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Handball
Beifall für starken Kampfgeist

Nora Tübbicke (am Ball) erzielte mit ihrem zweiten Treffer das 22:23 für den HSC 2000 und hielt die Frankfurterinnen damit im Spiel.
Nora Tübbicke (am Ball) erzielte mit ihrem zweiten Treffer das 22:23 für den HSC 2000 und hielt die Frankfurterinnen damit im Spiel. © Foto: michael benk
Christopher Kranich / 22.10.2019, 02:15 Uhr
Frankfurt (Oder) Die Anfangsphase der Partie gehörte klar den HSC-Frauen und sie eroberten gleich im ersten Angriff den Ball von den Gästen, den Beatrice Lodtka im Gegenstoß zum 1:0 verwertete. Den Teltowerinnen gelang zwar im nächsten Angriff der 1:1 Ausgleich, jedoch nur 13 Sekunden später traf Nadine Wegener zur erneuten 2:1-Führung.

Vor allem das Umschaltspiel funktionierte sehr zur Freude von Trainer Michael Schuster in dieser Anfangsphase exzellent. In der Verteidigung wurde aggressiv gearbeitet und so stand es nach nicht einmal fünf gespielten Minuten 5:1 für den HSC. Der Tabellenführer fand erst im Anschluss langsam in die Partie und bis zur 18. Minute hielt die vier Tore-Führung stand (10:6). Erst als die Frankfurterinnen etwas die Tiefe im Spiel verloren und nicht mehr konsequent in der Abwehr verschoben, kam der Tabellenführer nach 25 Minuten zum 13:13-Ausgleich. Während den Stahnsdorferinnen im Anschluss noch vier weitere Tore gelangen, waren es beim HSC nur zwei. Beim Stand von 15:17 wechselten die Teams die Seiten.

Nach der Pause blieb das Spiel hart umkämpft. Beide Teams schenkten sich nichts und es wurde um jeden Zentimeter auf der Platte gefightet. Immer wieder schafften die Oderstädterinnen den Anschlusstreffer, worauf die Gäste immer die passende Antwort parat hatten. Dennoch gaben die HSC-Frauen zu keiner Zeit auf. Nora Tübbicke und Elisa Winkowski per Siebenmeter stellten nach 50 Minuten beim 23:23 das Spiel wieder auf Anfang.

Beide Teams wollten nun den Sieg und die Damen aus dem Kreis Potsdam-Mittelmark legten nochmal mit zwei Toren vor. Michael Schuster nahm seine Timeoutkarte und schwor sein Team auf die letzten sieben Minuten nochmals ein. Während es Teltow nun – ohne Erfolg – mit der siebten Feldspielerin versuchte, suchten die Gastgeberinnen ihr Heil im vertikalen Spiel. Leider wurden in der Schlussphase drei klare Chancen nicht in Tore umgemünzt, was die Gäste am Ende für sich zu nutzen wussten. Trotz der ersten Saisonniederlage wurden die Frankfurterinnen für eine couragierte Leistung von ihrem Publikum gefeiert.

Am Ende zu einfache Fehler

Trainer Michael Schuster fasste nach dem Schlusspfiff kurz zusammen: "Wir haben richtig stark begonnen und Teltow auf dem falschen Fuß erwischt. Leider haben wir danach nicht mehr ganz so gradlinig gespielt und unnötig einfache Fehler produziert. In bin sehr stolz auf die gesamte Mannschaft, die die ganze Zeit super gekämpft und immer an den Sieg geglaubt hat. Am Ende haben wir nur durch unsere eigenen Fehler verloren und weil wir die vielen Chancen nicht verwertet haben."

Am Sonnabend steht für die Frauen des HSC 2000 Frankfurt das nächste Spiel auf dem Plan. Um 18:30 Uhr treffen sie im Süden Brandenburgs auf den VfB Doberlug-Kirchhain und wollen versuchen, genau wie gegen Teltow/Ruhlsdorf, im fünften Anlauf die ersten Punkte gegen die Gerberstädterinnen zu holen."

HSC: Anita Tumaszyk – Beatrice Zacharias (8), Annekathrin Lodtka (5/1), Elisa Winkowski (3/2), Jasmin Henschel (2), Nora Tübbicke (2), Lisa Berger (2), Nadine Wegener (1), Julia Kupper (1), Kathleen Rußmann, Nicol Leuschner

Siebenmeter: HSC 5/3, Teltow 4/4 – Zeitstrafen: HSC 5,Teltow 5  – Schiedsrichter: Jan Alexander Bois/Martin Otto – Zuschauer: 80

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