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Planungen
Kosten für Radweg steigen

Symbolfoto: pixabay
Symbolfoto: pixabay © Foto: pixabay
Jens Sell / 08.10.2019, 21:01 Uhr
Strausberg (MOZ) Die Stadt hat sich zum Bau eines Super-Rad- und Gehweges vom Handelscentrum bis zum Lustgarten nahe der Altstadt bekannt und für die ersten Planungen 50 000 Euro in den 2019er-Haushalt eingestellt. Das neue Geh- und Radwegekonzept der Stadt sollte im September im Bauausschuss und im Oktober den Einwohnern vorgestellt werden, hieß es im August aus dem Rathaus.

Von 650 000 auf 750 000 Euro

Für den mit einstimmigen Beschlüssen der vorigen Stadtverordnetenversammlung geforderten Weg vom Handelscentrum bis zur Elisabethstraße – der letzte Abschnitt soll auf der gerade ausgebauten Walkmühlenstraße verlaufen – sind bisher 650 000 Euro veranschlagt. Finanzausschussvorsitzender Robert Krause (FDP/Fraktion Zusammen für Strausberg) resümiert nach der jüngsten Sitzung: "Während bei der Baumaßnahme aktuell von einem finanziellen Rahmen von mindestens 750 000 Euro ausgegangen werden muss, sind die finanziellen Dimensionen des Grundstückerwerbs noch teilweise unklar. Bekannt ist nur, dass die Strausberger Eisenbahn (als Grundstückseigentümerin eines der benötigten Grundstücke) ein Kaufpreisangebot von über 155 000 Euro abgegeben hat. Angebote weiterer benötigter Grundstücke liegen noch nicht vor." Diese Kosten kommen noch hinzu. Damit werde "sehr deutlich", dass die bisher im Haushalt enthaltene Summe von 100 000 Euro bei weitem nicht reiche, um diese Verbindung wie geplant herstellen zu können.

In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bauen, Umwelt und Verkehr stellte der neue Fachgruppenleiter Stadtplanung, Stefan Reinhardt, in Aussicht, dass sich der Vorhabenträger der Wohnbebauung Elisabethstraße/Hegermühlenstraße möglicherweise an der Finanzierung des Geh- und Radweges auf der ehemaligen Gleistrasse beteiligen werde. Das Bauvorhaben – es sollen 152 Wohnungen in Mehrfamilien-, Reihen- und Doppelhäusern entstehen – gehe in diesem Monat in die zweite Behördenbeteiligung, informierte Reinhardt.

Wünsche auf den Prüfstand

In der von der zuständigen Fachgruppenleiterin Rita Schellin den Fachausschüssen vorgelegten Information zum  Stand der Haushaltsplanung sind für den "Geh-/Radweg Lustgarten bis Handelscentrum" für 2019 und 2020 jeweils 50 000 Euro aufgeführt. Angesichts der Tatsache, dass es im Finanzhaushalt einen Negativsaldo von mehr als 9,25 Millionen Euro aus Investitionstätigkeit gibt, appellierten sowohl die Fachgruppenleiterin als auch Bürgermeisterin Elke Stadeler eindringlich an die Stadtverordneten, jegliche Investitionswünsche auf den Prüfstand zu stellen. Vor allem schlagen die Neubauten des Campus Am Wäldchen und des neuen Hortgebäudes auf dem Hof der Hegermühlen-Grundschule zu Buche. Sie stehen ganz oben auf der Prioritätenliste.

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Patrick Maziul 08.10.2019 - 22:44:44

Ja sollen sich die Radfahrenden auflösen...

..klar ist so ein Projekt nicht einfach so schnell umgesetzt, aber der RADVERKEHR muss mehr gefördert werden. Weil eben der Weg zur Kita usw. schnell und einfach mit dem Fahrrad erreichbar ist. Deshalb endlich den Radwegebau umsetzen und nicht weiter vertrösten lassen. Es ist eine Chance das Radfahrende auf sicheren Wegen vorankommen. Diskutiert mit und sprecht die Stadtverordneten an das der Radweg wirklich gebraucht wird.

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