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Der Verein der Siedler, Haus- und Grundbesitzer Gartenstadt 1909 Neuenhagen hat am Wochenende 110. Geburtstag gefeiert.

Jubiläum
Aus dem "Geheimratsviertel" in die ganze Gemeinde

Sam Dreyster / 21.10.2019, 19:00 Uhr
Neuenhagen Etwa 110 Gäste – passend zum Jubiläum – fanden sich am Sonnabendabend im Saal des Restaurants "Zur süßen Ecke" ein, um gemeinsam 110 Jahre Verein zu feiern. Gegründet wurde die Gemeinschaft, um gemeinsame Interessen durchsetzen zu können und etwas im Ort zu bewegen, was vielfach gelungen ist.

Mit dem Männerchor "Frohsinn 1880" und der Freiwilligen Feuerwehr ist der VSHG einer der ältesten Vereine in Neuenhagen. Angefangen hatte alles mit der Gründung als Grundbesitzerverein Hoppegarten am 11. November 1909. Denn mit der Entwicklung der Ostbahn siedelten sich zahlreiche Menschen rund um Hoppegarten an und erkannten schnell für sich, dass sie Interessen gegenüber der Verwaltung am besten gemeinsam durchsetzen konnten. Die Ursprünge des heutigen Neuenhagener Vereins liegen im sogenannten Geheimratsviertel mit etwa 200 Siedlern. "Was dem Einzelnen nicht möglich ist, vermögen viele", sagte Vereinsvorsitzender Siegfried Leschinski in seiner Begrüßung. Heute zählt die Gemeinschaft etwa 70 Mitglieder.

Einsatz auch für Stern-Umbau

Das Vereinsleben habe sich vielfältig entwickelt – sich einzubringen, sei immer geblieben, wie Leschinski an den Beispielen Gestaltung des Sterns und "Sichere Adresse Neuenhagen" deutlich machte. Schon 2007 wurde ein Umbau der Stern-Kreuzung geplant und schließlich auch dank des Einsatzes der Vereine 2012 beschlossen. Zwei Jahre später startete er. Gemeinsam mit Polizei, Verwaltung und Nachbarn wurde das Projekt "Sichere Adresse Neuenhagen" ins Leben gerufen und umgesetzt, weil vermehrte Einbrüche und Diebstähle nicht zuletzt Eigenheim- und Grundstücksbesitzer trafen. 2017 wurde das Projekt von Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter als vorbildlich ausgezeichnet.

Heute ist die Gemeinschaft durch Aktionen, Feste, Informationsabende, Vorträge, Lesungen, Reisen und Ausflüge, sportliche Angebote, Präventionsmaßnahmen, Ortsgestaltung und vieles andere geprägt. Vieles ist in der knapp 140 Seiten starken Festschrift nachzulesen, die Reiner Rohrbeck und Marlies Schrenk erstellt haben, vielfach von der Familie unterstützt, für deren Einsatz mehrfach gedankt wurde.

Bürgermeister Ansgar Scharnke erinnerte an die "überaus vielfältige und lebendige Vereinslandschaft der Gemeinde". "Hier wird Gemeinschaft seit 110 Jahren gelebt, hochgehalten und gemeinsam viel geschafft", unterstrich Scharnke.  Vor allem, "dass die Leute sich gegenseitig um sich kümmern", beeindruckt indes Amtsvorgänger und Ehrenmitglied Jürgen Henze.

Wichtig sei es, auch künftig die Stimme zu erheben und sich einzubringen, da nur so etwas bewegt werden könne. Menschen, die sich aktiv einbringen und Dinge angehen, sind Waltraud Doll, Erika Leschinski, Alrun Lohse, Heidemarie Maut und Karl-Heinz Hanne, die als Obleute wichtiges Bindeglied zwischen Mitgliedern und Vorstand sind. Ansonsten gilt es, ein breites Spektrum zu bedienen.

Ob Musik und Unterhaltung bei Veranstaltungen, Organisation von Reisen und Ausflügen, die Dokumentation der gemeinsamen Aktivitäten in Foto und Video und deren Aufbereitung zu Präsentationen, die Erstellung von Einladungs- und Geburtstagskarten, Krankenbesuche, die Gartengestaltung und Baumschnitt bis hin zu Finanzen und vielem mehr. Darum kümmern sich Klaus Kruschel (Alleinunterhalter), Sabine Rohrbeck (Kartengestaltung), Reiner Matzke (Gartenfachmann), Marianne Doll (Reisenorganisation), Tilo Töns (Verbindung zwischen Obleuten und Vorstand), Marlies Schrenk (Finanzen), Dieter Schrenk (Foto und Video) und Reiner Rohrbeck (sechs Jahre Vereinsvorsitzender, erstellte Festschrift mit) in vorbildlicher Weise, wurde hervorgehoben. Mit einer Urkunde, einem Wimpel und Blumen wurden die besonderen Leistungen vor dem Publikum bedacht.

Bei zahlreichen Tischgesprächen, Erinnerungen, Plänen für die nächste Zeit, Musik der Band "Yellow in times", Tanz und umfassendem Buffet klang der gemütliche Abend erst kurz vor Mitternacht aus.

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