Straßenbahn funktionierte ebenfalls nicht, schilderten mehrere Anrufer gegenüber der Bernauer MOZ-Redaktion.

Bis Montag ist der S-Bahnverkehr zwischen Buch und Bernau noch unterbrochen – vorerst. Parallel dazu gibt es am Wochenende aber auch erhebliche Einschränkungen beim RB 24, für den ab/bis Bernau in und aus Richtung Berlin ebenfalls Busse eingesetzt werden.

Wie kommen Sie mit der Verkehrssituation in Zepernick zurecht?

Gisela Schubert"Ich habe zu Fuß eine Stunde für die Umleitung gebraucht, nur um mir eine Fahrkarte im Bahnhof kaufen zu können. Dann ist auch noch der Fahrstuhl im Bahnhof kaputt, Das ist wirklich alles unerhört!"

Marion Klein"Ortsfremde Menschen haben hier keine Chance. Die Umleitung ist schlecht ausgeschildert. Nicht einmal im Bus gibt es Ansagen zur nächsten Station, sodass ich meine Haltestelle verpasst habe."

Barbara Degen"Natürlich müssen diese Arbeiten erledigt werden. Sie sollten aber besser geplant sein. Für Pendler ist das Problem besonders groß. Einmal war beispielsweise der Fußgängertunnel überflutet."

Maximilian Michaelis"Ich bin unzufrieden mit dem Verkehrskonzept. Überall blockieren Baustellen den Verkehr. Zu viele Wege werden gleichzeitig gesperrt, sodass man nirgends durchkommt."

Sarah Sucher"Die Verkehrssituation ist ziemlich schlecht. Ich komme durch die Busse oft zu spät zur Schule. Die Sperrung der Brücke ist besonders für ältere Menschen, die kurz einkaufen, problematisch."

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