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Aktionstag
Knapp 100 Lebensretter stehen Schlange an der HNE

Lebensretterin in spe: Judith Schubert (r.) lässt sich testen. Sie wird von Amalka Krakau und Tom Rieck betreut.
Lebensretterin in spe: Judith Schubert (r.) lässt sich testen. Sie wird von Amalka Krakau und Tom Rieck betreut. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Sven Klamann / 23.10.2019, 06:30 Uhr - Aktualisiert 23.10.2019, 09:43
Eberswalde (MOZ) Wer zwischen 17 und 55 Jahre alt ist, nicht an einer chronischen Erkrankung leidet und wenigstens 50 Kilogramm wiegt, ist als Stammzellenspender geeignet.

Und erfüllt damit alle Voraussetzungen, potentiell zum Lebensretter zu werden. Darauf hat Josephine Steinborn (23) hingewiesen, die sich ehrenamtlich für die Deutsche-Knochenmarkspende-Datei engagiert. Die gebürtige Eberswalderin ist ausgebildete Kinderkrankenschwester und studiert im ersten Semester Medizin in Neuruppin. Sie steckt hinter der Registrierungsaktion im Foyer vom Haus 5 auf dem Stadtcampus, an der sich am Dienstag alles in allem 98 Freiwillige beteiligt haben.

"Alle 15 Minuten erhält ein Patient in Deutschland die Diagnose Blutkrebs. Bei Kindern und Jugendlichen ist dies die häufigste Krebserkrankung", erklärt Josephine Steinborn. Zwar könnten 90 Prozent der betroffenen Heranwachsenden geheilt werden. Doch nicht immer reiche dafür eine Chemotherapie. In schwereren Fällen sei eine Knochenmarktransplantation das letzte Mittel, hebt die Medizinstudentin hervor. Wer sich als Stammzellenspender registrieren lasse, schenke weltweit Hoffnung. Die sogenannte Typisierung erfolge absolut schmerzfrei und sei schnell erledigt: Es würden nur drei Wattestäbchen an der Wangenschleimhaut abgestrichen.

"Es ist ein schönes Gefühl, vielleicht ein Leben retten zu können", sagt Henrike Weiß (22), die im fünften Semester Ökolandbau und Vermarktung studiert und sich gern registrieren ließ.

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