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Die Bauarbeiten an der Südkammer der Fürstenwalder Schleuse sind beendet.  Ab Mittwoch soll der Betrieb wieder normal laufen.

Binnenschifffahrt
Schleusenkammer ist wieder in Betrieb

Bettina Winkler / 21.10.2019, 18:45 Uhr - Aktualisiert 21.10.2019, 18:56
Fürstenwalde (MOZ) Schwimmgreifer Leopard senkt seinen signalroten Arm tief unter Wasser. Nur einige Blubberblasen an der Oberfläche verraten, dass am Grund der  Spree-Oder-Wasserstraße direkt vor der Fürstenwalder Schleuse Taucher im Einsatz sind.

Knapp eine Tonne wiegt der Doppelträger, den die Taucher demontiert haben und der vom Schwimmgreifer an die Oberfläche gehievt wird. Mit 2,8 Tonnen ist der  noch am Grund verbliebene Träger ein viel schwereres Kaliber.  "Die zusätzliche Trägerkonstruktion diente bei der Trockenlegung und den Arbeiten an der Südkammer als unterer Rohrnadelanschlag, die jetzt wieder entfernt werden muss", erläutert Stephan Fruntzek, zuständiger Wasserbaumeister vom Wasser-und Schifffahrtsamt, in der Außenstelle Fürstenwalde.  Die Rohrnadelwand dient der Absperrung gegen das Einlaufen von Unterwasser beim Trockenlegen der Kammer im Revisionsfall, erklärt der Fachmann.

1,8 Millionen Liter Wasser wurden im August ausgepumpt, um die Fürstenwalder Südkammer zu prüfen. Alle sechs Jahre ist für das 110 Jahre alte Bauwerk eine Inspektion angesagt. Im Zuge der turnusmäßigen Trockenlegung wurden auch gleich die maroden Eichenholz-Schlagsäulen der Stemmtore erneuert. "Diese wurden wohl in den 1980er Jahren das letzte Mal gewechselt", sagt Fruntzek. Die Arbeiten an der 67,7 Meter langen und 9,40 Meter breiten Kammer sind abgeschlossen.

Am Donnerstag wurde mit der Flutung begonnen. 1,8 Millionen Liter Spreewasser mussten wieder aufgefüllt werden, damit der Schiffsverkehr, der während der Bauarbeiten über die Nordkammer abgewickelt wurde, wieder in geregelten Bahnen laufen kann. Die Nordkammer mit einer Torweite von nur 8,25 Metern machte manchen Schiffsführer während der Einfahrtsituation Probleme beim Manövrieren.

Das Prozedere der Flutung war nicht besonders spektakulär. Durch Öffnungen in der Rohrnadelwand in Sichtweite Spreebrücke wurde das Wasser kontrolliert bis zum Unterwasserstand von drei Metern eingelassen. "Das dauerte rund 90 Minuten", erzählt Stephan Fruntzek. Es blieb im Wasserstand ein Unterschied von einem Meter, der am Montag über die Dammbalken des Schleusentors aus Richtung Kersdorf aufgefüllt wurde.

Wieder freie Fahrt

Nach Aussage von Stephan Fruntzek sind jetzt noch einige Restarbeiten fällig. Ab Mittwoch soll die Südkammer der Fürstenwalder Schleuse wieder freigegeben werden. Schleusenzeiten sind von 6 bis 20 Uhr.

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