Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

In Bernau entstehen immer mehr Wohnungen – das hat auch konkrete Auswirkungen auf die bestehenden Schulbezirke.

Entwurf
Wahl unter zwei Schulen

Symbolbild
Symbolbild © Foto: Caroline Seidel/dpa
Kai-Uwe Krakau / 17.10.2019, 07:15 Uhr
Bernau (MOZ) Die Mädchen und Jungen, die in Bernau-Waldfrieden wohnen, können sich freuen. Sie dürfen künftig aussuchen, in welcher Schule sie schreiben und rechnen lernen wollen. Möglich macht dies die neue Schulbezirkssatzung, deren Entwurf in diesen Tagen in den zuständigen politischen Gremien beraten wird. Im Ortsbeirat Waldfrieden stand die Vorlage am Dienstagabend auf der Tagesordnung und fand – ohne größere Diskussion – eine einhellige Zustimmung. Lediglich Gesine Anders wies darauf hin, dass es in den kommenden Jahren vermutlich noch weitere Verschiebungen bei den Schulbezirken geben wird. "Schließlich entstehen  überall neue Wohngebiete", so das Ortsbeiratsmitglied. Außerdem wusste sie zu berichten, dass es an der Grundschule an der Hasenheide bereits "ziemlich eng" ist. Die Frage, ob die Stadt Bernau den Bau neuer Bildungseinrichtungen plane, konnte Vorsitzender Jan Bernatzki nicht beantworten. "Das ist mir nicht bekannt".

Für jede Grundschule wird laut brandenburgischem Gesetz der Schulbezirk festgelegt, für den die Bildungseinrichtung örtlich zuständig ist. Das Ziel ist es dabei, die Schülerströme zu lenken und damit bessere Voraussetzungen für die Planung und Organisation zu schaffen.

Auf der Grundlage entsprechender Beschlüsse ist eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zur Übertragung der Trägerschaft der Oberschule am Rollberg an den Landkreis Barnim geschlossen worden. Darin ist festgelegt, dass zum Zeitpunkt der Schulübertragung die Primarstufe der Oberschule am Rollberg mit der Georg-Rollenhagen-Grundschule einen deckungsgleichen Schulbezirk bilden sollen. Mit dem Landkreis ist zudem abgestimmt, dass dieser das aktuell den beiden Bildungseinrichtungen zugeordnete Gebiet  sowie das derzeitige Überschneidungsgebiet zwischen der Georg-Rollenhagen-Grundschule und der Grundschule an der Hasenheide umfasst.

Albertshof gehört zum Bezirk

Zum künftigen deckungsgleichen Schulbezirk gehört somit auch die Siedlung Albertshof. der Gemeinde Rüdnitz. Bisher sind die dort lebenden Mädchen und Jungen dem Schulbezirk der Georg-Rollenhagen-Grundschule zugeordnet. Für die Schüler der Primarstufe, die in dem definierten Gebiet ihren Wohnsitz haben, besteht damit die Möglichkeit, sowohl die Oberschule als Rollberg als auch die Georg-Rollenhagen-Grundschule zu besuchen. Der Kreistag Barnim hatte bereits im September seine Schulbezirkssatzung dahingehend geändert. Da im November die Anmeldungen der Schulanfänger für 2020/2021 erfolgen, muss die Satzung der Stadt Bernau vor diesem Termin in Kraft treten. Neue Straßennamen in entstandenen Wohngebieten wurden in die Satzung eingearbeitet.  Die Beschlussfassung durch die Stadtverordnetenversammlung ist  in der Sitzung am 30. Oktober vorgesehen.

In den vergangenen Monaten waren die Schulkonferenzen zu dem Thema angehört worden. Vielfach gab es eine Zustimmung, lediglich die Georg-Rollenhagen- Grundschule sowie die Grundschule an der Hasenheide gaben umfangreiche Stellungnahmen ab. So wiesen die Lehrer und Eltern der ersten Bildungseinrichtung darauf hin, dass nach Anmeldung in der ausgewählten Schule nicht mehr ohne wichtigen Grund ein Wechsel möglich sein darf. Dies müsste in der Satzung festgeschrieben werden, hieß es. Darüber hinaus wurde empfohlen, die Straßen konkret zu benennen, die für die jeweilige Schule in Frage kommen. Die Schulkonferenz begründete das mit der Notwendigkeit rechtssicherer Bescheide. Darüber hinaus wurde kritisiert, dass es  kein Überschneidungsgebiet zwischen den Schulbezirken III und IV mehr gibt. Das halte man aber für empfehlenswert.

Die Grundschule an der Hasenheide bedauerte es unter anderem, dass der Straßenzug "Am Panke-Park, der gegenwärtig als neuer Bereich der Wohnbebauung  parallel zum Schönfelder Weg entsteht, den Schulbezirken II und III zugewiesen wird. Bisher wurden dort lebende Kinder in der "Hasenheide"-Grundschule unterrichtet. Die Neuordnung bedeute für sie längere Wege.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG